Unruhe unter den Kolonisten – Protestumzug mit Traktoren von Ñacunday aus geplant

Santa Rosa del Monday: Im ersten Moment verbreitete die Invasion der Campesinos Angst unter den brasilianischen Kolonisten von Santa Rosa del Monday, Iruña und Ñacunday. Jetzt allerdings ist die Besetzung und die Behinderung bei der Arbeit der Grund an dem geplanten Protest. Die Kolonisten konnten kein Getreide pflanzen was auch eine zukünftige Ernte ausschließt. Aus Angst vor einem Aufeinandertreffen mit den Carperos (Leute die unter Planen wohnen) haben einige „Brasiguayos“ (Brasilianer in die Paraguay geboren sind) ihre Traktoren vor Angriffen geschützt. Ein Protestumzug gegen die Untätigkeit der Regierung in Bezug auf die Vertreibung der landlosen Bauern wird vorbereitet, wenn weiterhin nichts dagegen geschieht. Einige einflussreiche Politiker, darunter Sixto Pereira und José „Pakova“ Ledesma solidarisierten sich mit den Campesinos. Eine für heute angesetzte Vertreibung der Landlosen wurde kurzfristig abgesagt, da nicht genügend Dokumente und Karten vorliegen, hiess es.

Eine Provinz rüstet auf. Unglaublich! Die brasilianischen Kolonisten sind normalerweise gern gesehen in der Provinz Alto Parana. Sie leisten etwas und sorgen für Wohlstand. Doch jetzt wurden ihre Nerven überstrapaziert und sie verstärken in allen möglichen Formen ihre Sicherheit, im Haus oder auf dem Traktor, der die Saat ausbringt. Die Verstärkung der Kabine ist aus dem gleichen Material wie die Schaufel. Somit soll einem eventuellen Beschuss vorgebeugt werden.

Die Campesinos, die die Ländereien besetzen und von Victoriano López angeführt werden sollen aus der Provinz San Pedro gekommen sein. Angefahren, um hier zu reklamieren. Sie okkupieren rund 12.000 ha Land, wo es unmöglich ist für die Kolonisten auch nur einen Fuß darauf zu setzen, ohne die Erlaubnis des Anführers.

Eine der betroffenen Personen ist der brasilianische Kolonist Leonir Antonio Calza. Leonir ist 40 Jahre alt, die letzten 18 Jahre verbrachte er in Paraguay. Er hat drei Kinder die alle Paraguayer sind. Er kam aus Brasilien, nachdem er seinen ganzen Besitz da verkauft hatte. Er lud seinen Vater und seinen Bruder ein ebenfalls nach Paraguay zu kommen. Leonir ist Landwirt und hat ein Grundstück von 560 ha nördlich des Rio Ñacunday. Sein Land ist von Landlosen aus San Pedro besetzt.

Aussaat verboten

„Uns wurde alles verboten. Die Invasoren erlauben uns nicht zu unseren Ländereien zu fahren, um da zu arbeiten. Ein paar Mal versuchte ich es, doch das letzte Mal zündeten sie fast mein Wagen an. Ich musste flüchten damit ich nicht umgebracht werde“, sagte Leonir.

Die Angst war das erste Gefühl von Leonir, wegen der Familie. Seine Ehefrau, zwei erwachsene Töchter und ein Sohn von 11 Jahren bleiben nur zu Hause, um jeder Gefahr aus dem Weg zu gehen. „Ich will nicht das meiner Familie was passiert, muss sie also beschützen. Wir wissen nicht wann hier die Campesinos aufkreuzen, welche ständig gewaltsam und bewaffnet sind“, fügte er hinzu.

Mit den Tagen die schon vergangen sind nimmt die Unruhe unter den Kolonisten zu. Sie verloren die Möglichkeit ihr Getreide auszusäen und die Äcker sind voller Unkraut. Der wirtschaftliche Schaden ist schon groß genug. Die Banken warten auch nicht auf ihre Raten.

„Ich verlor alles“

„Ich kaufte Samen und die Accessoires um Getreide anzupflanzen. Ich verlor alles weil ich keine Möglichkeit habe zu pflanzen. Ich erinnere mich, wie ich in den ersten Junitagen mit meinem Landbesitztitel in ihr Camp ging und darum bat mit Victoriano López zu sprechen. Ich wollte ihm zeigen dass ich der legitime Besitzer dieses Landes bin. Er schnappte sich meinen Hefter und zerriss alles vor meinen Augen“, sagte er.

Für den Fall dass die Polizei nun doch noch eine Vertreibung der Landlosen anordnet habe ich die doppelten Kosten, um das Getreide doch noch auf den Acker zu bekommen. Von etwa 500 US-Dollar Kosten, die normal pro Hektar sind würde es jetzt auf 1.000 steigen, weil die Erde gewendet werden und das Unkraut entfernt werden muss.

Leonir zeigte einige Fotografien von seinen Anfängen in Paraguay, hart arbeitend damit auf dem Feld was wächst. Ich hatte gar nichts und die erste Unterkunft war ein Zimmer aus Holzbrettern, wie alle Kolonisten die eben erst mit ihrer Arbeit begannen.

Die Zeit verstrich und das Holzhaus wuchs und wurde etwas komfortabler. Doch ein Großteil des Gewinnes wurde erneut in sein Land und Maschinerie investiert. „Mich ärgert es, wenn ich höre, die Kolonisten haben das ganze Geld nach Brasilien geschafft. Hier leben wir, hier wohnen wir und hier arbeiten wir, hier ist unsere Familie. Ich habe Paraguay als Heimat ausgewählt mit meinen paraguayischen Kindern“, unterstrich er.

Heute sind es 80 Tage

Heute sind es 80 Tage, dass die Besetzung der Ländereien von Ñacunday begann. Die Untätigkeit der Nationalpolizei hat eine Erklärung. Der Überfall auf die Grundstücke der brasilianischen Kolonisten wurde vom Lopez Palast aus montiert. Daran besteht kein Zweifel.

Der Präsident selbst zeigte sich solidarisch mit den Carperos und sein engster Stab an Mitarbeitern wurde beauftragt die Planung durchzuführen. Miguel Ángel López Perito, der Senator der Partei Tekojoja, Sixto Pereira und der Gouverneur von San Pedro, José “Pakova” Ledesma, sind die Gesichter der Invasion von Ñacunday.

Die Besetzung hat eine Filmreife die seinen Gleichen sucht. Die Landbesetzer haben einen eigenen Stromanschluss von der ANDE bekommen. Straßenbeleuchtung wurde ihnen auch zu Teil. Obwohl nebenan die Ernte verfault lässt der Kabinettschef von Lugo Stromanschlüsse legen? Privatpersonen müssen einen Kaufvertrag vorlegen, damit die ANDE ihnen einen Stromanschluss gibt.

(Wochenblatt / Abc)

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3 Kommentare zu “Unruhe unter den Kolonisten – Protestumzug mit Traktoren von Ñacunday aus geplant

  1. Eine Schande fuer alle hart arbeitenden Leute ,egal aus welchem Land er kommt. Sollte dieses vom Staat Paraguay zugelassen werden und auch genehmigt werden . Ist das ein schlechter Ruf fuer dieses Land .Hier bei uns haben so schon viele Angst , jetzt kommt noch diese Sache dazu .

  2. Die Kolonisten stellen ein wahlstrategisches Bauernopfer dar. So ist das in einer Demokratie – die Landlosen haben mehr Köpfe, mehr Stimmen als die Kolonisten.

    Ein kluger Mann hat einmal gesagt: „Demokratie ist, wenn 2 Wölfe und 1 Schaf abstimmen was es zu essen gibt“

  3. Paraguay möchte Investoren anlocken, keiner wird kommen, denn die Regierung Lugo avansiert zur Willkürregierung, um nicht zu sagen zur Diktatur. Nur wenige Köpfe entscheiden wo es lang geht, manchmal denke ich, unser Präsident ist nicht von dieser Welt. Seine Augen verraten einiges!!!!!!!!!!

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