Asunción: Der Präsident des paraguayischen Dachverbands der Produktionsgewerkschaften (UGP), Héctor Cristaldo, betonte, dass das Wetterphänomen El Niño für die heimische Landwirtschaft in der Regel günstiger ist als La Niña.
Angesichts der für die anstehende Aussaat prognostizierten höheren Niederschläge erklärte der Verbandsleiter, dass Feuchtigkeit die Produktion historisch gesehen ankurbelt, während die mit La Niña verbundene Trockenheit die Ernteerträge einbrechen lässt. Der Agrarsektor peilt für 2026 an, den Soja-Rekord von 12 Millionen Tonnen zu wiederholen oder sogar zu übertreffen.
Cristaldo erläuterte, dass die UGP derzeit unterschiedliche Wetterprognosen analysiert – von besorgniserregenden Szenarien bis hin zu ausgewogeneren Modellen. Die Erfahrung des Verbands zeige jedoch, dass El Niño “im Allgemeinen eine gute Produktion mit sich bringt“, im Gegensatz zu La Niña, das Dürren verursacht und die Ernte verringert. Diese Einschätzung ist nun von zentraler Bedeutung, da sich der Agrarsektor auf einen Zyklus einstellt, der von einem Überschuss an Niederschlägen geprägt sein könnte.
Der UGP-Chef räumte ein, dass starke Regenfälle die Bewirtschaftung der Felder und den Abtransport der Ware über schlammige Landwege erschweren. Dennoch betonte er: „Ein feuchtes Klima ist immer besser als eine Dürre.“ Beim Soja liegt der historische Durchschnitt bei rund 10 Millionen Tonnen. Im vergangenen Jahr wurde ein Rekordwert von 12 Millionen Tonnen erreicht – eine Zahl, die der Sektor nun erneut anstrebt oder sogar übertreffen möchte.
Die Botschaft des Verbands verbindet logistische Vorsicht mit hohen Erwartungen an die Ernte: Wenn Risiken wie Überschwemmungen und erschwerte Transportbedingungen rechtzeitig gemanagt werden, könnte El Niño dem paraguayischen Agrarsektor eine weitere starke Erntesaison bescheren.
Wochenblatt / Megacadena / Beitragsbild Archiv














