Weg von den Tasten und raus auf die Straße

Asunción: Soziale Organisationen würden es gerne sehen, wenn sich mehr Bürger auf der Straße gegen die aktuelle politische Lage auflehnen als sich am Handy und in sozialen Netzwerken die Finger wund zu schreiben.

Die Souveränität eines Landes verteidigt man nicht am Computer, sondern in dem man auf die Straße geht und seinen Unmut bezüglich des Itaipú Skandals zum Ausdruck bringt. Die Protestkommission und Studenten der UNA bereiten für die kommende Woche eine Mobilisierung vor und erhoffen sich Sektoren-übergreifende Unterstützung.

Die Studentin für Sozialwissenschaften, Paula Cairet (Beitragsbild), sagte: „Paraguay hat es satt, die Leute haben es satt aber wir müssen auf die Straße gehen und Distanz zur Tastatur gewinnen. Es scheint so als wäre der Bevölkerung egal was in ihrem eigenen Land passiert“.

María Esther Roa hingegen erklärte, “dass sie seit einem Jahr mit ihrer Gruppe korrupte Politiker belagert und ihr Verhalten dazu führte, dass diverse Senatoren und Abgeordneten freiwillig kündigten oder angeklagt wurden. Sie wollen sich nicht auf die Justiz verlassen sondern sie öffentlich zu Schau stellen. Ich glaube bisher ist den Leuten noch nicht klar was passiert. Wir müssen uns besser informieren, debattieren und uns gegen die Korrupten wehren“.

Am morgigen Sonntag um 15:00 Uhr wird eine Protest-Karawane an der Costanera beginnen zu der alle herzlich eingeladen sind. Zwischen Mittwoch und Donnerstag wird die große Demonstration angekündigt, wo auch Bauern und Studenten teilnehmen sollen.

Wochenblatt / Abc Color

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9 Kommentare zu “Weg von den Tasten und raus auf die Straße

  1. Finde ich super! Diese jungen Leute machen Hoffnung auf eine bessere Zukunft Paraguays. Mit den alten „Böcken und Ziegen“ ist kein Staat zu machen. Die haben bewiesen, daß sie den Staat nur als Selbstbedienungsladen betrachten und sich gegenseitig decken. Ich frage mich nur, warum die Jugend hier nicht endlich eine eigene Partei gründet.

  2. Wirklich blödsin, gegen die Regierung zu protestieren um damit den Wechsel zu erreichen wegen ein Vertrag und das als korupt anzusehen, und ausserdem wissen wir alle das die nechste Regierung nicht weniger korupt ist !

    1. Ganz ehrlich: Glauben Sie allen ernstes, daß es unter einer neuen Regierung (NICHT Colorados) noch schlimmer werden könnte?

  3. Einzig solche Leute wie der Paraguayo Cubas und der neue Bürgermeister von CDE werden diese Land von der Korruption abkehren. Die Liberalen sind genau so korrupt wie die Colorados.

  4. Payo Cubas ? Das wäre das schlimste was es geben kann wenn der an die Macht käme. Und nicht colorados sind noch viel korupter als die colorados, wenn die colorados die Macht verlieren sollte, ist Paraguay Wirtschaftlich auch verloren !

  5. Einfach mal gerechnet:

    Allein Itaipú hat eine Nennleistung von 14.000 MW. Bei nur 70% Auslastung und 80$/MWh sind das im Jahr 7 Mrd. $ und nun 50/50 Brasilien/Paraguay … nur aus diesem einen Kraftwerk (sehr großzügig geschätzt) könnten nach Kosten, Leitungsverlusten und weiterem Netzausbau wenigstens 2.000.000.000 $ in die Staatskasse fließen und Nutzen bringen …, aber nein, das Geld fließt in den Orkus — es werden unrentable Alkoholfabriken „gefördert“ und das Geld anderweitig veruntreut. Vielleicht würde dem Land eine sehr starke Hand wirklich gut tun …

    1. Das wäre das einzige was helfen würde, eine starke Hand, eine Diktatur. Allerdings müsste der Diktator ja dann ein Guter sein. Und wann gab es das schon einmal? Noch nie und wird es auch nie geben. Heute ist die korrupte Wirtschaftselite so stark, dass sie im Fall einer solchen „Diktatur der Gerechtigkeit“ sofort mit tausenden von gut bezahlten und ausgebildeten Söldnern kommen und den guten Diktator beseitigen würde. Gut ausgebildete und spitzen ausgerüstete Privatarmeen stehen in den USA und vielen anderen Ländern bereit und sie können jederzeit angeheuert werden, wenn das Geld stimmt.

  6. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Das was @Arnold da von sich gibt ist die typische Mentalitaet des Mennoniten.
    Einen ehrlichen wie Payo Cubas wollense nicht und stellen ihn im Parlament kalt – hauptsache die eigenen Lobbyrennpferde sind im Rennen.
    Jedes Ende ist ein Neuanfang – nur eben wenn man richtig in der Plutokratensuppe mitmischt so waere es eben das eigene Ende; und das will man nicht.
    Mischt man mit der Korruption mit oder vergoennt es niemandem anders reinen Tisch zu machen, weil mans selber nie versucht oder hinbekommen hat, so wird man mit der Zeit selber korrupt – das ist gerade der Fall bei den Mennoniten. Das kann man auch beweisen: lange zeit ware sie Encuentro Nacional mit diesem Cornelius Sawatzky als Alternativpartei um das Land weniger korrupt zu machen und Veraenderung herbeizufuehren – man merkte schnell dass es deswegen keine Stromleitungen in den Chaco gab und der Asphalt der Ruta Transchaco nicht ausgebessert wurde wenn die Mennoniten Alternativparteien zur ANR angehoeren. So sattelte man um un will jetzt den Biedermeier spielen in dem man anderen in die Suppe spukt die Alternativen fuers Land suchen. Ab dem die Mennoniten als ANR gelten gabs ploetzlich Asphalt in den Ballungszentren und Staatsauftraege sowie ANDE Verteilerstationen, usw.
    Man arrondierte sich und versucht jetzt, da man alle Ideale und den Glauben verloren hat, anderen das Leben schwer zu machen damit nicht auf einmal das eigene Gewissen aufwacht.
    In dem Lichte muss man Arnolds Kommentare verstehen.
    Tja, wer sich mit dem Teufel einlaesst fuer den gibts kein Zurueck mehr…

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