Weder Arbeit, noch Ausbildung oder Studium

Asunción: Die Zahl der jungen Menschen, die weder einer Arbeit nachgehen, noch eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen haben wächst kontinuierlich an. Dieses Phänomen könnte fatale Auswirkungen auf mehrere Bereiche im Land haben.

Neueste Berichte der Generaldirektion für Erhebungen, Statistiken und Volkszählungen (DGEEC) zeigen, dass 280.000 junge Menschen weder eine Ausbildung, ein Studium abgeschlossen haben oder einer Tätigkeit nachgehen, sodass die Arbeitslosigkeit bei 6,2% der Bevölkerungsschicht lag, was 230.000 Menschen ohne entspricht Arbeit

Das Wachstum der “Nini“, so wie die Behörde den Sektor bezeichnet, (weder Ausbildung noch Arbeit) ist das auffällige und besorgniserregende Element, das die regelmäßige Erhebung von DGEEC auslöst.

Diese steht im Gegensatz zu dem vor drei Jahren veröffentlichten Bericht der Interamerikanischen Entwicklungsbank, aus dem hervorgeht, dass es sich bei diesem Segment um 260.000 junge Menschen handelt, die nicht studieren und nicht arbeiten.

Die DGEEC-Studie stellt fest, dass 25% der jungen Menschen “nur arbeiten“, während 33% “nur studieren oder einer Ausbildung nachgehen“.

Die übermäßige Zunahme der “Nini“ löste eine Besorgnis aus, wobei berücksichtigt wird, dass dies Auswirkungen auf die Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit des menschlichen Faktors in Paraguay haben könnte. Zudem würde dieses Phänomen auch dazu führen, dass junge Menschen möglicherweise in den Bereich der Kriminalität abrutschen.

Wirtschafts- und Sozialanalysten sind sich einig, dass das paraguayische Bildungssystem veraltet ist, um auf die Arbeitsbedürfnisse des Marktes zu reagieren. Eine der vielen kritischen Punkte in diesem Zusammenhang ist die übermäßige Anzahl von Anwälten und der Mangel an Ingenieuren, Ärzten und Fachleuten des mittleren Einkommenssektors.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

6 Kommentare zu “Weder Arbeit, noch Ausbildung oder Studium

  1. das ist ja mal was ganz Neues. Wie viel Spezialisten haben an der Studie wohl gearbeitet? Wer einen Anwalt braucht der noch dazu faul ist, sollte mal Taxi fahren. Alle paar Jahre die gleichen Luftblasen.

  2. Wie haben denn die Amigos der DGEEC mit 3,5 Stunden Schul vielleicht abgeschlossen denn diese neueste Berichte geschätzt. So viele Finger sollten sie eigentlich gar nicht haben.
    Oder verlassen die jungen Menschen den Schattigen Mangobaum, Abfallabfackel und Swudi Iglesias auf 120 dB schon freiwillig, um ins Beatmetenhäuschen an der Umfrage teilzunehmen?
    Mit einer Infrastruktur, Können und Fleiß seiner Staatssubstitute, die nicht einmal ansatzweise mit diejenigen des Karl des Großen verglichen werden kann mag es niemanden erstaunen, dass nur auf die Tausender geschätzt werden kann.
    Nicht dass ich mir DÖCHsche Steuerlast und Bürgerveraktung wünsche – weshalb wir doch hierher migriert sind, doch hätte man genau so gut mich schätzen lassen können.
    Meine Schätzung sieht etwa so aus, dass 1,3 % der Jugendlichen offiziell arbeitet und der Rest tagsüber mit dem Smartphone vor dem Elternhaus auf einem Stuhl sitzt und jedem der vorbei läuft Aldi-Mode zu verkaufen versucht, was man zwar auch „arbeiten“ nennen kann, jedoch ohne einen Ehrgeiz zu besitzen im Leben jemals mehr zu erreichen als dass es für Streichhölzer, 14 Kinder und grati Billigpolarbier reicht, ganz nach Vorbild Papa.

  3. Das nennt sich zu viel Bevölkerung. Sind wir froh, dass wer weiss wie viele in Argentina sind und der Beamtenapparat aushilft. Ob die Studierenden je was finden und die arbeitenden ihre Arbeit morgen noch haben weiss ja auch keiner. Die Wirtschaft erkennt aber sicher schon einen Fachkräftemangel und schreit nach Ausländern.

  4. „Arbeitslosigkeit bei 6,2% der Bevölkerungsschicht lag, was 230.000 Menschen ohne entspricht Arbeit“.
    Nun sind jedoch von knapp 8 Millionen Einwohner nur 2,6 Mio. als offiziell Erwerbstätige registriert (offizielle Schätzung des hiesig Mysteriums).
    Ich gehe davon aus, dass sie 2,6 Mio. als offiziell Erwerbstätige einzig dadurch schätzen können, weil sie bei der IPS registriert sind (300.000 Beatmete und offiziell Angestellte). Ein Viertel der Bevölkerung geht noch zur täglich 7 bis 11 Uhr Schule. Was ist mit dem Rest?
    Hier im Paragauy ist vieles Family-Clan. Weshalb auch fast jedes Haus ein inoffizielles Geschäft ist. An fast jedem Haus sieht man kleine Schilder: «Verkaufe Eis für 10 Eurocents, wir basteln an deinem Auto schrottreif etc.». Und all diese beschäftigen Family-Clan-Mitglieder. Diese Erwerbstätigkeit ist weitgehendst Schwarzarbeit.
    Nur damit man nicht in Versuchung kommt die geschätzte Arbeitslosenquote von „6,2% der Bevölkerungsschicht“ mit anderen Staaten zu vergleichen. Die Arbeitslosigkeit hierzulande ist weitaus höher. Wenn man natürlich die Schwarzarbeit unberücksichtigt lässt.
    Diese Arbeitlosigkeitsbezifferung geht von einer arbeitenden Bevölkerungsschicht von 3.709.677 Einheiten aus (6,2% der Bevölkerungsschicht div 230.000 Menschen * 100). Das Land schätzt jedoch viel mehr Einwohner (ca. knapp 8 Mio.).
    An diesem Beispiel kann man wieder einmal gut erkennen wie gut hiesig Mister und -innen von hiesig Mysterien schätzen können: Einmal schätzen sie die hiesig arbeitende Bevölkerungsschicht auf 2,6 Mio. als offiziell Erwerbstätige, andererseits muss man in dieser Statistik von einer arbeitende Bevölkerungsschicht von 3,7 Mio. Erwerbstätigen ausgehen.
    Aber beim Schätzen kommt es auf eine Million mehr oder weniger auch nicht mehr an.

    1. Korrektur: Ups, jetzt habe ich mein Berechnung nochmals durch die Calcapp laufen lassen (6,2% der Bevölkerungsschicht div 230.000 Menschen * 100). Und siehe da, die arbeitende Bevölkerungsschicht beträgt ja nur 0,002695652 Personen!?

  5. Tja, wen wundert’s? So wie heutzutage mit Azubis und Studenten umgegangen wird und wieviele Steine einem in den Weg gelegt werden, in den meisten Berufszweigen‍♂ Ich habe Abitur mit einer 1 vor dem Komma und bekomme trotzdem keinen Studienplatz! Ganz ehrlich, da leb ich doch lieber von Hartz IV und genieße meine Freizeit, als trotz sehr gutem Schulabschluss ne Müllhalde zu kehren! Dafür hab ich mir den ganzen Schulstress ganz bestimmt nicht angetan!

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.