Was passieren könnte

Asunción: Laut eigenen Aussagen der Gesetzgeber sind nur 19 der 23 nötigen Senatoren dafür den Rücktritt von Cartes zu akzeptieren. Damit bleibt er weiter im Amt und erfährt gleiches Schicksal wie vor 10 Jahren Nicanor Duarte Frutos.

Sollte es heute und in den kommenden Tagen nicht zu groben Änderungen kommen, wird Präsident Cartes trotz Ankündigung seines Rücktritts, weiterhin im Amt bleiben. Damit wären seine Tage sowie die seiner Anhänger gezählt, eine Neuorientierung würde beginnen. Im Jahr 2008 erfuhr Nicanor Duarte Frutos das gleiche Schicksal. Man verwehrte ihm die Angelobung, da niemals die Mindestanzahl an Volksvertretern zugegen war. Obwohl er gewählt wurde, blieb er außen vor.

Heute um 10:30 Uhr dürfte demnach im Kongress nicht viel passieren, außer vergangene Nacht rollten Geldtransporter zu den Zweiflern. Da Kongresspräsident Fernando Lugo am Samstag nach Russland reist und von zwei oppositionellen Senatoren (Óscar Salomón (ANR) und Arnaldo Giuzzio (unabhängig) begleitet wird, müsste Cartes Freund Blas Llano (PLRA) als Präsident fungieren. Die Anzahl der Stimmen beeinflusst dies jedoch nicht.

Die Unterstützung, die Cartes gestern Abend von Parteibüroleitern der Metropole Asunción erhielt ist eher symbolisch, da auch diese Politiker sich wieder alte Zeiten ohne jegliche Kontrolle am Geldfluss wünschen.

Wochenblatt / Abc Color / Última Hora / Hoy

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2 Kommentare zu “Was passieren könnte

  1. Ich lach mir so den Ast ab, wenn er nicht die benoetigten Stimmen bekommt. Aber wie kurios ist das bitte – der fuehrt da die Senatorenliste bei der Wahl an, obwohl es formell gar keine Grundlage gibt.

  2. Er hat sie also so gut geschmiert, dass es so weitergehen soll, trotz demokratischer Wahl.

    Ich schäme mich fremd. Ganz wie in Deutschland.

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