Ungewollte Gemeinsamkeiten mit Venezuela

Asunción: Neben dem Gebrauch der spanischen Sprache, der jedoch in Südamerika nicht unüblich ist, haben beide Länder, Venezuela und Paraguay, eine weitere Gemeinsamkeit. Laut der deutschen Nichtregierungsorganisation „Transparency International“ sind sie die korruptesten Staaten Lateinamerikas. Obwohl die Politik beider Länder unterschiedlich nicht sein könnte hält sich die Korruption wie eine Übel, was entweder nicht genug oder gar nicht bekämpft wird.

Auf einer Skala von 0 bis 100, wobei 100 am transparentesten und 0 am korruptesten ist findet sich Uruguay mit 73 Punkten wieder während Chile mit 71, Puerto Rio mit 62, Costa Rica mit 53, Kuba mit 46 und Brasilien mit 42 Punkten folgen. Kurz dahinter siedelte sich Salvador mit 38 Punkten an.

Die Liste führt des Weiteren Peru mit 38 Punkten, Kolumbien und Ecuador mit 36, Panama mit 35 sowie Argentinien, Bolivien und Mexiko mit 34. Die Dominikanische Republik und Guatemala werden mit 29 Punkten bewertet während Nicaragua 28 und Honduras 26 erhalten. Die Schlusslichter dieser Auflistung bilden Paraguay mit 24 und Venezuela mit 20 Punkten.

Jedoch geht es noch schlimmer. Somalia, Nordkorea und Afghanistan müssen sich mit 8 Punkten begnügen während Dänemark und Neuseeland die höchste Einstufung erhielten.

(Wochenblatt / TI)

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15 Kommentare zu “Ungewollte Gemeinsamkeiten mit Venezuela

  1. Rating Agenturen und andere Internationale Organisationen die andere Staaten beurteilen muessen ihren Heimatlaendern Bestnoten geben sonst haben sie gleich die Steuerfahndung am Hals oder sonstige Klagen.
    Soviel zur Glaubwuerdigkeit der Beurteilungen!

  2. Es wäre interessant, auf welchen Grundlagen die Werte ermittelt wurden. USA und Uruguay mit jeweils 73 Punkten auf Rang 19? Wenn ein Land kein Budget für Wahlen vorsieht, weil die Sponsoren zu 100% ihre Parteien finanzieren, dann ist das Ergebnis nur vom Kapital abhängig und somit nicht demokratisch. Alleine diese Tatsache stuft die USA in anderen Übersichten deutlich herab. Aber TI hat ihren Sitz in D und somit dürfen bestimmte Länder nicht zu schlecht abschneiden…

    1. Hier geht es nicht um „demokratie“, sondern um Korruption.

      Fest steht in den USA gehen sie ins Gefängnis, wenn sie etwa die 12 jährige Nachbarstochter schwängern.

      In Paraguay ist das zwar laut Gesetz auch verboten, aber solange sie über zumindest 1-2 Millionen Barschaft besitzen, wird die Sache unter den Teppich gekehrt.

      Zusätzlich gilt; haben sie Freunde oder Familienmitglieder an den richtigen Stellen, dann können sie volltrunken 2 Menschen totfahren und nix passiert. Warum? Der Staatsanwalt traut sich gar nicht erst zu ermitteln, weil er sonst entlassen wird. Landet es doch vor dem Richter, dann findet dieser eine Rundablage für die Akten, da er einem Parteifeund sowas nicht antun kann. Das ist Paraguay.

      Wollen sie immer noch einen Vergleich mit A/D/CH/USA anstellen?

      1. Demokratie und Korruption sind Gegenspieler. Wenn „Lobyisten“ die Politiker „beraten“ und diese dann Sachen beschliessen, die dem Volk schaden, einzelnen Personen oder Firmen aber nutzen, so ist das genauso Korruption, wie der Richter, der einer Anzeige nicht nachgeht, weil es einen Parteifreund betrifft.
        Ich sage nicht, dass es in D schlechter als in Py ist. Ich sage nur, dass solche Vergleiche, wie von TI veröffentlicht, nichts Wert sind, weil nur ein Aspekt der Korruption betrachtet wird. Und bezüglich Politikerbestechung kann Py mit USA und EU auf Augenhöhe diskutieren.

        1. Genauso sehe ich das auch. Es werden nur bestimme Kriterien zugrunde gelegt, die positiv für die Auftraggeber der Studien sind. Wenn man Lobbyismus in DACH dazunimmt, dazu noch einen geldwerten Vorteil solcher „Jobs“, wie den von Ex-Kanzler Schröder bei Gazprom, Müller bei irgendwelchen Energieriesen in D usw, dann steht D sicherlich gleichauf mit PY.

  3. Immerhin haben wir 3 mal so viele Punkte wie Somalia. Auch Nordkorea und Afghanistan sind wir überlegen. Ist doch schon was. Soll uns mit Stolz erfüllen, dass wir diesen Ländern überlegen sind. Bleibt nur zu hoffen, dass es in den nächsten Jahren so bleibt und uns diese Länder nicht überholen.

    Neidisch sind wir auf die Bolivianer. Sind sie uns doch mit 10 Punkten überlegen. Auch auf Kuba haben wir ein Auge geworfen. Vielleicht ein zukünftiger Partner für eine Allianz.

    Aber auch wir haben Spitzenpositionen vorzuweisen. Unser Marihuana ist wegen seiner außerordentlichen Qualität bei unseren Nachbarn geschätzt und beliebt. Die Anbauflächen von 20.000 Hektar reichen schon lange nicht mehr aus um den Bedarf zu decken.

    Andererseits leben wir in einem Paradies für Schmuggler, korrupten Richtern, Hand aufhaltenden Polizisten, Beamte die geschmiert werden müssen um zu funktionieren und Politiker die sich die Staatskasse unter einander aufteilen.

    1. Kein Grund zur Sorge. Die Korruption in Paraguay steht mit EU und USA in Augenhöhe! Dort gibt es zwar kaum die alltägliche „Korruption des kleinen Mannes“, aber in Politikkreisen läuft es genauso ab, wie hier in Py. In D ist z.B. die „Abgeordnetenbestechung“ nicht strafber.

  4. In Paraguay muss man abgreifen solange man nicht entdecktund in Amt und Würden ist ,in Deutschland beginnt das schöne Leben erst richtig wenn Unkorrektheiten nachgewiesen werden , dann bekommt man eine riesige Abfindung ( legal )und braucht vor Aufdeckungen keine Angst mehr zu haben .Mit solchen Abfindungen lässt es sich doch einen schönen Lebensabend planen!

  5. Korruption wird es immer geben und ich bin der Meinung etwas davon ist auch gut und gewollt. Aber wenn Korruption zur Rechtlosigkeit und Gesetzeslosigkeit führt ist sie mit allen Mitteln zu bekämpfen.Das Recht muss für alle gleich sein eben so die Würde des Einzelnen.
    Demnach hat Korrution in Amtsstuben,Ministerien,Der Justiz,Polizei,Millitär nicht verloren.Ein kleines Beispiel: Werde hier und in Deutschland von der Polizei angehalten wegen zu schnellen fahrens,was immer mal vor kommen kann bei Jedem (das sei betont)was ist mir lieber,Geldstrafe,Führerscheinsperre,Punkte(die erst nach zwei Jahren gelöscht werden)also eine 3 mal Bestrafung oder ein kleines Schmiergeld und die Einsicht eine Fehler begangen zu haben? Da denke ich das Letztere und das meine ich mit ein Bisschen Korruption.Bei Straftaten sieht es dann aber anders aus da gibt es kein DUDU.
    Zum anderen soll man Herrn Cartes auch etwas Zeit lassen und in 3 Jahren liegt PY bestimmt weiter oben in den Punkten,ganz wird es nie aufhören, nirgenswo auf der Welt.

  6. So einen Schmarren. In DACH werden die Beatmeten bei Überführung der Korruption, willkürliche Polizeirepression, Abschreibung der Dissertation etc. aller höchstens entlassen oder in den internen Dienst „straf- versetzt“. Geldwäsche für Internet- und Telefonbetrüger durch Drohung der Abschaltung des Telefon- und somit Internetanschlusses durch Bundesmehrheitsaktinärs-Telekomfirmen werden erst gar nicht untersucht, zu viele stecken im Schweizer Militär-, Beamten- und Wirtschaftsfilz.

  7. welche gruende hat TRANSPARENCY INTERNATIONAL um speziell
    paraguay niedrig zu bewerten?????
    auf welchen platz sollte paraguay denn liegen nach
    einschaetzung einiger kommentatoren???
    so ganz erfunden koennen die zahlen doch nicht sein.
    bei vergleichbaren statistiken liegen immer die
    skandinavischen laender, die schweiz und neuseeland vorne.deutschland zwischen 10. und 2o. platz.
    und die schlusslichter sind praktisch immer auch die
    gleichen!!!

  8. Ist ja ein seltsames Untersuchungsergebnis. Dabei ist es ganz einfach: In den Ländern, in denen das Geld die größte Rolle spielt und in denen sich die Vermögendsten befinden, existiert die größte Korruption. Die restlichen Staaten sind mehr oder weniger relativ bakschischgeprägt.

  9. @Diverse:
    In CH und D war ich während 40 Jahren Kleinunternehmer. Ich habe brav grenzüberschreitend mit 5 bis 15 Mitarbeitern unser Geld mit IT-Entwicklungen verdient und natürlich enorm viel mit den diversen Behörden erlebt.
    Wenn ich hier von offensichtlich unglaublich erfahrenen und überaus gescheiten Leute lese, die von Korruption in Europa plappern, dann muss ich gestehen: ich habe nie, absolut nie auch nur den kleinsten Anflug von Missbrauch oder Korruption seitens der Ämter – die ja besonders in D sehr nervig sein können – erlebt.

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