Wegen Bestechungsversuch bei Alkotest verhaftet

Fernando de la Mora: Die Staatsanwaltschaft ermittelt in einem Fall, bei dem ein Beamter der Straßenpolizei (Caminera) bestochen wurde, als er einen Alkotest durchführte.

Die Ermittlungen in dem Fall führt der Staatsanwalt Italico Rienzi aus Fernando de la Mora.

Während einer Routinekontrolle von Fahrzeugen und Personen am 20. Oktober, durchgeführt von der Caminera, der Staatsanwaltschaft und Beamten der 2. Polizeistation in Fernando de la Mora kam es gegen 01:00 Uhr zu dem Vorfall.

Ein von Ivan Condori geführtes Fahrzeug wurde überprüft. Der Fahrer unterzog sich einem Alkotest, der ein positives Ergebnis von 1,081 ml. ergab. Minuten danach versuchte der Beifahrer Freddy Koso den Einsatzleiter von der Caminera, Ovidio Larrea, mit einer Summe von 200.000 Guaranies zu bestechen.

Deshalb ermittelt Rienzi nun gegen Koso wegen der versuchten Bestechung. Der Beschuldigte wurde verhaftet. Heute soll er unter Auflagen frei kommen und alternative Strafmaßnahmen, wie Hausarrest, zur Anwendung kommen.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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5 Kommentare zu “Wegen Bestechungsversuch bei Alkotest verhaftet

  1. Das ist ja ein lustiger Vorfall und könnte manche in Rage versetzen. Zum einen zwingt die Straßenpolizei hier die Leute ihnen „Bestechungsgeld“ (wird dann natürlich anders betitelt) zu geben, obwohl sie sich nichts haben zuschulden kommen lassen im Straßenverkehr ( hab ich selbst erlebt auf dem Weg nach Asu, wo meine Freunde für nix 800.000 Gs berappen mußten); ja wenn der Freddy dann zuwenig Bestechung zahlt, muß er dann natürlich weiter geschröpft werden.

  2. Logisch, 200.000 Gs ist ja auch zu wenig – ausserdem hat der Fahrer nicht auf der guaranischen Sprache bzw auf Jopara mit den Inspektoren verhandelt. Das gibt nämlich Sympathiepunkte.
    Folge war dann dass der arme Fahrer hinter Gittern musste und der Direktor der Bandidos Caminera öhh Patrulla Caminera Herr CHRIST Jacobs stolz wie Oscar verkündete, dass seine Beamten unbestechlich seien.

  3. Frauenarzt Dr. Peter Grabsch

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    Eigentlich eine gute Meldung. Da diese Meldung bestimmt heute Abend während fünf Stunden in einem fünf-minütigen Video in Endlosschleife am Basura-TV ausgestrahlt wird sollte es langsam auch der hinterste und letzte begreifen. Dass in Paragauy nicht mehr bestochen werden kann 🙂
    Im Ernst:
    Kontrollen müssten durch den Einsatzleiter klar vorgegeben sein: Man kontrolliert Sachverhalt x. Im Falle von Alkohol ist der Fall klar und durch die Polizei klar zu beweisen.
    Es darf aber nicht sein, dass die Polizei nach irgend was sucht, bis irgendwas gefunden und schon gar nicht, wenn nichts gefunden irgend etwas nicht Beweisbares aufgegriffen wird, um Schmiergeld zu kassieren.
    Gesetzt hier ist, dass mindestens sieben Polizisten, ein Staatsanwalt und ein Polizeifahrzeug vor Ort sein müssen, alle müssen in der Nacht eine reflektierende Weste tragen und jeder muss seine Trillerpfeife dabei haben, sonst ist die Kontrolle ungültig. Das kontrolliere ich immer und lege besonders Wert darauf, dass mir jeder Polizist seine Trillerpfeife zeigt.
    Wenn alles ok ist, dann müssen sie mir zeigen, dass das Licht an ihrem Fahrzeug funktioniert und beweisen, wie denn alle sieben in nur einem Fahrzeug platz hatten, denn hinten auf der Ladefläche herum zu fahren ist auch für die Polizei verboten. Dann kontrolliere ich, ob die Anhängerkupplung nicht über das Nummernschild montiert wurde, was zwar hierzulande offenbar jedoch kein Delikt ist.
    Hilft alles nicht, so müssen die Polizisten mir zeigen, ob alle vier Pneuventildeckelchen aufgeschraubt sind ihre Luftbahnbürste ordnungsgemäß funktioniert.
    Ist einer der Punkte durch die Polizei nicht beweisbar, so droht ihnen Gegenklage meinerseits bzw. meiner Abogada, Mennonitin, caro pero muy buena en su trabajo.

  4. Johan Moritz van Nassau-Siegen

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    Des Strassenpolizisten groesster Feind ist die Ueberwachungskamera.
    Als ich einen Strafzettel bekam wegen links abbiegen ueber gelbem Streifen, kam der Polizist ans Fenster und entschuldigte sich hoeflich dass er „leider kein Bestechungsgeld annehmen koenne da leider alles graviert wurde“ auf der Ueberwachungskamera ueber der Strassen und „leider sei das Aufnahmegeraet in der Munizipalitaet platziert wo er leider nicht zugang zu habe“. Ich sagte ihm ich sei wegen Ignoranz da drueber gefahren da der Asfalt leider dermassen verdreckt war und der gelbe Streifen schon so abgefahren dass er fast nicht zu sehen waere. „Da solle ich wegen Ignoranz beim leitenden Beamten dort auf Unschuldig wegen Ignoranz plaedieren“ riet er mir. Was ich dann auch tat und eine Reduzierung der Gebuehren bekam.
    Ich hatte es ja schliesslich getan und dachte nicht im mindesten daran die Typen zu schmieren (was ich noch nie im Leben getan habe).
    Es ist was gutes wenn man gefilmt wird da es die „Fuechse“ etwas in Schach haelt.

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