Verkauf von Feuerwerkskörpern an Minderjährige verboten

Asunción: Der Kongress verabschiedete ein Gesetz, das den Verkauf von Feuerwerkskörpern an Minderjährige verbietet. Die Geldstrafe kann bis zu 1,7 Millionen Guaranies betragen. Mario Abdo Benítez, Präsident der Republik, muss entscheiden, ob er das Gesetz erlässt oder ein Veto einlegt.

Der Senat ratifizierte erneut den Gesetzentwurf, der das Verbot des Verkaufs von Feuerwerkskörpern an Kinder und Jugendliche festlegt. Es sei daran erinnert, dass dieses Dokument Mitte September von der Abgeordnetenkammer abgelehnt wurde. Mit dieser Ratifizierung geht es jedoch direkt zur Verabschiedung oder zum Veto an die Exekutive.

Das Dokument legt insbesondere das Verbot des Verkaufs von Feuerwerkskörpern an Minderjährige fest. Und schließlich die Beschlagnahme der Waren der gegen das Gesetz verstoßenden Unternehmen mit einer Geldstrafe von fast 1.700.000. Guaranies.

Die Einnahmen aus den Geldbußen gehen zu 20% an das Ministerium für Industrie und Handel (MIC), weitere 50% an das Kinderministerium und schließlich die restlichen 30% an die Gemeinde, in der die Straftat begangen wurde.

Mirta Gusinky, Senatorin der ANR, erklärte, das Ziel sei der Schutz von Kindern und Jugendlichen, weil es in dem Sektor viele Unfälle gebe. „Wir halten diese Initiative für zeitgemäß und sachdienlich. Ziel ist es, die Auswirkungen und schwerwiegenden Folgen des Einsatzes von Pyrotechnik zu mildern“, sagte die Politikerin.

Mitte September beschloss das Unterhaus, diese parlamentarische Initiative abzulehnen, da sie nicht anwendbar sei. Mit anderen Worten, eine Mehrheit der Abgeordneten argumentierte, dass es unmöglich sei zu kontrollieren, dass Kinder und Jugendliche diese Feuerwerke nicht kaufen.

Tadeo Rojas (ANR) erklärte damals, dass der Kodex für Kinder und Jugendliche bereits das Verbot des Verkaufs an Minderjährige festlege. Er betonte auch, dass weder das Industrieministerium noch das Ministerium für Kinder und Jugendliche in der Lage seien, die Kontrollen zu überwachen.

Die paraguayische Vereinigung der Eltern und/oder Erziehungsberechtigten von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung fördert die Kampagne “Zero Pyrotechnics“. Diese Initiative wird seit ihrem Beginn im Jahr 2019 zum zweiten Mal in Folge durchgeführt.

Diana Villaba, Präsidentin des Vereins, wies darauf hin, dass das diesjährige Motto lautet: “Das einzige, was explodiert, ist ein Lächeln.“

„Einige erschrecken sogar, weil sie nicht wissen, wie sie mit diesen lauten Geräuschen umgehen sollen. Wir wissen auch, dass es Verstümmelungen bei Kindern und Jugendlichen gibt, die diese Knallkörper verwenden“, sagte sie.

Villalba beschreibt, dass sich Familien in solchen Situationen in ihren Zimmern oder im Badezimmer einschließen. Andere, die es können, fahren ins Landesinnere, um die Feierlichkeiten zu verbringen.

„Wir wollen wie alle anderen in Frieden feiern, aber wir können nicht“, beklagte sie sich.

Schließlich kündigte Villalba an, dass sie auf die Unterstützung anderer sozialer Organisationen zurückgreifen werden. Zum Beispiel die Behörde Senadis (Nationalsekretär für die Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen).

„Die Idee ist, dass wir nächstes Jahr mit allen Sektoren sprechen werden, da es jetzt das Ende des Jahres ist. Wir wissen, dass bei einem Fußballspiel oder bei politischen Kundgebungen das Gleiche passiert wie bei Feiern zum Jahresende. Wir müssen auch mit den Unternehmen reden, die davon leben“, sagte sie.

Mit anderen Worten, der Verband besteht auf Feuerwerkskörpern, die die Lärmemissionen reduzieren.

Wochenblatt / El Independiente / Paraguay.com

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3 Kommentare zu “Verkauf von Feuerwerkskörpern an Minderjährige verboten

  1. Ja, „wir halten diese Initiative für zeitgemäß und sachdienlich.“ Welcome Paragauy im Jahre 2020 (1620) Lokalzeit. Die Frage ist halt ob dies nur für das Alter auf dem Ausweis gilt oder auch das mentale Alter. Dann könnte wohl kein einziger Paragauyaner mehr legal ein Fosforito kaufen. Naja, ersteres wird der Fall sein und beim Gang zum FrischBilligPolarBierPack und FrischStreichhölzlMüllabfackel kann Papa und Mama noch etwas für die Erziehung mitbringen. Früh übt sich was später Meister werden will. Ich glaube daher nicht, dass diejenigen, die täglich – auch bei Regenwetter – bemüht sind ein Streichhölzchen richtig herum zu halten, um ihren Müll abzufackeln, währen ihrer Kindheit genügend Übung bekommen haben. Doch was sein muss, muss sein, die Ratten im Müll müssen täglich abfackeln, nicht dass die Paragauyaner noch mit angeknabberten Zehen aufwachen.

  2. Das Verbot war schon mehr als überfällig. Doch wird es was nützen? Eher nicht. Es sind doch die Eltern selbst, die ihren Kindern kiloweise Knallkörper schenken, damit diese auf den Straßen von morgens bis abends Lärm verursachen können und ihre Nachbarschaft, sowie alle Haustiere, damit malträtieren können.

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