Unerwarteter Besuch

Asunción: Insgesamt 200 Polizisten aus verschiedenen Teilbezirken begannen gestern Abend gegen 21:00 Uhr den Stadtteil Ricardo Brugada, auch bekannt als Chacarita zu durchkämmen. Es kam zu mehreren Festnahmen.

Personen und Fahrzeugkontrollen über mehrere Stunden führten zur Konfiszieren von dutzenden Motorrädern sowie zur Verhaftung von drei Personen wegen offenen Haftbefehlen und zur Festnahme von neun weiteren Personen wegen fehlender Ausweisdokumente.

Unter Ankündigung zu jeder Zeit wiederzukommen, hofft die Polizei etwas mehr Ordnung in das Konfliktwohnviertel zu bekommen, wo sehr viele Arbeitslose und Drogenabhängige zu Hause sind.

Solche großen Aktionen sollen auch in anderen Punkten des Departement Central wiederholt werden, um auszuloten ob solche Einkesselungen Erfolg-versprechender sind als bisherige Maßnahmen.

Wochenblatt / Abc Color / Hoy

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6 Kommentare zu “Unerwarteter Besuch

  1. Wenn sie das jeden Tag machen würden, würden sie jeden Tag was finden, weil beschlagnahmte Gegenstände einfach woanders wieder „beschlagnahmt“ werden. Diese Leute sind doch absolut taub was Gesetze betreffen (nun ja, Parteibonzen eigentlich auch…).
    Die Polizei sollte da nicht zu oft auftauchen, da diese Bewohner sicher sehr schnell zu Krawalle bereit sind.

  2. glaub wenn das öfters gemacht wird könnte das den konflikt noch mehr aufheizen … solche reaktionen kennt man ja zur genüge aus Argentinen, da wird halt dann auch gleich mal die halbe stadt abgefackelt …

    1. Soll der Staat auf sein Gewaltmonopol verzichten? Er sollte auch in anderen Bereichen, z.B. bei bewaffneten Demonstrationen viel deutlicher Flagge zeigen. Auch wenn das Konflikte vorübergehend aufheizen kann.
      Wenn der Staat alles und jeden gewähren lässt, führt das zur Anarchie.

      1. Welches Gewaltmonopol meinen Sie hier!
        Hat der Staat das Überhaupt noch, bei der Verflechtung von Politik und Organisierten Verbrechen!
        Allein die Landbesetzungen mit Raub,Mord und Totschlag,Drogenkriminalitat,das die Besitzer nicht mal ihre Rechte durchsetzen können.
        Es gibt keinen Politiker,Polizeichef der Arsch in der Hose und durchzieht.Der ist gleich fort,bei guten Ausgang vielleicht auch glücklicherweise ein diesmal unbestechlicher Ersatz Streossner.

      2. dann müsste der staat, oder sagenwir mal die politiker des staates, mal die campesino einsätze mal nicht fördern, die EPP ausrotten die vom Staat selber eingesetzt wird. also von was für monopol wollen Sie reden Anton ? von dem das der staat das macht was er will und das macht was geld bringt ? warum sollte – ala cartes – der staat drogen unterbinden, da gibt es für 1000de leute weniger schmierzahlung, weniger schmucke autos, weniger schmucke länderein, weniger von allem. sollen die vielleicht auf der gasse wohnen ?

        Sie sollten vielleicht mal ab 2001 in Buenos Aires gewesen sein, ich war dort 5 Jahre lang, da war mehr gewaltmonopol da als ihnen lieb war, und was hats gebracht, noch mehr anarchie und die halbe stadt hat gebrannt wenns hart auf hart ging. unterschätze niemals die Gauchos … und auch nicht die Paraguayos die vom Staat finanziert werden.

        1. Ich habe die Hoffnung auf positive Veränderungen noch nicht ganz aufgegeben. Gerade zur Beseitigung der Missstände die sie aufzeigen und deren Beseitigung besteht das Gewaltmonopol.
          In 100 Jahren ist man hier evtl. so weit.

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