Unter einer Bedingung

Asunción: Sich nicht in diplomatischen Verstrickungen zu verlieren gelang Rodolfo Friedmann wiedererwartend nicht. Dass China paraguayisches Rindfleisch kauft steht außer Frage. Der Preis dafür scheint jedoch sehr hoch.

Viehzüchter Fernando Serrati brachte es bei einem Radiointerview auf den Punkt. Er erklärte, dass der chinesische Vizekonsul in Sao Paulo garantierte, dass unter einer Bedingung eine ein Teil des Landes ausschließlich paraguayisches Rindfleisch kauft.

“Wir hatten ein Treffen mit dem chinesischen Vizekonsul in Sao Paulo und er sagte uns klar un unmissverständlich, dass wir den Schlüssel in der Hand haben, dass paraguayisches Rindfleisch auf den chinesischen Markt kommt. Wir müssen nur die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan kappen und schon können die Exporte beginnen“, sagte Serrati.

“Der chinesische Markt ist sehr groß. Uruguay verkauft 60% seines Rindfleisches in die sozialistische Republik, während Argentinien 70% des produzierten Fleisches dahin entsendet. Das ist unsere Gelegenheit“, fuhr Serrati fort.

Als Landwirtschaftsminister war Friedmann überzeugt es zu schaffen, mit Taiwan vereint zu bleiben und parallel dazu auch nach Festlandchina exportieren zu können.

Paraguay ist eines der weltweit rund 20 Ländern, welches Taiwan als eigenständigen Staat ansieht und somit keine diplomatischen Beziehungen zu China haben darf, da dieses Land Taiwan als ein Teil seines Staatsgebietes ansieht.

Wochenblatt / Hoy

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7 Kommentare zu “Unter einer Bedingung

  1. Ziemlich primitive Politik, diese chinesische.
    Und was passiert, wenn PY einknickt? Dann wird viel Fleische exportiert. Die Erlöse gehen voll in die Taschen der hiesigen Poderosos, die Idioten von Marktbeobachter in der ganzen Welt werden begeistert applaudieren, und die Paraguayer werden noch mehr für ihr Grundnahrungsmittel bezahlen müssen.
    Ach ja: und auch die Greta dürfte genervt sein.

  2. Ist doch einfach: Paraguay sollte alle Festlandchinesen rauswerfen, keine Produkte „Made in China“ mehr zulassen und einen eigenen Handelskrieg anfangen.
    Das waere ein Fest der Prinzipien, was?
    Ansonsten an die Nachbarlaender der Chinesen verkaufen und die reichhaltige Erfahrung der paraguayer im Schmuggel mit ihnen Teilen.

    1. Super… da wären im Angebot: “ Russland, Nepal, die Mongolei, Myanmar, Vietnam oder vielleicht Kasachstan…….
      Allerdings kommt man hier mit den Erfahrungen des „Clorinda-Trails“ nicht sehr weit…

  3. Hallo Leute, was verlangt ihr denn von einem “ Hilfsschüler“ den großen Überblick? Vorrausschauende Entwicklung? die Erwartungen müssen 0 sein. Alles andere Ist „Wunschdenken“

  4. …besser noch: Trump nacheifern und 20% Zoll zusaetzlich auf alle Produkte mit „Made in China“ Label rauftun.
    Das wuerde die chics zwar nichts anhaben aber dafuer die nationale oder Mercosurwirtschaft Anspornen die Dinger in Suedamerika selber herzustellen. Wie Indien es tut: Apple darf da nicht iPhones importieren (koennte, aber die haben heftige Zoelle drauf) oder vertreiben wenn das Ding nicht in Indien mit mindestens 75% indischen Materialien oder Arbeit hergestellt wurde. Samsung wurde so auch gezwungen innerhalb Indiens eine Smartphonefabrik aufzubauen. Dasselbe machen die mit Autos.
    So habens ja die Chinesen bis dato mit den Amis getrieben: selber erhoben sie horrende Strafzoelle auf amerikanische Produkte, wollten aber chinesische Produkte zollfrei in die USA en masse verkaufen – wa sie dann auch waehrend 40 Jahre schon tun bis Trump kam.
    Sie wollen ihre Produkte in Paraguay verkaufen aber selber lassen sie paraguayische Produkte nicht nach China – dasselbe Spiel also.
    Paraguay koennte ja sagen: da ihr kommunistisch seid so gibts keine Importe eurer Waren mehr – werdet erstmal kapitalistisch. Damit waere der Handelskrieg dann eingelaeutet.
    Letztendlich kann Brasilien durchaus die meisten chinesischen Produkte ersetzen und selber herstellen. Nur eben die Brasilianer sind generell teurer als die Chinesen und brasilianische Firmen lassen sogar in China fertigen – z.B. ich las letzt auf einem Wap Staubsauger „Made in China“ wobei Wap eine brasilianische Firma ist.

    1. @ KGvO

      …Ist ja alles toll so- mal eben einen Handelskrieg entfachen und mit dem Hammer drauf schlagen….
      Aber mal ehrlich: “ Paraguay = 6.943.739 Einwohner, China = 1 408 526 449 Einwohner – mit welchen wirtschaftlichen Waffen will Paraguay einen Handelskrieg einleiten? Paraguay hat eine negative Handelsbilanz. Der Import aus China dürfte etwa bei 3,5 Milliarden liegen. China hat 2018 insgesamt 2,5 BILLIONEN US DOLLAR exportiert. Die lachen sich doch tot wenn Paraguay damit droht einen Handelskrieg zu entfachen und Strafzölle zu erheben.
      Vielleicht schicken die Chinesen ein paar Millionen siedlungsfreudige Menschen und lösen das Problem auf ihre Weise…..

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