Was in Kolumbien möglich ist

Asunción: Sollte man in Paraguay sich nicht auch langsam mal Gedanken machen, was aus dem ganzen Abfall wird, den man tagtäglich wegwirft. Neuen Wohnraum entstehen zu lassen kann in vielerlei Hinsicht vorteilhaft sein. Hier ein Beispiel aus Kolumbien.

Resistentes Baumaterial aus Plastikmüll herzustellen und damit das Müllaufkommen zu reduzieren ohne andere natürliche Baustoffe heranzuziehen kann zur Herstellung von Wohnraum dienen. Hier ist der Beweis.

Der kolumbianisches Unternehmer, Oscar Méndez, der zusammen mit seiner Frau Cristina die Idee hatte, erklärte, dass aus recycelten Plastikmüll-Bausteinen innerhalb von 5 Tagen ein Haus errichtet werden kann, in dem man problemlos über Jahre wohnen kann. Sollte man umziehen müssen, könne man dieses Haus, dank seiner Bauweise zurück bauen und mitnehmen, um es woanders wieder neu aufzubauen. Damit nicht genug. Eine Regierung könnte damit besonders dem Segment der extremen Armut ein heim schaffen, ohne dabei große Baufirmen von anderen Infrastrukturprojekte abzuhalten. Es wären würdevolle Häuser, die über Jahrzehnte jedem Wetter standhalten, da sie sich die Resistenz und Halbwertzeit von Plastik zunutze machen.

Ihn Paraguay, wo Wohnraum genauso notwendig ist wie in Kolumbien, wo Industrien wie Acepar nutzlos vergammeln, wo staatliche Konzerne wie INC dank privater Projekte bald keinen Markt mehr haben und dennoch die Armut nicht signifikant sinkt, würde ein solches Projekt auf Franchise-Basis mehrere Probleme gleichzeitig lösen.

Wochenblatt / Conceptos Plasticos

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9 Kommentare zu “Was in Kolumbien möglich ist

  1. na das geht hier in PY gar nicht … da hat der paraguayo ja dann unmengen an streichhözern über die er sonst dazu verwenden würde seine rohstoffe anzuzünden. qualmen würds auch nicht mehr und das wäre ja nur noch halb so schön samt ghetto blaster musik.

  2. klingt auf den ersten Blick gut.
    allerdings gibt es gründe, warum sich Plastik nie als Baustoff oder Dämmung durchgesetzt hat.
    Plastik besteht aus Öl und ist somit ein Brandbeschleuniger.
    Das in Verbindung mit regelmäßigen Spannungsschwankungen beim Amigo-Konzern Ande ist bestimmt keine so gute Idee.

  3. Die Idee finde ich an und für sich ja gut. Der Einwand des Brandbeschleunigers von @Lauterbach ebenso.
    Hinzu käme wahrscheinlich auch, dass Plastik in der brütend Sonne stehend Dämpfe abgibt, die insbesondere für Alte und Kleinkinder, aber auch für alle anderen Lebewesen nicht gerade gesundheitsfördernd sind. Ok, Zement und bleihaltige Farbe – heutige Bauweise – wahrscheinlich auch nicht.
    Ich frage mich, warum in Südamerika und insbesondere in Paragauy immer eine eigene Lösung erfunden werden muss. Ok, ist billiger, ho hay plata.
    Aber es sind auch immer Lösungen, die nichts taugen.
    Ich bin ja kein Müllexperte, aber so viel ich weiß gibt es halt bis heute nur eine Lösung dafür: Mülltrennung, Recycling und den Rest in Hochleistungsöfen verbrennen.
    Das hat man in Europa insbesondere der Schweiz schon vor Jahrzehnten erfunden.
    Paraguay, mit in etwa gleich viel Einwohnern wie die Schweiz, hat keine einzige Verbrennungsanlage (die funktioniert, es gibt eine in Villa Hayes für Tierkadaver, aber staatlicher Betrieb, also nichts weiter als funktioniert nicht, keine Ersatzteile (bestellt) vorhanden, Missmanagement etc., aber Planilleros erhalten Lohn trotzdem).
    Müsste ja nicht so viele Millionen kosten wie die CH/DE/Ö Lösungen.
    Aber hierzulande muss man ja zuerst immer eine bessere Lösung erfinden als die Locos aus Europa. Das Erstaunliche ist ja, das sie auch stets eine Schrottlösung erfinden, schreien, demasiado caro, aber der Staats Paragauy 71% der Staatseinnahmen für Millionen Staatsangestellte ausgeben kann, anstatt den Laden mal auszumisten und dem Volk etwas an Infrastruktur zu bieten mit diesen Millionen USD.

  4. Das was gezeigt wurde gibt schon Lange auch in Europa schon Lange,nur mit anderen Material.
    Lego-Haus.
    Da gibt es ein Paar gute Probleme,Ausdünstungen aller Art,Weichmacher und co.Schwitzwasser da gibt es einiges!
    Das Material muss fast Sorten rein sortiert,halbwegs Sauber sein sonst kommen noch ganz andere Sachen aus der Chemiekiste dazu.

      1. Das ist wirklich so.Die Steinform gibt es als Holzelement,wie bei Steinen verschiedene Größen.ruck zuck ist der Rohbau fertig.
        Mit Wasserglas-Zement gepresste Holzwolle ähnlich Hohlblockstein,Syroporsteine nur das die mit Beton ausgegossen werden.
        In Paraguay gab es auch vor einiger Zeit das Luffahaus. Kuststoff; Luffafaser. Plast/PE-Abfall Geschreddert erhitzt,ausgewalzt.Sah aus wie die Zuckerrohrpresse/Walze.
        Hütten wie Afrika!
        Da gibt es sogar ein Video.
        https://www.youtube.com/watch?v=quHXX9_bIjQ
        https://www.youtube.com/watch?v=YUY_uSsRjzA

          1. Papier wird schon lange im Fertighausbau eingesetzt,Dämmmaterial,
            in Wände und Decken.
            Die Wabenstruktur ist sehr belasstbar.In Türen häufig.Die Japaner haben dafür einen Febel!

  5. In Paraguay wird das Rad jeden Tag neu erfunden. Über Ziegel aus recyceltem Kunststoff und Zement wird hier schon länger berichtet, auch ein Musterhaus wurde erstellt. Und das war´s dann. Hier wird eben nur gelabert und gelabert ………
    https://wochenblatt.cc/ziegel-aus-zement-und-kunststoffen/
    https://wochenblatt.cc/wie-man-aus-plastikmuell-ein-vorzeigbares-haus-baut/
    Und Kolumbien wurde die Idee auch umgesetzt. Was haben die Kolumbianer im Gegensatz zu den Paraguayern?
    EIGENINITIATIVE

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