Warum etabliert sich das Crowdfunding nicht in Paraguay?

Asunción: Crowdfunding ist in Paraguay immer noch ein unbekanntes Terrain für verschiedene Sektoren, besonders für jene, die es regulieren wollen.

2015 nahm die Firma Nexoos sich dem Thema an und führte eine kollektive Sammlung durch, obwohl es noch gar keine Regulierung in dem Sektor gibt. Eine weitere Plattform in demselben Bereich ist Prestamena.

Die Hauptgründe, warum Crowdfunding immer noch nicht die Massen im Land erreicht, sind fehlende Investoren, die sich kaum in den Sektor wagen, weil es keine Vorschriften gibt. Ein weiterer Aspekt ist die Angst vor Sanktionen, die bei einer Teilnahme an dieser Art von kollektiver Finanzierung auftreten können. Vor allem aber auch die Tatsache, dass Investoren Garantien in Form von Regulierungen und Kontrollen in dem Sektor wünschen und diese nicht in Angriff genommen werden, bleibt das Angebot gering, man könnte auch sagen eher marginal.

Es gab schon mehrere Gesprächsrunden von Seiten der Regierung und potentiellen Anbietern in dem Bereich, aber bis jetzt ohne Erfolg.

Crowdfunding bietet umfangreiche Möglichkeiten für eine formelle Finanzierung und finanzielle Inklusion. Größere Investoren sehen in dem Bereich Anlagenalternativen, jedoch mangelnde Informationen mit einer möglicherweise höheren Kompensationsrate stellt auch für sie ein höheres Risiko dar.

Pedro Gutiérrez, Direktor von Prestamena, sagte, dass das größte Hindernis die Ignoranz sei, weil nicht bekannt sei, wie das Modell funktioniere.

„Wenn Sie ein Investor sind und Sie in Kredite von Menschen investieren, die Sie nicht kennen, erzeugt das Angst um die Garantien“, sagte Gutiérrez.

Jedoch könnte der Sektor einen Boom erleben, weil es für kleine und mittlere Unternehmen einen Mangel an Finanzierungsmöglichkeiten gibt und somit für die Schaffung solcher Geschäftsmodelle einen idealen Nährboden finden könnte.

Wochenblatt / 5Dias

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4 Kommentare zu “Warum etabliert sich das Crowdfunding nicht in Paraguay?

  1. Beim Crowdfunding wird versucht, Gelder zu beschaffen, welche eine angeblich gute Idee finanzieren soll, aber wo bitteschön gibts hier gute Einfälle, wenns nicht grade ums Stehlen oder Bescheissen geht?
    Crowdfunding für eine besere Bildung und Ausbildung hier wär mal eine Massnahme? Aber hoppla, das ist ja eigentlich die Aufgabe des Staates, naja, hier wohl eher nicht!

  2. Wer den Artikel von Martin von den neuen Avocados liest, der wird schnell dahinter kommen, dass Py ein investitionsfeindliches Land ist und man besser die Finger von Dingen laesst, welche man nicht im familieren Kreise bewirtschaften oder verwalten kann. Ich wuesste auf Anhieb auch nichts, was es nicht schon x-mal gaebe.

  3. Crowdfunding kenne ich eigentlich nur um (Kurz-)Filme, Computerspielchen oder Apps bei der Entwicklung zu finanzieren. Laut Wikipedia auch kleine Start-Ups. Normalerweise wird dann auch das realisiert, was zusammenkommt und ich bekomme das gewuenschte Produkt.
    Hier in Paraguay wuerde ich nicht im Traum daran denken etwas zu finanzieren, wo das Resultat absolut ungewiss ist. Und deswegen kann man Crowdfunding hier vergessen. Ist meiner Meinung ein 1.Welt-Modell, keinesfalls in der 3.Welt

  4. Das hat mit Unterschieden des Spanischen, welches man in Spanien spricht und mit demjenigen, welches man in Südamerika insbesondere Paraguay spricht zu tun. So sagt man in Südamerika nicht tu sondern vos und nicht regalame sondern prestame.

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