Verkaufseinbußen von bis zu 80% in Ciudad del Este wegen politischer Krise

Ciudad del Este: Das geschäftige Treiben, was Ciudad del Este einst so bekannt machte ging so weit zurück, dass nur noch jeder 5. Besucher die Grenze nach Paraguay passiert. „Zwischen Freitag und Samstag verkauften wir so gut wie gar nichts“, erklärte Alejandro Manah von der Handelskammer der Provinzhauptstadt von Alto Paraná.

Der Geschäftsmann erklärte, dass die Busse die sonst die Touristen nach Foz de Iguazú brachten, wegen einer möglichen Sicherheitsgefährdung die Reisen nicht antraten. Ebenso sprachen viele davon, dass die Grenzbrücke geschlossen werde, was die Angst noch weiter schürte. Ein weiterer Punkt der gegen den Einkauf in Ciudad del Este sprach war die Unklarheit ob international bestehende Zollregeln noch gelten oder alle getätigten Einkäufe illegal sind.

„Tatsächlich gab es viele Zweifel und die Touristen wollten nichts riskieren“, so Manah.

Der Umsatz ging auch schon vor der politischen Krise in der Stadt zurück. Einziger Grund dafür war die schwache brasilianische Währung, die den Tiefpunkt der letzten drei Jahre erreichte. Erst wenn sich das Verhältnis bessert, denken die Brasilianer erneut an Shoppingtouren in Ciudad del Este. Von der Handelskammer wird befürchtet, dass im kommenden Juli, Urlaubszeit an brasilianischen Schulen, der Kurs weiterhin tief und die politische Lage im Land weiterhin unklar ist.

„Wir hoffen jedoch, dass sich die Situation normalisiert, die Zweifel verfliegen damit wir unsere Verluste mindern und einen schönen Juli haben können, wie in den vergangenen Jahren“, so Manah.

Neben Ciudad del Este konnte man die leere auch in anderen Grenzstädten wie Encarnación oder Salto del Guairá feststellen.

(Wochenblatt / La Nación)

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6 Kommentare zu “Verkaufseinbußen von bis zu 80% in Ciudad del Este wegen politischer Krise

  1. Na, mal schauen wie lange die Freude über diese neue Regierung wohl anhält. Ich denke diese Krise ist noch lange nicht ausgestanden,aber was solls,Hauptsache ein neuer President ist am Ruder.(Ironie)

  2. Schon sehr rasch wird Paraguay und die umliegenden Länder wieder zur Tagesordnung übergegangen sein. Der neue Presidente hat mit seiner raschen Kabinettumbildung und dem Rückhalt durch den Kongress Mut und Durchsetzungsvermögen bewiesen. Dies schafft zunehmend Vertrauen in der Bevölkerung und in den Nachbarstaaten. Offensichtlich ist er sich seiner schweren Aufgabe bewußt. Als Chirurg ist er dazu prädestiniert seine kostbare Energie dem Patienten Paraguay zu widmen. Wir wünschen ihm daß er seine künftigen Reformen zum Wohle der Bevölkerung in Übereinstimmung mit den Partidos gestalten und durchsetzen wird.

    1. Warten wir ab, was Herr Lugo beim Treffen der MERCOSUR für SICH erreicht. Daraus erst ergeben sich die Möglichkeiten, die der aktuelle Präsident hat. Ausserdem, was kann er Grosses in 13 Monaten bewegen? Allerdings darf er, laut Aussagen einiger paragayischer Bekannten im Jahr 2013 regulär gewählt werden. Ich muss allerdings erwähnen, dass ich persönlich das nicht weiß.

  3. Man darf auch nicht vergessen das die verschiedenen
    gewaltigen Verkäufe an den verflossenen Freitagen viele Kunden genutzt haben um einzukaufen und daher schon vielfach beabsichtigte Käufe vorweg genommen wurden.

  4. Aus meiner Sicht sind das vorgeschobene Gründe. Die Brasilianer sind einfach satt nach dem letzten Black Friday! Es wird m.E. nichts gewaltiges passieren. Franco wird einen schweren Job machen müssen, aber es wird mit Sicherheit keinen Aufstand hier geben. Denn die Geldquelle Lugo ist bis auf weiteres versiegt.

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