Wenn dem so sein sollte

Asunción: Sollte der Oberste Gerichtshof Fernando Lugo für die kommenden Präsidentschaftswahlen befähigen erneut antreten zu können, kündigt Cartes ein halbes Jahr vor Ende seines Mandats um eine Wiederwahl zu erreichen.

Diese Aussage traf die Senatorin Lilian Samaniego, die Präsident Horacio Cartes sehr nahe steht. Marcos Fariña, der Anwalt von Fernando Lugo, erklärte in den vergangenen Tagen, dass sein Mandant für die Präsidentschaftswahlen 2018 wählbar wäre. Wieder einmal bezog er sich auf die Verfassung, in der steht, dass ein Präsident nicht wiedergewählt werden kann, womit er Lugo ausschließt, da dieser höchstens Ex Präsident ist. Demnach könnte man Samaniegos Aussage auch als ironischen Kommentar auffassen.

Wenn Ex Präsidenten wählbar wären, würde Cartes sechs Monate vor Ablauf des Mandats kündigen, um ebenso ein Ex Präsident zu werden. Damit erfülle er, wie auch Fariña´s Mandant die Grundvoraussetzung, um zu kandidieren.

Obwohl viele Politiker lieber Senatoren sind als Präsident, scheint es Präsidenten auf ihrem Posten zu gefallen. Bisher versuchte jeder nach Stroessner kommende Mandatsträger sich eine weitere Amtszeit zu gönnen. Gelungen ist es bisher noch niemand.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “Wenn dem so sein sollte

  1. Die „Gaben“ des Täuschen und Trickens werden in Paraguay besonders gut beherrscht. Da kommen die Gringos wirklich nicht mehr mit. So gesehen, könnte sogar die Regierung Merkel & Gabriel noch etwas hinzu lernen.

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