Was steckt hinter der paraguayisch-taiwanesischen Universität

Asunción: In wenigen Tagen wird die erste paraguayisch-taiwanesische Universität in der Hauptstadt eingeweiht. Wie immer gibt es mehr Bewerber als Studienplätze.

In erster Linie sollte der Wunsch nach Bildung im Vordergrund stehen. Allerdings ist es auch möglich sich mit der Universität als treuen Partner an sich binden zu wollen, in einer Zeit in der viele Verbündete zu Festlandchina “überlaufen“. Ein gemeinsamer Bildungsplan und der Wille nach Abschlüssen und eventuellen Arbeitsstellen in Taiwan sollten die Wissensschmiede am Laufen halten.

Eine Vielzahl von Studenten, die versucht hatte aufgenommen zu werden, beschwerte sich im Vorfeld darüber, dass sie als Arme nicht in Betracht gezogen werden. Obwohl es so scheint ist dem nicht so. Die Dozenten und Professoren kommen ausschließlich aus Taiwan um ein hohes Bildungsniveau einzuführen und zu halten. Da diese Professoren nicht alle der spanischen Sprache mächtig sind, muss der Student fließend Englisch können. Dank eines maroden, staatlichen Bildungssystems, welches es den Schülern nicht erlaubt ein gutes Englisch zu erlernen ohne Zusatzstunden zu nehmen, sind die Grundvoraussetzungen für viele eben nicht gegeben. Auch Aufbaukurse in Englisch helfen da nicht viel.

Die ersten englischsprechenden Professoren der TaiwanTECH University sind in Paraguay und haben nun einige Tage Zeit sich vorzubereiten und einzugewöhnen. Am 14. August 2018, einen tag bevor Präsident Cartes das Zepter an Mario Abdo übergibt, weiht Don Horacio zusammen mit der taiwanesischen Präsidentin die Universität ein. Tsai Ing-wen nimmt am Folgetag auch an der Amtseinführung von Mario Abdo Benítez teil.

Da das Land jegliche Hilfe im Bereich Bildung akzeptieren sollte, und politisch unterschiedliche Ansichten bezüglich der Unabhängigkeit Taiwans nur eine Untergeordnete Rolle im paraguayischen Alltag spielen, könnte die Universität viel Gutes bewirken. Die Universität wird vorläufig im Gelände des Olympischen Komitees in Luque beherbergt sein. Im März 2019 sollen der ersten Studiengänge in den Bereichen Bauingenieurwesen, Computertechnik, Wirtschaftsingenieurwesen und Elektromechanik beginnen.

Das zweistaatliche Wasserkraftwerk Itaipú übernahm mit 1,5 Milliarden Guaranies die Erstaustattung der Hörsäle.

Wochenblatt

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2 Kommentare zu “Was steckt hinter der paraguayisch-taiwanesischen Universität

  1. Für 98,8% der täglich 3-stündig Grundschule werden die Englischkenntnisse kaum reichen. Naja, hat eh nicht genug Platz für 1,2% der täglich 3.5-stündig Grundschule mit sehr guten Englischkenntnissen.

  2. Hier braucht man nicht weiter nach zu denken, die bessere Gesellschaft bleibt unter sich.
    Das Fett soll weiter oben schwimmen.Plankton bleibt Plankton!

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