Wann bekommt mein Kind einen eigenen Schlüssel?

Die Berufstätigkeit beider Elternteile liegt im Trend und erwiesen ist, dass es nicht die Kinder sind, die darunter leiden. Ganz im Gegenteil verstehen sie die Beweggründe der Eltern und unterstützen sie. Trotz der Einrichtungen vieler Ganztagsschule und Hortplätze sind manche Kinder nach dem Besuch in der Schule auf sich allein gestellt. Dies Bedarf eine Menge an Vertrauen, Selbstständigkeit und vor allem Absprachen, an die sich beide Parteien halten. Wie sie ihr Kind unterstützen können und was eine Schlüsselbox ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Das richtige Alter

Zunächst einmal möchte ich alle Eltern beruhigen, die sich Gedanken dazu machen, ob ihr Kind einen Schlüssel bekommen sollte oder nachmittags eine Betreuung braucht. Die PISA-Studie hat ergeben, dass es keine auffälligen Leistungsunterschiede zwischen Schlüsselkindern und betreuten Kindern gibt. Außerdem haben die meisten Kinder Verständnis dafür, dass auch die Mutter arbeiten möchte. Schließlich arbeiten in mehr als 50% der Familien beide Elternteile. Grundsätzlich finden es Kinder sogar cool, soviel Freiheiten von den Eltern zu bekommen und den Nachmittag alleine Zuhause verbringen zu dürfen. Das es inzwischen viel weniger problematisch ist, als noch vor ein paar Jahren liegt an der Vernetzung, die heute viel besser geworden ist. Kinder haben die Möglichkeit einfacher zu kommunizieren und mit anderen in Kontakt zu treten, wodurch das Alleinsein kompensiert wird. Insbesondere sollen Schlüsselkinder selbstständiger sein, als betreute Kinder. Einige Experten warnen jedoch, dass das hohe Maß an Selbstständigkeit Kinder überfordern kann. Aus diesem Grund sollte das Mindestalter bei Schlüsselkindern nicht unter acht Jahre liegen, damit sie in der Lage sind sich selbstständig eine Mahlzeit zuzubereiten oder zum Beispiel Telefonate anzunehmen.

Kleine Unterstützungen

Ob ihr Kind bereit ist für einen eigenen Schlüssel und die Herausforderungen, die auf ihn zukommen, können sie mit Testläufen erproben. Lassen Sie ihr Kind beispielsweise selbstständig das Essen zubereiten. Bereiten Sie es auf kritische Situationen vor, zum Beispiel, wie reagieren, wenn ein Fremder klingelt? Natürlich nicht öffnen und niemals verraten, dass es alleine ist. Des Weiteren kann eine Schlüsselbox sinnvoll sein. Das ist eine Box, die fest an die Hauswand montiert werden kann, in der sich ein Schlüssel verbirgt. Geöffnet werden kann die Box mit einem Zahlencode. So kann verhindert werden, dass das Kind den Schlüssel verliert oder vielleicht zuhause  vergisst und am Nachmittag vor verschlossenen Türen steht. Als Erwachsener vergisst man nur noch selten seine Schlüssel, aber als Kind kommt das nun mal einfach noch häufig vor. Gleichzeitig können andere im Notfall das Haus betreten, die ebenfalls den Code kennen.  
Treffen Sie ansonsten Absprachen mit ihrem Kind, die ihnen wichtig sind. Zum Beispiel, dass erst die Hausaufgaben erledigt werden müssen, bevor es spielt.

Wochenblatt / Melsmetall.de