Österreichisches Unternehmen könnte Nahverkehr revolutionieren

Asunción: Das Vizeministerium für Transport bestätigte gestern, dass sich ein Projekt einer Seilbahn mit drei Linien in der Prüfphase befindet. In Bolivien entstand bereits diese Seilbahn, die Vorbildcharakter hat.

Vizeminister Pedro Britos erklärte auf Anfrage, dass das österreichische Unternehmen Doppelmayr schon erste Gespräche mit Kongressmitgliedern und Vertretern des Ministeriums für öffentliche Bauten, dem Finanzministerium und dem Außenministerium ausgenommen haben.

„Bei dem Treffen, wo Außenminister Luis Alberto Castiglioni anwesend war, sprach man über eine Übereinkunft zwischen der paraguayischen Regierung und der österreichischen, die Interesse zeigt, das Projekt finanzieren zu wollen“, erklärte Britos in einer Pressekonferenz.

„Es gibt die Absicht der österreichischen Regierung und auch der paraguayischen Regierung in den öffentlichen Nahverkehr zu investieren“, erklärte Britos weiter und fügte hinzu, „dass der Wille zur Finanzierung darauf beruht, dass Doppelmayr ein österreichisches Unternehmen sei“.

Der Vizeminister für Transport erklärte außerdem, „dass solche Projekte zwischen 15 und 20 Millionen Euro kosten, obwohl im jetzigen Fall noch kein fester Betrag zu nennen sei. Erst muss das Projekt umfassend studiert werden, bevor man nähere Aussagen dazu treffen kann“.

Momentan wurden Vertretern von Doppelmayr statistische Daten übergeben, damit sie sehen können, wie hoch das Passagieraufkommen ist und schauen kann von wo die meisten Menschen kommen und wohin sie gehen.

Das Vorarlberger Unternehmen Doppelmayr stellte kürzlich zwischen La Paz und El Alto im Nachbarland Bolivien ein 33 km langes Seilbahnnetz mit 10 Linien fertig.

Wochenblatt / Hoy

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4 Kommentare zu “Österreichisches Unternehmen könnte Nahverkehr revolutionieren

  1. Vollzweckreiniger

    Reply

    Dass solche Projekte zu evaluieren zwischen 15 und 20 Millionen Euro kosten, obwohl im jetzigen Fall noch kein fester Betrag zu nennen sei, könnte in etwa hinhauen.
    Für das Projekt selbst sollte aber genügend für die Amigos einkalkuliert werden, sonst zwei Tage nach Baubeginn schon alle Plata aufgebraucht. Persönlich schätze ich, dass das Projekt auf ca. 1 Milliarde Euros budgetiert werden sollte. Ja, so könnte es klappen, diese 2,6 Km lange Luftlinie auch fertig zu stellen.
    Und noch eine Milliarde für den Unterhalt des Projekts für ein bis zwei Jahre. Danach beginnen dann schon die nächsten Präsi-Wahlen und die Amigos müssen dann gehen, um den neuen Amigos platz zu machen. Da muss ich wohl keinen darin beraten, gut, schnell und tüchtig vorzusorgen, denn wie das Leben so spielt, kann man nicht wissen, ob man noch einmal im Leben so einen Jobglückstreffer landen wird.
    Der von mir budgetierte Betrag für Unterhalt des Projekt fällt etwas geringer aus als ein von mir für den Straßengau budgetiertes Plata, weil diese ja auch mit roter Erde fachmännisch repariert werden müssen. Da man eine Seilbahn auch mit Luft fachmännisch reparieren kann muss das Budget für den Unterhalt daher nicht so großzügig ausfallen.
    So, and bye, muss mich noch um mein Lufthobby kümmern.

  2. Die Seilbahn Gondeln dürfen in Paraguay aber keine Fenster haben, sonst regnet es Müll von oben.
    Aus meiner Sicht wird dieses Projekt genau so im Sand verlaufen wie der Metrobus.

    1. Nicht nur das. In Sommer wird es darin glühend heiß, in den Bussen ist es ohne Klimaanlage kaum ausszuhalten. Jede Gondel braucht also eine Klimaanlage, sonst erfolgt der Hitzekollaps bei der Aufheizung im Sommer. Wenn der Strom ausfällt, kann das dann zur Todesfalle werden, besonders bei Überfüllung. Wer kontrolliert den Fahrgastverkehr und die Fahrgäste in jeder Gondel, was ist mit dem üblichen Vandalismus etc? Funktioniert niemals! Wie sauber die Straße auf dem Bild aussieht.

  3. Vorbei sind die goldenen Zeiten der Skilifte, dieser Absatzsektor bietet kaum noch Wachstumschancen für Doppelmayr.
    Nun versucht man eben weltweit die Skilifte für andere Zwecke einzusetzen. Die Finanzierungszusage Österreichs subventioniert Doppelmayr.
    Ob eine Seilbahn für Asunción die richtige Lösung der Nahverkehrsprobleme ist wage ich zu bezweifeln.

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