Unvorhersehbarer Richtungswechsel bei Untersuchung von Vierfachmord

Filadelfia: Nach Ende aller Verhöre und der Einschätzung aller Aussagen kam Staatsanwalt Héctor Velazquez zu einer neuen Einschätzung, wodurch zwei Personen entlastet und zwei andere schwer belastet werden.

Die Brüder José und Carlos Vera Medina sind quasi schuldfrei anzusehen was den Mord angeht, da sie, so glaubt die Staatsanwaltschaft seit gestern Nachmittag, wirklich nur zum Abholen einiger Habseligkeiten am Freitag auf der Estancia waren. Ihr Alibi war wasserdicht. Was die Bildung einer kriminellen Vereinigung und Viehdiebstahl angeht gibt es Zweifel.

Im Hinblick auf der Capataz Vicente Ramírez und seine Frau Elizabeth Duarte sieht es nun anders aus. Sie beide waren es laut Einschätzung der Staatsanwaltschaft, die alle vier Personen umgebracht haben. Zu der Auffassung kam man auch, da Ramírez ein Motiv lieferte. Er gestand ein, dass sein Arbeitgeber ihm noch nicht den Lohn zahlte und es deswegen zu einer Diskussion kam. Elizabeth Duarte soll den 8-jährigen Jungen erschossen haben. Sie waren von Dienstagnachmittag bis Freitag allein auf der Estancia Taguató mit den Leichen im Abwasserschacht. Die Vergewaltigung durch die Brüder war frei erfunden.

Der Veterinär Juan Casimiro Galeano Núñez wird als Ideengeber des Viehdiebstahls angesehen, da er die Möglichkeit lieferte, die Tiere legal zu einem Schlachthof zu bringen.

Wochenblatt / Ministerio Publico

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5 Kommentare zu “Unvorhersehbarer Richtungswechsel bei Untersuchung von Vierfachmord

  1. Kuno Gansz von Otzberg

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    Was zeigt eigentlich dieses hin und her? Nun niemand hat wirklich Beweise. Indizien, Motive, Vermutungen, Hoerensagen, der Mob der Viehzuechter will Lynchjustiz, ein Suendenbock muss her. Das ist alles.
    Also haben die vermeintlichen Fotos vom Rasenmaehen der Vera Brueder zur Tatzeit – den Tatzeitpunkt kann man wenigstens an den Leichen in Tage und grobe Stundenanzahl des Verwesungsgrades und Larvenbildung grob bestimmen – diese doch entlastet. Na ja ich hoff nur das nicht ganz 25 Leguas sich mit den Veras solidarisiert denn ein Lateiner verbruedert sich sehr leicht und sieht die Moerder als Helden an. Waere wohl das erste mal in der Kriminalgeschichte Paraguays dass ein Veterinaer einsitzen muss – “aber Dottore doch nicht“!! Klar muss es einen Connosseur der Senacsamaterie geben den die anderen schimpansenaehnlichen Figuren duerfte glatt der Verstand festfahren wenn sie ueber so komplizierte Dinge nachdenken sollten. Da duerfte dann ein heimlicher Streit schwelen zwischen dem Kopf der Bande und dem offensichtlich sehr reichen Eigentuemer – einen F-250 faehrt nicht irgendwer. Oderves gibt schon zu viele Dottores der Tierzucht dass diese zu Strauchrittern verkommen und Ueberfaelle planen um sich ueber Wasser zu halten. Auch in den Mennonitenkolonien gibt es genug Dottores die nur knapp was zu beissen haben und nirgendwo Anstellung bekommen, einige wurden sogar schon Wirt zwischendurch.
    Dass die Frau des Capataz die Kinder ermordet hat, das ist aus psychologischer Sicht unwahrscheinlich denn normalerweise verspuert eine Frau hemmungen Kinder zu toeten. Rine Frau schiesst auch normalerweise aus kriminologischer Sicht nie sondern vergiftet oder schneidet Adern durch. Ins Gesicht schiesst eine Frau praktisch nie nach den Statistiken der Kriminologie. Allerdings war wohl der 22 WMR Rifle fuer die Frau bestimmt und die Schrotflinte fuer den Capataz. Er hat nicht bezahlt bekommen bis zum 14. Juli? Diese 14 Tage ueberfaelligkeit machen allerdings jeden paraguayer nervoes obwohl das Gesetz bis zu 15 Tage Ueberfaelligkeit erlaubt eben fuer solche entlegenen Viehbetriebe. Ein Motiv ist das. Aber wie den Leuten eine Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung nachzuweisen ist das wirklich schwierige ohne deren Telefondaten und wirkliche Telefonmitschnitte der Gespraeche – sicherlich hatte keiner von diesen eine Anrufbeantworter App installiert die sutomatisch alles mitschneidet was rein und raus geht.
    Die Geschichten werden immer seltsamer und Beweise gibts wohl keine. Das einzig sichere ist dass wer es getan hat und dass es Leichen gibt.

  2. Hierzu möchte ich einen weiteren Tip geben: jetzt schaut euch doch Mal diesen Typ auf dem Foto an. Ich würde so einen niemals anstellen. Der sieht doch schon aus wie ein Landstreicher mit schlechten Absichten. Früher gab es Mal Bücher darüber auf welche Merkmale im Gesicht man achten sollte um auf die Persönlichkeit eines Mensch Schlüssen können. Zusammengewachsene Augenbrauen, Knollennase, spitzes hinterhältigen Perserkinn usw.
    Die Leute haben ihr Feingefühl verloren, insbesondere die Europamenschen . Aber hier wachen sie dann ganz schnell auf.

    1. Da muss ich Dir widersprechen, so eine Aktion geht nicht ohne Polizei, Staatsanwalt usw. über die Bühne. Ich schätze mal, wenn Gras über die Sache gewachsen ist, er im Knast nicht ermordet wird, die Öffentlichkeit das Interesse verloren hat, ist er wieder draußen. Er wurde ja schon mehrfach als Viehdieb eingesperrt. Der hat Beziehungen nach oben.

  3. Kuno Gansz von Otzberg

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    @Hermine
    25 Jahre ist akkumulierte Hoechststrafe in Paraguay welche vor einigen Jahren auf 30 Jahre (akkumulation) erhoeht wurde.
    Politiker erhoehen immer gerne die Haftstrafen als Appeasement Politik fuer das Volk wobei aber die Erwischungsquote und reale Beweisfuehrung die eigentliche Abschreckungswirkung haben.
    Z.B er wird hypothetisch verknackt zu 20 Jahren fuer den Mord am Eigentuemer + fuer 2 Jahre fuer unterlassene Hilfeleistung + 5 Jahre fuer Teilsein einer kriminellen Vereinigung + 10 Jahre fuer den Mord am Jungen + 10 Jahre fuer den Mord an dem Maedchen + 15 Jahre fuer den Mord an der Oma + 7 Jahre fuer Viehdiebstahl so ergibt das eine Totalsumme von = 69 Jahre Gefaengnis. Die akkumulierte Hoechststrafe ist aber 30 Jahre so brummt der Richter ihm eben 30 Jahre auf. Es ist nicht so wie in USA wo man 3x Lebenslaenglich bekommen kann, bzw nie rauskommt sondern maximal kann man in Paraguay fuer 30 Jahre in der Totalsumme einfahren.

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