Ureinwohner kämpfen gegen Abholzung

Canindeyú: Von der indigenen Gemeinde Chupa Pou im Departement Canindeyú kritisiert der Führer Napoleón Torales die angebliche Invasion von seinem Stammeseigentum. Ihre Wälder werden wahllos abgeholzt und keine Behörde schreitet ein.

„Vor mehr als einem Jahr sind wir von Nachbarn überfallen worden“, klagte Torales.

Die Regierung hat diese Gebiete bereits 1993 für die indigene Gemeinde Chupa Pou enteignet. Seit 2007 besetzt aber der mutmaßliche neue Besitzer, Carlos Volnei Ricardi, ihr Stammesland.

Dieser Grundstückstitel wurde gerichtlich für nichtig erklärt, aber Torales behauptet, dass Ricardi diese Invasionen unter anderem von Bewohnern der Bezirke 7 Montes, Curuguay und Villa Ygatimí logistisch finanziert.

Gleichzeitig behaupten die Ureinwohner, von den Invasoren bedroht und eingeschüchtert worden zu sein, die in früheren Jahren ältere Erwachsene in der Gemeinde körperlich misshandelt hätten.

Der Fall wird seit 2018 als “Untersuchung der strafbaren Handlung von ausländischem Eigentum“ untersucht, angeführt von Staatsanwalt Jorge Romero, begleitet von der Institution für die Rechte der Indigene (Indi), der Rechtsanwältin Dora Penayo.

Auch die Nationale Forstbehörde INFONA ermittelt in der Angelegenheit und bestätigt die “Zerstörung von Waldmasse und die Entwaldung durch die Invasoren“.

„Hinzu kommt, dass die zuständigen Behörden nicht tätig geworden sind“, beklagt Torales die Untersuchung, die von einem Staatsanwalt aus Curuguaty durchgeführt wurde, der jedoch als befangen galt, weshalb der Fall einem anderen Staatsanwalt zugeteilt wurde, aber ohne enge Begleitung des Instituts für die Rechte der Ureinwohner, Indi und der Staatsanwaltschaft für ethnische Belange. „Die am stärksten ausgegrenzten sind immer die Ureinwohner. Zwangsräumungen, Verfolgung aller Gemeinschaften sind an der Tagesordnung und wir müssen praktisch immer um Hilfe bitten, umso die Aufmerksamkeit auf die entsprechenden Institutionen zu lenken“, klagte Torales.

Wochenblatt / La Nación

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3 Kommentare zu “Ureinwohner kämpfen gegen Abholzung

  1. Old Tschätterhänd

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    Dass die zuständigen Behörden nicht tätig geworden sind kenne ich auch aus eigener Erfahrung. Und ich bin kein kein Winnetou, sondern old Tschätterhänd. Gilt also auch für Gäste im Lande, einzig ihre Plata hier abzuladen herzlich willkommen sind hiesig Gesetze einzuhalten. Was aber nicht heißen will, Behörden seinen nicht tätig geworden, wenn ich meinen Müll abgefacktelt und der Gestank zum Bueneducado ins Haus zog. Denn von einem bueneducado Christen, der in Europa eine schöne Jugend hatte und zwangsläufig viel Plata beseitzt, die er zu verschenken hat, wird erwartet, dass er nicht mehr üben muss, um ein Streichholz an der richtigen Seite zu halten. Da darf man nicht so egositisch sein und verlangen, dass sich Eingeborene an die Gesetze des Landes halten müssen, sie über ja nur. Da können die Behörden auch nicht aktiv werden. Zumal auch Behörden Müllgebühr einsparen, da auch für Sie Bier, Streichhölzer und Müllabfuhrgebühr zusammen einfach demasiado caro ist. So halten sich halt auch hiesig Behörden nicht an hiesig Gesetze, ersten bekommen sie ihren Lohn auch mit Nichtstun und zweitens sind sie ja keine Ausländer. Wer wird sie schon anzeigen außer ein paar Winnetous oder Old Tschätterhänds, und wenn, auch egal, todo tranqui, grinsen mal freundlich auf dem Stockzähnen ins Gesicht und noch mehr, wenn er wieder abgezottelt ist. So spart man sich, dass er jemals wieder kommt. Ist doch schlau, oder? (Nein @Rolf, das war keine Frage an Sie gerichtet).

  2. Nun, wenn die ureinwohner keine Chanche haben, wer dann?
    Die haben wenigstens Freigabe um mit Pfeil und Bogen zu schiessen?
    Würd ich ihnen auch anraten wenn sie diese Abzieher loswerden wollen?

  3. Kuno Gansz von Otzberg

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    Es liegt doch auf der Hand dass wenn jemand vom Ausland Land ankauft oder besitzen will, dieser daran denkt den Busch zu roden und eine wirtschaftliche Aktivitaet auf dem Land zu realisieren. Dasselbe fuer andere weisse Minderheiten im Land. Niemand wird sich Land kaufen um es nur zu kaufen.
    Daher sind die Indigenen die besten Foerster die man sich vorstellen kann denn diese haben nie zum Ziel wirklich umfassende wirtschaftliche Aktivitaeten auf dem Land zu machen.
    Ist doch logisch.
    Jetzt, was her muss um den Waldbestand wirklich zu erhalten sind finanzielle Ansporne wie EU oder Vereinigte Nationen Subventionen die fuer jeden erhaltenen Hektar Wald dem Besitzer gezahlt wird. So, und nur so haben alle ein Interesse daran den Wald nicht zu roden wenn man davon leben kann.
    Also ein finanzieller Ausgleich fuer intakten Waldbestand als „Lunge der Erde“ muesste bald schon drinnen sein. Solange das nicht ist, haben nur Indigene (also Indianer) wirklich einen Ansporn wirklich effektiv sich fuer den Waldbestand einzusetzen – und bei allen anderen ist es nur reine Farce wenn sie von Walderhalt palavern.
    Das sind nun mal realitaeten.
    Die Internationale Staatengemeinschaft muesste das „Waldgeld“ finanzieren, indem man das Geld den Laendern abkassiert die wiederum diejenigen die expansive Wirtschaft betreiben und viel kahles Land haben, diese Summe abkassiert als Zusatzsteuer.
    Deswegen genau gibts keine Indianer bei der nationalen Forstbehoerde weil diese auf einmal wirklich was tun koennten.
    Durch das Laborfleisch kann ja ab ende 2019 schon praktisch 50% des Weltbedarfs an Hackfleisch gedeckt werden wo dann auch etwa 50% der Landwirtschaftsflaechen frei werden fuer direkte Lebensmittelproduktion fuer den Menschen. Ende 2019 sollen die Verkaufsgenehmigungen fuers Laborfleisch in mehreren asiatischen Laendern in kraft treten.

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