Warum es viel besser ist, ein Haus zu mieten

Asunción: Es stimmt zwar, dass der Kauf eines Hauses viele Vorteile hat. Eines davon ist eine gute langfristige Investition. Aber es entstehen auch Nachteile. Eine Wohnung oder ein Haus zu mieten kann besser sein.

Monatliche Hypothekenzahlungen beim Erwerb von Eigentum zwingen zwar zum Sparen, aber nach 20, 30 oder sogar 40 Jahren besitzt man ein Gut, das eine Menge Geld wert ist. Wenn nötig, kann man das Heim sogar nutzen, um die Rente oder andere Ausgaben zu finanzieren.

Jedoch bindet das Eigentum den Besitzer sehr. Insbesondere ist die persönliche Freiheit stark eingeschränkt, wenn der Wohnsitz aus familiären oder beruflichen Gründen gewechselt werden muss. Das betrifft vor allem Einwanderer, wenn diese wieder in ihre Heimat zurück gehen.

Mietzahlungen sind nicht nur Ausgaben, sie haben auch Vorteile. Als Eigentümer, kommen zusätzlich zu den Darlehensrückzahlungen andere Unkosten hinzu, die keinen Steuervorteil bringen. Hausratversicherungen, Unterhalt und weitere Zahlungen sind solche Posten, zu denen Besitzer von Häusern oder Wohnungen verpflichtet sind, heißt es in einem IDB Bericht.

Wer in Miete wohnt, hat diese Probleme nicht, denn die Unterhaltskosten werden von den Vermietern getragen. Bei dem Verkaufspreis eines Hauses müssen eine Reihe von Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Kauf – Verkauf und der Formalisierung eines Hypothekendarlehens erfolgen, die normalerweise vom Käufer getragen werden.

Es gibt weitere praktische Faktoren bei der Wahl von Mietobjekten. Man wird in dem Fall nicht nur seine Schulden los, sondern hat auch den Vorteil, den Standort nach seinen eigenen Bedürfnissen zu wählen.

Wochenblatt / 5Dias

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10 Kommentare zu “Warum es viel besser ist, ein Haus zu mieten

  1. Ich war genügend zur Miete hier in Paraguay. Aber es stimmt, besser mieten als kaufen.
    Während meiner „Mietzeit“ war erst einmal die Hälfte defekt, wenigstens frisch gestrichen (fragte mich nicht warum). Muss man natürlich auch ein Mietzinsdepot hinterlegen, ist ja hier üblich, dass dein Mieter von heute auf morgen nach Adresse unknown ausgezogen ist und wenigstens sein Mietdepot wieder zurück hat.
    Na gut, Gringo ersetzt alles kaputte. Vermieter steht alle 15 Minuten vor der Türe und will mich zu Hamsterkeule mit Bier einladen (Naja, in Wirklichkeit war es Yacare). Die fünfzehn Kinder stehen sogar alle fünf Minuten vor der Türe. Sind wirklich sehr hilfsbereit und wollen dir bei allem helfen.
    Eines wird krank. Gringo hat Geld und müsste Geld spenden damit krankes Kind im Taxi ins Spital gebracht werden kann. Gringo es malo und Kind muss zwischen Vati, Mutti, Omi und fünf Geschwistern samt Einkauf, defektem Rücklicht, Badeschlarpen und Freilufthelm mit Moto zum Spital fahren, so, wie wen Gringo gar nicht da wäre.
    Ah, Dia des Kindes, Gringo kann ja mal fünfzehn, nein, siebzehn Geschenke kaufen. Oder er ist ein Malo. Dafür bekommst drei Mahlzeiten täglich angeklopft. „sabemos que nos va retornar 100 veces“, wurde mir gesagt, naja, wenigstens ehrlich. Verbrennen sogar deinen Müll kostenlos, musst aber am besten vorher Fenster und Tür zumachen.
    Ja, was könnte Gringo sonst noch spenden. Der hat Plata. Mal sehen: Aha, vielleicht Sanitäranlage sanieren? Alles neu streichen lassen? Elektroinstallation sanieren? Eine Waschmaschine? Bier? Asado?
    Gringo wohn schon zwei Monate hier. Zeit, dass das Wasser und Strom teurer geworden sei. Ah, ein Satelliten-Abo extra für den Gringo muss her. Da muss die Miete schon ein wenig steigen.
    Bei Auszug kann dein Depot nicht zurück gegeben werden da der Schimmel schon erneut durchdrückt und frisch gestrichen werden muss. Gringo war schlau und hat den ganzen defekten Schrott aufbewahrt und bei Auszug wieder montiert. Wie malo aber auch und das erst noch mit durchschnittlich acht Stunden Grundschule. Jeden Wochentag! Und erst noch mit Abschluss!
    Na, ok, kaufst halt eine Liegenschaft, am besten mit Mauer von 20 m Höhe und 200 km Abstand zum netten Nachbarn, damit dir die Giftmusik eher wie Liftmusik vorkommt (den Julio Iglesias kannst aber brauchen wenn dein Altglas zerkleinern möchtest, sonst nimmt es die Müllabfuhr nicht mit). Ach ja, apropos Müllabfuhr, meine Nachbarn… nein, das erspare ich Ihnen jetzt…
    Sieht wenigstens bei der Besichtigung noch vollständig aus, das Haus. Dann beginnt der Zerfall, Klärgrube voll, Ableitungen eingesackt, Risse, Schimmel, Tropfen, Rost, Ungeziefer aus allen fachmännisch hergestellten Spalten und Ritzen, Bäume noch nie gestutzt, Bäume an die Außenmauer gepflanzt, aber sie hält noch, die Mauer… Ja, sonst noch ein bis zwei Kleinigkeiten.
    Ok, lässt fachmännisch reparieren, hält auch für 14 Tage.
    Aber für ein Fünftweltland nicht mal schlecht.
    Fazit: Ja, besser mieten als kaufen. Lieber Freigang als Lebenslang (außer man findet einen frischfleischigen DÖCHler, der einem den Schrott abkauft).
    PS.
    Ahm, hätte da noch ein schönes Haus bester Qualität und netten Nachbarn günstig zu verkaufen. Interessenten melden sich bitte bei mir, ja.

    1. In anderen Ländern gibt es Vorschriften zur Mieterhöhung, die nicht nur die Differenz begrenzen, sondern vor allem auch eine Mindestfrist von einigen Monaten ab dem Zeitpunkt der Ankündigung bis zum tatsächlichen Eintritt der Erhöhung festlegen. Eigentlich muss es diese Art von Mieterschutz auch in Paraguay geben. Also, dass eine Mieterhöhung nicht einfach spontan erfolgen kann, sondern eine angemessene Frist zur Annahme oder Ablehnung (ergo: durch Auszug aus dem Haus) gewahrt werden muss.

  2. Hier läuft alles über Beziehungen also sprich man muss schon jemanden kennen und selbst das funktioniert oft nicht. Jahrzentelange Freundschaft in DÖCH, in Paraguay endete sie dann.
    Wenn die Vermieter Paraguayos sind, wie vorher
    beschrieben, dann ist man natürlich nur der Bankomat. Das ist kein Rassismus, weil Rassismus von der westlich golden international Organisation bestätigt nur von hell nach dunkel geht, aber nicht umgekehrt.
    Der Artikel stimmt, aber Paraguay ist anders. Hier sucht man Standard, Qualität, Service, Sicherheiten bis zum Wissen um den Weisheitszahn vergeblich. Man weiss also nicht was kommt.

    Fazit also kurz gesagt, Grundstückpreis wäre etwa die Anzahl an faulen Mangos, die in der Temporada auf das Terreno fallen und das Haus kann man dazu schenken. Miete wäre, dass man dem Mieter etwas zahlt, dass er überhaupt da ist.

  3. Selten so einen Unsinn gelesen.
    Ich habe ein Haus von einem Paraguayer gemietet, das ist in einem besseren Zustand, als das, was er selbst mit Frau und Kind bewohnt. Jede notwendige Reparatur wird umgehend vom Vermieter erledigt, es wird genau der ausgehandelte Mietpreis gezahlt, keine Bettelei, kein Getratsche.
    Wenn er das Haus mal betreten muss, dann nur auf meine ausdrückliche Einladung hin und auch dann mit mehrfacher Entschuldigung für die Störung.
    Keine Ahnung, was hier einige für merkwürdige Erfahrungen in Paraguay machen aber vielleicht sollten diejenigen einfach mal drüber nachdenken, dass es so aus dem Wald herausschallt wie man hineinruft.
    Und nein, ich zahle keinen „Gringopreis“ sondern die ganz normale ortsübliche Miete.

    1. Sehr schön das es auch positive Ausnahmen zu geben scheint.
      Meine Mieterfahrungen in PY sind auch eher so wie von den Vorschreibern.
      Die Krönung war eine unverheiratete Lehrerin im Ruhestand (ca. 70 Jahre) als Vermieterin und direkte Nachbarin in ASU.
      Als ich nackt aus dem Bad kam stolzierte die in meinem (gemieteten) Haus rum.
      Mit dem Zweitschlüssel in der Hand…

    2. Ja, das stimmt schon. Ich habe den Kommentar (eingangs, oben) auch sehr übertreiben. Aber nichts willkürliches hinzugefügt. Die Menschen meinen es auch nicht böse. Was für uns Europäer schon an sehr schlechten Manieren oder gar Betrug erscheint können viele gar nicht verstehen.
      Man muss auch nicht ein so günstiges Haus mieten wie ich es getan habe (mehrmals). Es gibt in Asuncion genügend Objekte wo man sicher seine Ruhe vor dem Vermieter hat und auch bei Ein- bzw. Auszug alles in Ordnung ist. Doch tausend Euro war mir dann doch zu viel für das gebotene.
      Ich freue mich über Ihren Kommentar, der auch die positive Seite Paraguays aufzeigt.
      Ich finde ja auch nicht alles schlecht, alles Kriminelle. Vor allem die niedrige Steuerlast ist in Paraguay schon einmalig. Auch das Wetter, vor allem wenn es geregnet hat, da gibt es noch Luft zum Atmen ohne brennenden Plastikgestank.
      Warum ich meist negativ schreibe hat den Grund, dass ich schon sehr früh vieles nicht mehr als Lustig angesehen habe. Vieles hier im Lande ist einfach total bescheuert. Kannst keinem trauen, sagen A und machen B, kleine Hühnerdiebe die zufrieden sind dir zwei Euro abgeknöpft zu haben.
      Dass natürlich der Gringo herkam um in den Wald hinein zu rufen ist schon klar. Jeder von uns, der in ein fremdes Land migriert, hat als erstes nichts besseres zu tun als böse in den Wald zu rufen und muss sich nicht darüber aufregen, dass es herausschallt. Oder war das etwa umgekehrt?
      Wenn Ihnen dann einmal in ein paar Jahren ein paar Mal die Windeln seiner fünfzehn Kindern die 9,81 m/s² überwunden haben um auf Ihrem Grundstück zu landen, die Sie dann nicht etwa wie erwartet zurück fliegen lassen, sondern eigenhändig in Ihrem Abfall entsorgen, ja, dann, haben werden Sie auch nicht in den Wald gerufen haben.
      Bitte nicht falsch verstehen, ich will nicht Ihnen an den Karren fahren. Aber viele sind für mich nun mal wirklich das letzte Pack. Sorry, dass ich das so schreibe.

  4. Auch ich habe noch selten so einen Unsinn gelesen. Wenn Sie Suerte hatten, dann seien Sie froh, weil es jeder Zeit auch anders werden kann und unterstellen Sie nicht anderen hier Unsinn zu schreiben. Manche Leute scheinen zu glauben, Sie alleine sind die Welt.
    E gibt genug Auswanderer, die komplett einfahren, egal wie sie sich verhalten.

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