Waren Abdo’s Entscheidungen gerechtfertigt?

Asunción: Während Mario Abdo bei einem Interview mit CNN hervorhob, die Zahl der Infizierten niedrig halten zu können, sagen seine Widersacher, dass es einfach sei ein Land zu verschulden und jedem zu befehlen zu Hause zu sein. Doch wo befindet sich die Wahrheit?

Durch die schnelle Schließung der Grenzen und die Ausgangssperre wurde sicherlich dazu beigetragen, dass die Zahl der Infizierten niedrig gehalten wurde. Die Fälle ohne erkennbaren Zusammenhang sind meist außereheliche Beziehungen. Um die Leute davon zu überzeugen, dass sie zu Hause bleiben, mussten Subventionen herhalten, für die es zum Beginn der Pandemie kein Geld gab. Also war eine Verschuldung der einzige Ausweg. Über die Höhe lässt sich streiten, denn die Anordnung, dass kein Beamter im Land mehr verdienen darf als der Präsident, wurde bis heute nicht umgesetzt, dank dem fehlenden Einfluss des Präsidenten im Kongress. Dass parallel zur Ausgangssperre die Wirtschaft zum Erliegen kam war vorher schon ersichtlich, unklar war nur der Zeitraum, wenngleich man erste Schlüsse darüber mit einem Blick nach China ziehen konnte.

Abgesehen davon, dass es einen Anteil der Bevölkerung gibt, die an alles und allem zweifeln, selbst an der Existenz des Virus, sind die, die damit konform sind, sicherlich froh darüber. Ein Großteil der Paraguayer unterstützt die Regierung mit ihren Maßnahmen wie Grenzschließungen. Lediglich die schnelle Reaktivierung der Wirtschaft im Land wird gefordert. Auch wenn aktuell diskutiert wird, ob die Ausgangssperre wieder zurückkommt, gab die Regierung schon zu verstehen, dass dies wenn nur in gewissen Teilen des Landes der Fall sein wird. Ohne Grenzschließungen und Ausgangssperre würden wir uns heute in einem anderen Panorama befinden, wo alle den Präsident wegen seiner fehlenden Maßnahmen gegen Covid-19 kritisieren würden.

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9 Kommentare zu “Waren Abdo’s Entscheidungen gerechtfertigt?

  1. Es ist ueberbevoelkerung und das falsche system. Der kapitalismus muesste ja schon wieder weiter wachsen. Wohin denn?
    Vor jahrzehnten haette man noch was machen koennen, vor allem geburtenkontrollen.
    Das gegenteil wurde gemacht weil kassieren.

  2. Er hat die Pisskologie, aeh, Psychologie, der Paraguayer klar begriffen. Gibts Corona ist das ein willkommener Anlass sich vor der Arbeit zu druecken bei gleichzeitigem Geschrei nach Kurzarbeitergeld und Beschuldigungen der Regierung dass es Corona gibt und man nicht mehr zur Arbeit kann. Waere Bolsonaros Weg eingeschlagen worden, so beschuldigte man die Regierung der Untaetigkeit und dass sie schuld sei dass viele erkrankten oder gestorben waeren. So oder so ist sowas in Paraguay mit diesem Guaranistamm immer eine Zwickmuehle.
    Man lese sich nur die Geschichte Kolonialparaguays nach um 1700 wie es da zuging mit den Indianern – das war damals auch ein staendiges Tauziehen so dass die Spanier eher durchaus froh gewesen sein muessen endlich diese Affen mal los zu sein als man sich unabhaengig machte. Uebrigens, warum sollte man es Fitzek dem Ersten verwehren ein Koenigreich innerhalb Paraguay oder der BRD zu schaffen wenn auch die Paraguayer sich von den Spaniern losgesagt haben? Ist praktisch nur das selbe.
    Ansonsten sieht man in den Kommentaren hier wieder dass praktisch alle DACh’ler reichsbuergerische Ansichten vertreten (Coronaleugner) und folklorischem Deutschtum verfallen sind.
    Problematisch wird es weil Abdo noch keine Staatsreform auf dem Weg geleitet hat und das Zockertum unterbindet. Zumal jetzt ans Tageslicht tritt dass der „Guisso“ entdeckt hat dass wohl die Bewegung Abdos sich selber finanziell absichert durch die Coronakrise wohl fuer die postpraesidentiale Zeit. Mussoleni soll wohl auf den Thron gehievt werden. Erstaunlich dass „der Guisso“ mundtot gemacht wird (Arnaldo Guizzo) und MOPC-Wiens auch nix sagt. Abdo ist nur Teil der langen Favoritenkette der Praesidenten fuer die die Mennoniten waren angefangen (ohne Stroessner) mit Nicadron Duarte Fritos der damals als der Messias galt und sich hernach als Zocker und Dieb entpuppte. Ditto fuer Cartes der anfangs ein Liebling der Mennoniten war. Es stiehlt sich halt besser unter dem Maentelchen der Reform und biederen Schildbuergertums.
    Kein Praesident muss stehlen denn dafuer ist ja die Senaduria vitalicia da um das ehemalige Staatsoberhaupt reichdotiert zu parken. Nur eben das goennt niemand irgendjemand und es scheint das ist auch kein erstrebenswerter Posten fuer die Ex Praesidenten. Aber alle Ex Praesidenten muessen „Senateur a vie“ sein. Eigentlich sollte es ein erstrebenswerter Posten sein da er Immunitaet garantiert. Da niemand diesen Posten will so bedeutet das nur dass alle Ex Praesidenten mehr beiseite geschafft und gestohlen haben als ihnen das Senatorengehalt lebenlang einbringen wuerde. Rein technisch und legal gesehen muesste Cartes sofort Senator vitalicia werden wollen wegen der Immunitaet gerade. Irgendwas stimmt da nicht dass da kein Ex Praesident Senateur a vie ist. Was ist mit „Wasmose“?

  3. Wenn die konsequenzen wirklich kommen durch die quarantaene wird es mehr kritik geben. Abgesehen davon wieder: wenn es in 6 monaten immer noch keine vacuna, kein medikament gibt, dann haben wir alles auf einmal. Die menschen werden dann tun was sie tun muessen und dich um nichts mehr scheren. Es geht dann gar nicht mehr anders.
    Man kann hier wunderbar diese etabliertenlogik also fernsteuerung durch uno, who iwf mit gleichzeitiger androhung von sanktionen studieren. Es wird mit wehenden fahnen das verkehrte getan.

  4. Gratulation auch von meiner Seite! Was wurde denn erreicht?
    – Streckung des Epidemieverlaufs auf Jahre?
    – Keine Immunisierung der Bevölkerung und damit Shutdown auf unbestimmte Zeit?
    – Die vergleichsweise junge Bevölkerung vor einer Krankheit weggesperrt, die in exponentiell steigendem Maße für Ältere eine Gefahr darstellt (wie bei fast jeder Krankheit)?
    – Staatsverschuldung exorbitant gesteigert
    – Arbeitslosigkeit riesigen Ausmaßes erreicht
    – Verarmung breiter Schichten, Unternehmenspleiten
    – Empfindliche Störungen im Bildungssystem mit Folgen in der Zukunft
    – Kriminalität wird vermutlich zunehmen
    – Nachhaltige Schädigung des Wirtschaftsstandorts: wer will denn hier jemals wieder investieren, wenn sofort alles zugesperrt wird. Morgen kommt vielleicht der nächste Schnupfen …
    – …

    Vielleicht male ich hier den Teufel an die Wand, aber sicherlich sind Zweifel erlaubt, ob der Präsident mit seinen Amigos von der WHO (und ihren amateurhaften „Statistiken“) wirklich im Sinne des Volkes handelt, im Widerspruch zu weltweit verfügbaren Statistiken und wissenschaftlichen Untersuchungen.

      1. Ja, guter Punkt 😉 Diese Möglichkeit sollte man wenigstens einmal geprüft haben und sich die beteiligten Organisationen mit ihren Verflechtungen, Geldströmen, Personal, Gründungsgeschichte, Agenden, Informationspolitik, etc genauer ansehen.

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