Verheerendes Unwetter in Asunción

Ein extrem starkes Unwetter mit schweren Sturmböen und Hagel verwüstete am Freitagmorgen Asunción und acht weitere Städte im Departamento Central. Die nationale Notfallbehörde wollte helfen, konnte aber nicht, wegen zu schlechtem Wetter, hieß es.

Die Regierung beschloss kurzerhand, Militärangehörige zur Unterstützung bei den Aufräumarbeiten zu entsenden. Neben Asunción traf es besonders Ñemby, Ypané, Guarambaré, Villeta, Itá, Itauguá, Capiatá und J. Augusto Saldívar.

Über die Anzahl der Betroffenen herrscht zurzeit noch Unklarheit, das Sekretariat für Nationalen Notstand (Secretaría de Emergencia Nacional – SEN) hat aber inzwischen mit einer Erhebung begonnen.

Laut der ANDE kam es zu 119 Schäden an Stromleitungen, dadurch hatten etwa 300.000 Haushalte in Asunción und Central zeitweilig keinen Strom, bis zum Mittag war fast die Hälfte der Leitungen wieder funktionsfähig. Der Vorsitzende der ANDE, Víctor Romero, sprach von Schäden in einer Dimension wie niemals zuvor in der Geschichte des staatlichen Stromversorgers. Neben umgefallenen Bäumen trennten verwehte Werbeschilder zahlreiche Leitungen, sagte Romero.

Laut dem Wasserversorger Essap haben momentan sieben Städte keine Trinkwasserversorgung. Die Feuerwehr berichtet von 27 eingestürzten Häusern und 30 weggespülten Fahrzeugen. Das Notfallkrankenhaus “Emergencias Médicas” hatte zwar Strom, musste aber dennoch die geplanten Operationen absagen, da es in die Operationssäle regnete.

Gemäß der Wetterbehörde bleibt es im weiteren Verlauf des Freitag ruhig, für Samstag wird aber ein vergleichbares Unwetter erwartet.

Quellen: Última Hora, ABC Color

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