Emboscada: Die ehemalige Staatsanwältin Graciela Carolina Bogado wurde als vermisst gemeldet, nachdem sie die Haftanstalt Penitenciaría Nacional de Emboscada verlassen hatte, wo sie eine Strafe verbüßte. Anscheinend stieg sie in einen Bus und ist seither spurlos verschwunden.
Wie ihre Angehörigen mitteilten, leidet die 68-Jährige an Alzheimer und weiteren gesundheitlichen Problemen, was die Sorge um ihren Verbleib massiv verstärkt. Sie saß eine Strafe von 3,5 Jahren ab, nachdem sie ein Lager der Staatsanwaltschaft zerstörte und Beweise dadurch vernichtete.
Ihre Tochter, Karina Rolón, erklärte gegenüber dem Radiosender 1020 AM, dass sie vorab Kontakt mit der Gefängnisleitung aufgenommen hatte, um anzukündigen, dass sie ihre Mutter abholen würde. Als sie jedoch am Gefängnis eintraf, war die Frau bereits entlassen worden.
Der Anzeige zufolge sollen Mitarbeiterinnen der Vollzugsanstalt ihr Geld für die Fahrkarte gegeben haben. Es wird vermutet, dass die Frau gegen 08:00 Uhr morgens in einen Bus der Linie 48 gestiegen ist.
Seit diesem Zeitpunkt gibt es keine Informationen über ihren Aufenthaltsort. Dies führte zur offiziellen Vermisstenanzeige und der Bitte um Mithilfe aus der Bevölkerung.
Die Familie fordert von den Gefängnisbehörden eine Erklärung über das Vorgehen bei der Entlassung – insbesondere in Anbetracht ihres Gesundheitszustands und der fehlenden angemessenen Begleitung beim Verlassen der Anstalt.
Wochenblatt / El Nacional















