Washington Post: Drogenproduktion boomt in Paraguay

Asunción: Paraguay ist wie ein Marihuana Elektrizitätswerk. Das kleine Land produziert 9% des Weltbedarfs und ist somit viertgrößter Hersteller der Welt, laut UNO.

Drogen bringen Gewalt und Korruption mit sich, sind mit einander verflochten. Poröse Grenzkontrollen sorgen dafür, dass die Position des Landes bei Schmugglern noch bestärkt wirkt. Die größten Banden, egal ob Marihuana oder Kokain haben alle schon ein Standbein in Paraguay.

Weniger als 1% der paraguayischen Bevölkerung konsumiert Marihuana, laut dem nationalen Anti-Drogensekretariat Senad. Marihuana anzupflanzen ist risikoreich. Legale Anpflanzungen die riesige Gewinne versprechen sind beispielsweise Soja.

Rund 20% der paraguayischen Marihuana Produktion wird nach Argentinien, Chile und Uruguay transportiert, während 80% von brasilianischen Gangs finanziert und dahin geliefert werden.

In den letzten 20 Jahren wurde kein größeres Geschäft gemacht, ohne das Jorge Rafaat Toumani davon wusste oder daran verdiente. Vergangenes Jahr im Juni wurde er jedoch ermordet. Die Kontrolle wurde ihm damit entrissen, Produktion und Schmuggel stiegen unkontrolliert an. Das PCC, welches dieses Jahr mit dem Überfall auf das Prosegur Gelddepot auf sich aufmerksam machte, ist einer der größten Auftraggeber und Abnehmer der paraguayischen Drogen und Kokain, was jedoch aus anderen Ländern stammt. Brasilien hat eine riesige Nachfrage an beiden Drogen und Paraguay ist dank seiner laxen Kontrollen die einfachste Wahl.

Der Minsiter des Anti-Drogensekretariats, Hugo Vera, sagte der Washington Post, dass meist bolivianisches Kokain in kleinen Flugzeugen nach Paraguay kommt und später nach Brasilien weiter verfrachtet wird. Ein Großteil des Transportes wird vom PCC überwacht. Paraguayische und brasilianische Polizisten schaffen es mit ihren Aktionen höchstens 25 bis 30% zu unterdrücken, und dass obwohl die paraguayische Senad in den letzten Jahren dreimal soviel Drogen beschlagnahmte wie in den vorherigen Jahren. Der Haushaltsplan des Sekretariats ist gering: 300 Angestellte und 9 Millionen US-Dollar jährlich, mehr ist da nicht drin.

“Wir müssen nicht aufhören mit dem was wir machen und eine neue Strategie finden, sondern wir müssen einfach nur besser werden in dem was wir bisher tun”, so ein Senad Offizier.

Wochenblatt / Washington Post

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2 Kommentare zu “Washington Post: Drogenproduktion boomt in Paraguay

  1. Dann muß man sich ja auch nicht mehr wundern, wo all der viele Reichtum her kommt. Es sind ja nicht nur die Drogenproduzenten die im Geld schwimmen, viele andere mittlere und kleine Fische schwimmen in diesem trüben und stinkendenTümpel mit. Ich frage mich schon lange, mit was wohl so offensichtlich viele Menschen hier reich werden konnten und was sie arbeiten. Mit der Hände Arbeit wohl kaum.

  2. Legalisiert endlich Marihuana und verkauft es legal mit Steuern, solange sich Politiker weltweit dumm und dämlich an Marihuana Schmuggel verdienen wird diese Nutzpflanze nie der Wert zu teil den sie hat.

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