Warum Mennoniten einen Bürgermeister wollen, der nicht aus dem Chaco kommt

Filadelfia: In drei Wochen werden landesweit die Kandidaten für Bürgermeister und Stadtratsmitglieder gewählt. Im zentralen Chaco scheint sich ein Kandidat zu konsolidieren, der zwar schon lange im Chaco lebt, aber nicht von da stammt. Warum gibt es keine eigenen Kandidaten?

Victor Lovera den Vortritt zu lassen ergibt ein Bild, als ob den Mennoniten das Amt egal wäre, als ob sie keine Wahl hätten oder als wenn es keinen geeigneten Kandidaten aus ihrer Mitte gibt, der dafür in Frage käme. Mit einem Kandidaten aus den strammen Reihen der Partei könnten schlechte Angewohnheiten wie im Rest des Landes Einzug halten, auf die man nicht stolz ist und von denen man sich bis jetzt immer entsagen konnte.

„Wir müssen auf die Barrikaden gehen und um jede Stimme kämpfen“, sagte er kürzlich bei dem Treffen, anstatt den Wählern die Wahl zu lassen und durch ein gutes Wahlprogramm zu überzeugen. Wer will schon Handgreiflichkeiten am Wahltag?

Allein dass Edgar López, der Präsident der ANR Parteibüros des Landes dabei war, zeigt schon dass es hier nicht zwingend um Entwicklung und Fortschritt geht, sondern wohl eher nur um eine Coloradisierung des zentralen Chacos, damit Vetternwirtschaft sich auch da auf allen Ebenen ausbreitet und echte Demokratie keine Chance mehr hat.

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3 Kommentare zu “Warum Mennoniten einen Bürgermeister wollen, der nicht aus dem Chaco kommt

  1. Wenn die Mennoiten nicht untergehen und alles verlieren wollen wählen sie nur parteilose Kandidaten.

  2. Zitat:“könnten schlechte Angewohnheiten wie im Rest des Landes Einzug halten, die auf die man nicht stolz ist und von denen man sich bis jetzt immer entsagen konnte.“
    Hört auf, hört auf, ich kann nicht mehr vor lachen.
    Humor haben die Mennos ja, das muss man ihnen lassen.

  3. DerEulenspiegel

    Ist doch vernünftig! Raus aus dem Filz und der Vetternwirtschaft ist immer gut.