Unerlaubtes Eindringen in Indianergebiet

Mariscal Estigarribia: Etwas nordöstlich der Chaco-Gemeinde befinden sich 25.000 Hektar Land welches den Ayoreo Indianern der Gruppe der Cuyabia als Lebensraum gesetzlich zusteht. Dieser Landstrich ist legales Indianerland, mit allen Rechten.

Bewohner dieser Gemeinschaft denunzierten jetzt jedoch, dass Unbekannte auf das Grundstück kamen und mit Raupen und anderem schweren Gerät das Grundstück planieren wollen. Sie erklärten rechtmäßiger Eigentümer zu sein und zeigten sogar einen Eigentumstitel und einen Transferenzvertrag vom Dezember 2012.

Problem bei der Sache ist nur, dass das Indigenen Institut (INDI) in keinem Fall den Indigenen ihr Land wegnehmen und verkaufen darf, weswegen jeder Titel ungültig ist“, erklärt der Anwalt der Gemeinschaft und Ex INDI Vorsitzender, Oscar Ayala.

Demnach soll sein Nachfolger, Rúben Quesnel, für die Verteilung der Ländereien in Boquerón in unbekanntem Maße beteiligt sein. Eine Anklage gegen ihn sollte in die Wege geleitet werden. Die Begünstigte ist laut Aufzeichnungen eines Handys, Julia Beatriz Vargas Meza. Anscheinend hat diese die Baumaschinenfirma Harder aus Loma Plata engagiert, um das Grundstück zu planieren.

„Die Rechte für die Ländereien müssen für die einzigen echten Eigentümer, die Cuyabia Gemeinschaft der Ayoreos gesichert werden“, sagte Oscar Ayala.

Der Fall wurde bei der Staatsanwaltschaft Bereich Wirtschaftskriminalität und Antikorruption zur Anzeige gebracht. Alba del Valle wird die Untersuchung leiten. Ayala präsentierte eine Klage die den Beschluss der Landverteilung an besagte Person für nichtig erklärt. Darüber muss der Richter Juan Carlos Molas aus Filadelfia Stellung nehmen.

Es muss ebenso daran erinnert werden, dass in der paraguayischen Verfassung, Artikel 64 den indigenen Völkern das Recht auf einen eigenen Lebensraum zugesprochen wird das keiner sie ohne ihre Zustimmung zum Umzug zwingen kann.

(Wochenblatt / Abc)

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1 Kommentar zu “Unerlaubtes Eindringen in Indianergebiet

  1. Ein Verbrechen das hart aber auch wirklich hart bestraft gehört.
    Die Indios müssen besser geschützt sein vor solchen Räuberreien.
    Sofort Militär in das Gebiet zum Schutz der Wälder und Indios bis zur Entgültigen klärung des Sachverhaltes. Obwohl es da für mich nichts zu klären gibt, die Indios sind im Recht.
    Die korupten Leute sind sofort zu verhaften und bis zur Klärung durch die Justiz in U-Haft zu verbleibend.Nur so wird ein Exemple statuiert.
    Eine Schande ist es den Armen der Armen noch etwas nehmen zu wollen.

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