Vierfachmord im Chaco: Zwei Angeklagte bekommen plötzlich Hausarrest

Mariscal Estigarribia: Obwohl zwei Gesuchte in dem Fall noch auf der Flucht sind, erteilte Richter Aníbal Ortíz Hausarrest für zwei bisher Inhaftierte. Viele fragen sich was er damit bezwecken will.

Nach dem grausamen Vierfachmord auf der Estancia Taguató, wo mehr als 120 Rinder gestohlen wurden, klagte man unter anderem Ricardo Emilio Ramírez Caballero wegen Viehdiebstahl, schwerem Raub, und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung an. Kaum vergingen zwei Wochen in Haft konnte er nun den Richter überzeugen, dass er die Untersuchung nicht behindert oder gar flieht.

Die gleiche Maßnahme wurde auch Miguel Ángel González Abreu erteilt, der für die Senacsa arbeitete und Rinder auf einer Estancia impfte, die es gar nicht gibt und somit Dokumente ausstellte, die gefälscht waren. Ebenso klagte man ihn wegen Viehdiebstahl, schwerem Raub und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung an. Jeder von ihnen zahlte 100 Millionen Guaranies als Kaution.

Die Maßnahmen überraschen das Untersuchungsteam, da diese Personen direkt in das Gesamtverbrechen involviert sind, eine Strafe von 10 Jahre erwarten und nicht wirklich garantieren können, dass sie die Flüchtigen Informationen zukommen lassen. Untersuchungshaft hätte bei dem Strafmaß wieder Bestand haben müssen.

Die anderen Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft in Concepción und in Buen Pastor, Asunción. Es handelt sich dabei um Vicente Ramírez Acosta,, seine Ehefrau Elizabeth Duarte Villalba, beide angeklagt wegen Mord, schwerem Raub, Viehdiebstahl und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Der Veterinär Juan Casimiro Galeano Núñez, der als Initiator angesehen wird, ist ebenso hinter Gittern wie auch Alberto Chamorro Barreto, Fahrer und Eigentümer eines der Viehtransporter, wie auch José und Carlos Vera Medina, die bei der Flucht halfen und die Tiere mit zusammengetrieben haben sollen. Aureliano Valiente Duarte der mit seinen Gutscheinen die Tiere an den Schlachthof in Belén verkaufte hatte von Beginn an Hausarrest. Gesucht wird ein gewisser Martinez, der als Sekretär des Veterinärs agierte und eine weitere Person, deren Name nur den Ermittlern bekannt ist.

Wochenblatt / Abc Color

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

3 Kommentare zu “Vierfachmord im Chaco: Zwei Angeklagte bekommen plötzlich Hausarrest

  1. war mir schon klar,das da „hohe Tiere“ hinterstecken. Ein Capataz, hätte das niemals alleine organisieren und schon gar nicht ohne Hilfe, durch setzen können. Ich schrieb damals schon, der hält nur den Kopf erstmal hin, wenn Gras drüber gewachsen ist, ist er wieder draußen

  2. Haben doch mit ihrem Gehalt 300 Euro monatlich mal schnell eine Kaution von je 100 Mio. GS bezahlt. Ist doch alles bestens, was will man mehr. Am besten also, wenn sie untertauchen. Für die 200 Mio. GS wird sich schon Verwendung finden.

  3. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Das wusste auch schon Pavarotti dass „La Donna e mobile“ war: https://www.youtube.com/watch?v=I4Iv9WdI4LE
    Die Geschichten aendern sich ja wieder je nach Meinungslage und die Beweislage duerfte gelinde gesagt, duerftig sein da eben alles nur auf Aussagen, Indizienbeweise und Mutmassungen beruht.
    100 Mille sind viel Knete die nicht irgendwer hat und Kaution ist fuer die leeren Justizkassen (wenn er durchbrennt so gehoert das Geld der Justiz, also dem Staat) ein willkommenes Fressen.
    Wegen Mangels an Beweisen gilt halt eben die Unschuldsvermutung und es waere auch nicht ratsam die Lynchmobjustiz der Mennoniten verbreiten zu lassen wo nur per demokratischem Raetselraten die Mehrheit des Mobs nur zu rufen braucht: „Kreuzige ihn, kreuzige, kreuzige ihn!“; und schon schlaegt man einen x-Beliebigen ans Kreuz oder vorabverurteilt Leute die sehr wohl nicht direkt mitdrinnenzuhaengen brauchen. Andererseits, sitzen sie alle ein so wirkt das abschreckend (Ertappungswahrscheinlichkeit) auf zukuenftige Verbrechen und alle im Chaco sind Nutzniesser dieses Abschreckungseffektes.
    Normalerweise duerfte sowas nicht ohne weitvverzweigtem politischen Schutz durchzufuehren sein.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.