Venezuela: Paraguay fordert Referendum – Maduro attackiert Cartes

Caracas/Asuncion: Der Präsident von Venezuela, Nicolas Maduro, reagierte erboßt auf die von Paraguay eingenommene Haltung, ein Referendum, welches ihn des Amtes entheben soll, zu fordern.

Der Mandatsträger des Karibikstaates erklärte den Fall als etwas innenpolitisches, was demnach niemand aus dem Ausland etwas angehe. Dabei vergaß er anscheinend, dass auch er sich 2012 vor dem Amtsenthebungsverfahren in Paraguay aktiv einmischte.

Laut Maduro darf sich keine einzige Regierung dieser Erde eine Forderung des Referendums für seine Amtsenthebung fordern darf. Kritik erntete auch mal wieder der Oppositionsführer Henrique Capriles, der sich gerade auf einer Südamerika Tour befindet und sich mit mehreren Staatschefs traf, darunter Horacio Cartes.

„Zu mir darf keiner kommen und sich anmaßen über das Referendum zu sprechen. Das ist eine Sache die nur Venezuela angeht. Ich komme auch nicht daher und sage dem Präsident von Paraguay, Cartes, den ich gut kenne, dass er die Verantwortlichen für die Absetzung von Fernando Lugo bestraft“, so Maduro.

Ex Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles wurde von Paraguays Präsident Horacio Cartes, Argentiniens Präsident Mauricio Macri und dem brasilianischen Außenminister José Serra empfangen.

Die venezolanische Opposition, vereint am Tisch der demokratischen Einheit (MUD), arbeitet an der Aktivierung des Referendums was die Amtszeit von Maduro verkürzen soll. Dazu wurden 1,3 Millionen Unterschriften gesammelt, sechs Mal mehr als notwendig.

Erst gestern sagte der paraguayische Außenminister Eladio Loizaga bei der 46. Vollversammlung der Organisation Amerikanischer Staaten in Santo Domingo, Dominikanische Republik, dass Paraguay die außerordentliche Sitzung am kommenden 23. Juni unterstützt. Das Außenamt ist für die Eröffnung des Referendums, um eine demokratische Lösung für das Problem zu finden.

Am 22. Juni 2012 kamen die Außenminister der Mercosur und Unasur Länder überstürzt nach Paraguay, um sich in interne Belange Paraguays einzumischen und die Amtsenthebung Lugos zu unterbinden. Als Vertreter Venezuelas war damals Nicolas Maduro als Außenminister vor Ort und versuchte das Militär davon zu überzeugen, Lugo während und nach dem Amtsenthebungsverfahren die Treue zu halten. Dies war eine offensichtliche Einmischung in interne Belange eines anderen Landes.

Quelle: Abc Color

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6 Kommentare zu “Venezuela: Paraguay fordert Referendum – Maduro attackiert Cartes

  1. Sie bieten hier Ihren Lesern an Kommentare zu schreiben, aber diese Kommentare werden offensichtlich nicht veröffentlicht – oder hat bis jetzt noch niemand etwas geschrieben? Eine Meinung abzugeben, die nur Sie lesen (oder auch nicht, sondern gleich löschen) hat für uns User keinen Sinn.

  2. ich finde es schön, dass man hier wieder kommentare schreiben kann um seine persönliche meinung zu gewissen themen darzulegen. zu hoffen ist allerdings, dass dies mit gegenseitigen respekt vonstatten geht. hasskommentare wie auch schon in vergangener zeit hier und in gewissen anderen fohren sind alles andere als erbaulich. die ständigen angriffe auf alles was „links“ ist kann man einfach nicht mehr hören, dass sollten sich gewisse leute einfach einmal bewusst sein.
    mit freundlichen grüssen

  3. Es schön und gut was man Manduro in die Schuhe schiebt.Wer bezahlt eigentlich die Leute mit der großen Klappe, die NRO´s .
    Die Bürger haben gewählt und sie werden wählen wenn seine Amtszeit zu Ende ist.Bis dahin bitte Warten,das ist auch Demokratie.
    Ob man Links oder Rechts ist da egal, Wahl ist Wahl!

  4. @juan manez
    Es gab hier im Wochenblatt eine 8 Monate Kommentar sperre.

    “Nach vielen Diskussionen und langem Zögern geben wir heute die Einstellung der Kommentarmöglichkeit zum 01. Oktober bekannt, der Nutzen ist aus unserer Sicht begrenzt und rechtfertigt nicht den Aufwand.”
    https://wochenblatt.cc/nachrichten/ein-jahr-neue-redaktion/38732

    @Wochenblatt
    Ich find es gut das man wieder Kommentar abgeben darf 😉

    ABER liebes Wochenblatt woher kommt das umdenken ?
    Habt ihr mehr Zeit damit es den Aufwand rechtfertigt ????

  5. Lugos Sturz, war ein Putsch! Ebenso wird es jetzt mit Venezuels vesucht. Schade nur, dass sich die Opposition dazu einspannen lässt. Maduro wurde von der Mehrheit des Volkes gewählt, ebenso wie einst Lugo in Paraguay. Was die Mercosur damals vor hatte, wird aktuell ganz Europa aufgedrückt, oder besser formuliert, zwangsverordnet. Einziger Unterschied: Mercosur stand nicht unter der Fuchtel USA. Das hätte dem Imperealismus geschadet, deshalb musste damals Lugo unbedingt weg. Die jetzige Regierung Paraguays ist ja wieder auf dem „richtigen“ Kurs, nähmlich Pro-USA, aus der Sicht der Imperialisten. Die USA setzt alles daran, die Staaten in Südamerika zu destabilisieren. 1. Paraguay – Lugo gestürzt. 2. Argentinien- Kirchner gestürzt. 3. Brasilien- Rousseff, jetzt 4. Maduro. Wer ist als nächster auf der Abschussliste? Bolivien? Uruguay? Jeder der sich von USA für deren Zwecke einspannen lässt, unterstützt den Imperialismus! Leider lässt sich auch die Regierung von Paraguay dafür missbrauchen. Ich kann voll und ganz verstehen, dass Venezuela sauer reagiert, haben sie doch Paraguay die Schulden großzügig gestundet. Ganz ehrlich, wer würde an der Stelle Venezuellas nicht auch handen?
    No paar Sätze zum Nachdenken: https://amerika21.de/analyse/153300/andere-perspektive

  6. Ach übrigens: auf http://www.amerika21 gibt es auch mal Themen, die nicht USA-hörig sind und die Themen auch mal aus einer anderen Perspektive darstellen. Anders eben als Einheitsbrei aus der Medienagentur (Atikel- und Fachpressefabrik) Reuthers.

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