Weg mit dem Müll

Luque: So wie es angekündigt wurde kam es. Auch wenn Senator Óscar Gonzalez Daher versuchte sein Haus mit Müllfahrzeugen zu schützen, ließen Demonstranten dies nicht zu.

Zwei Fahrzeuge der städtischen Müllabfuhr parkten gestern Abend direkt vor den Einfahrten des Wohnkomplexes, in dem sich Óscar Gonzalez Daher heimisch fühlt. Der wegen Korruption und Einflussnahme angeklagte Senator ist das neue Opfer der Bürgerbewegung “Paraguay steht auf“. Vor seinem Haus fanden sich wenigstens 100 Menschen ein und warfen Eier und Toilettenpapier, schrien ihre Parolen und besprühten die zwei Fahrzeuge der Müllabfuhr mit Wörtern wie Ratte, Dieb und Daher.

Auch wenn jegliche Kritik an dem Colorado-Urgestein förmlich abperlt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis andere Politiker ihm das Gleiche raten werden wie José María Ibañez. Der inoffizielle König von Luque gab seit seinem Rückzug aus dem Senat keine Interviews mehr. Auch jetzt ist nicht zu erwarten, dass er sich dazu äußern wird. Kollegen von ihm sind gespalten, ob sie die Aktionen der Bevölkerung für gut oder schlecht heißen sollen. Alle die, die nichts verbrochen haben, brauchen auch keine Repressalien befürchten.

Eine Gruppe Hooligans des Clubs Sportivo Luqueño, die auf Anweisungen von Oscar González Daher agieren, kamen vor seine Residenz und griffen die Demonstranten mit Feuerwerkskörpern an. Dabei brach einer der Demonstranten zusammen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei bewacht weiterhin die Eingänge seines Hauses.

Wochenblatt / Abc Color / Última Hora

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7 Kommentare zu “Weg mit dem Müll

  1. Bourne Supremacy

    Reply

    Einerseits finde ich die Aktion der Demonstranten schlecht, die die Müllabfuhr daran hinderten, den Herren Daher mitzunehmen. Andererseits finde ich die Aktion der Demonstranten gut: “Paraguay steht auf“.

  2. Im Sinne „unser Paraguay-Versteher“ gehören diese Demonstranten schnellstens ausgebürgert. Sie stören die „Ruhe und den Frieden“ derjenigen, die sich in diesem System eingerichtet haben und wie die Made im Speck leben. Aus deren Sicht sind Aktionen unter dem Begriff „Paraguay steht auf“ eine reine Provokation und sollten besser ersetzt werden durch Sprüche wie „Paraguay schlaf weiter“.

  3. Manni, Paraguay ist nicht im Tiefschlaf, wir wachen langsam auf, und machen unser möglichste. Was die Paraguayer wollen und nicht brauchen, dass ihnen Ausländer sagen, was wir zutun haben. Wir sagen Ihnen auch nicht, gehen Sie nach Deutschland und bringen Sie da alles in Ordnung. Danke für Ihr Verständnis!

  4. Das sehe ich genau so, sicher ist Paraguay ein Hort der Korruption, was bedauerlich ist, aber diese Korruption in Deutschland steht der hiesigen kaum nach, es wird nur besser verschleiert. Siehe BER S21 und anderes.

  5. Mein Vorschlag: Manni reist nach Luque und führt die Demonstration an. Damit beweist er, dass es auch Einwanderer gib, die sich mit ihnen solidarisieren. Notfalls kann er ihnen eine Predigt halten. Ob er den Mut dazu aufbringt? Wohl kaum. Lieber setzt er sich an seinen PC und überlegt, was er für tolle Kommentare und Geistesblitze im Wochenblatt schreiben kann. Wenn er gelobt wird, dann ist er ganz aus dem Häuschen.

  6. Ob Paraguayer etwas wollen oder nicht brauchen, darauf habe ich noch nie Ruecksicht in 23 Jahren genommen und werde es auch in Zukunft nicht tun. Ich rede nicht von verbalen Beleidigungen. Bei mir gibt es knochenhart die Meinung Erkenntnisse und Darlegung der Dinge. Oft haben dann die Paraguayer gesagt: Ja, du hast Recht, wir sind ein Volk von I…Ich koennte mich ja mit wenigen Handgriffen einbuergern lassen und waere es dann von anderem Wert, eventuell hoeherwertiger was ich mitteile? Wirklich sehr naiv, unbekuemmert, kraftlos und auch komplexbeladen, wie manche Leute mit ihrer Gastpsychose so denken. Die umfangreich vorhandenen Einwanderungshelfer sollten auch „Betreutes Wohnen, Denken und Handen“ anbieten.
    Meine Toechter, hier geboren, also Gastgeber, sagten neulich mal, man sollte hier mal die Einwanderungsbestimmungen ueberarbeiten, was hier alles fuer Doedel nisten.
    Auch mal lesen: Wagenhebereffekt

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