Was gilt ein Versprechen in Paraguay?

Kolonie Independencia: Wie oft werden Versprechen in Paraguay abgegeben, damit Missstände behoben werden? Ob man sie einhält, ist oft fragwürdig, wie in diesem Fall.

Die städtische Deponie von Independencia befindet sich in völliger Aufgabe mit verstreutem Müll und überwuchertem Unkraut. Hinzu kommen Menschen, die ihre Abfälle einfach auf der Straße hinterlassen, die zum Gelände führt.

Von der Einfahrt der Straße bis zur städtischen Mülldeponie wird aufgrund der völligen Aufgabe der Stadtverwaltung ein grausames Bild aufgezeigt. Auf dem Areal befindet sich der ganze Abfall aller Bewohner aus der Kolonie, aber die infrastrukturellen Gegebenheiten genügen nicht den Anforderungen.

Víctor Olazar, ein Bewohner aus Independencia, sagte, dass “von der Kolonie ein sehr schlechtes Bild projektziert werde, vor allem auf der Hauptstraße zur Mülldeponie. Wegen ein paar Schweinen kommen wir alle in Verruf“.

Bürgermeister Francisco Chávez (ANR) hat mehrfach versprochen, das Problem zu lösen, jedoch ohne positive Ergebnisse. Reporter versuchten von ihm eine telefonische Stellungnahme zu erhalten, aber er beantwortete die Anrufe nicht.

Wochenblatt / ABC Color

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8 Kommentare zu “Was gilt ein Versprechen in Paraguay?

  1. Da verwette ich mein Meerschweinchen darauf, dass auf dem Areal sich NICHT der ganze Abfall aller Bewohner aus der Kolonie befindet! Das könnte man ja auch berechnen, mit der Calcapp, so „Anzahl durchschnittlich produzierter Mist mal Anzahl Einwohner“. Ja, Grundrechenart, wer’s nicht multiplizieren kann, kann calcapp verwenden oder zusammenzählen.
    Ne, diese Müllabfuhr ist teurer als Streichhölzer und Bier, demnach, doch lieber Streichhölzer und grati-Bier. Für was denn auch ne Mülldeponie, fackelst ab bei grati-Bier und Kindergartenmusik auf 120 dB vor deinen Kleinkindern, damit sich ihr Gehör schon etwas ans Erwachsenenalter gewöhnen kann und alles wieder sauber am nächsten Tag und hast erst noch für die Onkologie deiner Kinder etwas auf die hohe Kante gelegt.
    Müllabfuhr müssen im Lande der Buen Educados ja nur diejenigen bezahlen, die auch Müll produzieren, diejenigen die gar kein Müll produzieren, da verlangen die Behörden auch nicht, dass diese Müllabfuhr bezahlen, was sich die meisten armen Menschen mit Klimaanlage, SAT- und TeleKomm-Abo, Schrottauto etc. auch nicht leisten können. Und die Müllabfuhr nimmt eh kein toten Hund mit und da Schaufel für die meisten demasiado caro, geht das alles rucky zucky in einem. Ist doch logisch man!

  2. „Was gilt ein Versprechen in Paraguay“ ist die klare Fragestellung der Redaktion. Darauf gibt es NUR eine klare Antwort: N I C H T S !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Und weiter, nicht einmal schriftliche Verträge und Gesetze werden eingehalten. Das ist die Realität, von einzelnen Fällen vielleicht mal abgesehen. Alles wird jederzeit wieder in Frage gestellt und zurecht gebogen bis zur Unkenntlichkeit. Man nennt das in Paraguay „sich aktualisieren“.

    1. Es stimmt. Ein Versprechen ist Nichts!! 15 Jahre Erfahrung. Leider passen sich auch die Landsleute den Gepflogenheiten an. Frei nach dem Motto, jeder ist sich selbst der Nächste.

  3. Da liege ich mit der Aussage, Paraguay ist rechtsfreier Raum, doch goldrichtig?
    Das Müllproblem aber liesse sich sehr einfach und kostengünstig mit einem schlichten, gemauerten Verbrennungsofen lösen. Der Kostet nur wenig und ist sehr effektiv, auch was die Rauchbelästigung angeht!

  4. So ist das in einem Touristenzentrum… 2018 wars schon schlimm, habs mir heute angeschaut, es wurde noch viel schlimmer. Die Ruta und der Zufahrtsweg zur Deponie sind wie die Deponie

  5. Wissenschaftlich bewiesen ist, dass etwas intelligentere Menschen mehr vertrauen haben als dumme Menschen, die sehr misstrauisch sind. Gut, der Buen Educado weiß natürlich, dass mit Negocios mit einem Alemam de M. alles korrekt ablaufen wird und die Plata kommt. Man wird ja immer gefragt, wie lange man schon in Bananastan lebt. Bei den Alteigesessenen können natürlich auch die Buen Educados sich einiges ausmalen und sind da schon etwas skeptischer.
    Verträge werden natürlich auch hierzulande erst mal grundsätzlich eingehalten. Dieses eingangs erwähnte Vertrauen kann dazu führen, dass wenn man beispielsweise 1/10 seinen Grundstückes verkauft, dies auch korrekt abläuft, dh. man nachher noch im Besitz 1/10 seines ehemaligen Grundstücks ist und 8/10 nun dem Notar gehören. Die 1/10 des Grundstückes wurden ja verkauft, vertrag eingehalten.
    Natürlich vertraut der etwas intelligentere Alamam de M. zuerst einmal. Man kann nicht alles kontrollieren und vorhersehen. Das Problem liegt darin, dass beispielsweise eine defekte Waschmaschine repariert und die Reparatur bezahlt wurde, diese jedoch nach 14 Tagen den Geist wieder aufgibt oder etwas anderes an der Maschine nicht mehr funktioniert. Natürlich wird einem der hiesige Fachmann Garantia gegeben haben. Doch soll man nochmals zu so einem hiesigen Fachmann oder sich gleich einen anderen suchen, denn die Garantia deckt natürlich nicht sein Wissen und Können, da kann er auch nichts dafür, wenn der Seitenschneider nichts taugt, um Schrauben anzuziehen.
    Das allergrößte Problem ist, dass man absolut keine rechtliche Handhabe hat.
    Schauen Sie, hier haben die Autos, die man kaufen für 6.000 Euro kann und 15 Jahre alt sind, einen Tachometerstand zwischen 60.000 und 70.000 km. Alle Wagen sind natürlich impecable in einen Top zustand und unfallfrei.
    Nein, in diesem Land gibt es Recht und Ordnung. Auf dem Papier wenigstens. Gesetze wie in D.Ö.CH. Nur, im Schadensfall läuft man gegen hohle Hände, die befüllt werden wollen, hat gegen viel Siestazeit anzukämpfen. Nicht nur das, man kämpft auch gegen schlicht und einfache Unwissenheit, ein Polizist kennt die Gesetzte nicht, er ist ja kein Anwalt.
    Unter dem Strich kann man sagen, vieles läuft korrekt ab, falls nicht, kannst ans Bein streichen.

    1. 100% Zustimmung. Auch wenn man die Garantie schriftlich bekommt. Als Kunde stehst Du auf verlassenem Terrain.
      Und als Extranjero sowieso.
      Dies gilt aber leider auch für deutsche Handwerker.

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