Viele nehmen frei, auch die Müllabfuhr

Zwischen Weihnachten und Neujahr versuchen viele Arbeitnehmer Urlaub zu bekommen damit sie mit ihren Familien feiern können, das geht jedoch nicht in allen Sparten, insbesondere die Supermärkte brauchen Personal um Kunden bedienen zu können, für die Angestellten der städtischen Müllabfuhr in Asunción gilt dieses Dogma aber nicht.

Der Bürgermeister der Hauptstadt lobte die “großen Leistungen“ seiner Bediensteten, sie hätten 245.000 Tonnen Müll im Jahr 2014 gesammelt. Im Augenblick ist aber die “grüne Hauptstadt“ übersät mit Abfallbergen.

In ihrem Bericht über das abgelaufene Jahr 2014 lobte Arnaldo Samaniego die herausragende Arbeit der Müllabfuhr und trat damit Beschwerden von Bürgern entgegen, die einen mangelnden Service in dieser Sparte beklagten. Trotz dieser sogenannten “Errungenschaften“ schaut die Realität anders aus, Müllsäcke schmücken die Gehwege und verstopfen Abwasserkanäle.

Die Direktorin des Abfallamtes, Stella Maris Azuaga, verteidigte die Vorwürfe, „der Mangel am Service entstehe durch die Feiertage. In einigen Wochen werde sich der Service normalisieren. Wir installieren im Moment mehr Mülldeponien um eine bessere Effizienz im Hinblick auf die Entsorgung der Abfälle zu erreichen“, sagte sie.

Ich sprach mit einem Taxifahrer, Ramon Rodriguez, er sagte: „Es ist eine Frechheit über die Feiertage, wo sich auch viele Touristen in der Hauptstadt aufhalten, diesen Service einzustellen. Sie denken, wir leben auf einer Müllhalde. Ich arbeite 24 Stunden damit Fahrgäste zu jeder Zeit einen guten Service bekommen, warum machen andere Urlaub und verschandeln unsere Hauptstadt?“ , beklagte er.

Der Bürgermeister bleibt aber bei seinem Standpunkt, Asunción ist die “grüne Hauptstadt Lateinamerikas“, was offiziell auch richtig sein mag. Des Weiteren erklärte er, dass man die Verschuldung im Stadthaushalt von 155 Milliarden Guaranies auf derzeit 25 Milliarden Gs. gesenkt habe. Kostensenkung, anscheinend um jeden Preis, auch beim Service.

Quelle: ABC Color

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