Wenn Deutsche, Kolonisten und Paraguayer aufeinanderprallen

Kolonie Sudetia: Bei vielen Festivitäten kommen Kulturen aus unterschiedlichen Ländern zusammen. Lesen und staunen Sie, wie andere über die anderen denken und reden.

Wir haben einige Gespräche zusammengefasst, die sich im Rahmen der 85-Jahr Feier der Kolonie Sudetia zugetragen haben.

Einige Male kam es zu hitzigen Wortgefechten, vor allem wenn (Neu) Deutsche nach Paraguay einwanderten. Vergleiche wie mit Europa wurden auf den Tisch gebracht.

„Ihr sollt zuerst einmal unsere Spreche lernen. Ich habe einen Paraguayer geheiratet, der erst einmal Deutsch lernen muss, dann darf er zu euch ins Land kommen. Und ihr? Ihr kommt hierher und könnt nach 19 Jahren noch kein Spanisch, geschweige denn Guarani“, sagte eine Kolonistin aus Nansen, die mit einem Paraguayer verheiratet ist und nach Deutschland will um zu arbeiten.

Aber auch viele Paraguayer auf dem Fest stimmten ihr zu. „Die Sprache ist wichtig. Wir wollen uns auch mit euch unterhalten können. Nur so ist ein Kulturaustausch möglich“, erklärte Carlos Velazquez aus Paso Yobai.

Ein anderer Einheimischer aus Natalicio Talavera merkte an, dass ihn vor allem die andauernde Meckerei von Eingewanderten stören würde. „Immer wieder wollt ihr alles verbessern und bezeichnet uns oft als Menschen dritter Klasse. Wir sind weder besser noch schlechter“, klagte Marisa Fretes.

Es gab aber auch Lob über Personen, die sich aus dem “deutschen Ghetto“ der Kolonien fern halten und Kontakt zu Paraguayern suchen. „In meinem Freundeskreis sind mehr Einheimische zu finden, als Deutsche oder Europäer. Ich komme gut zu Recht mit ihnen. Man muss ja nicht jeden Tag zusammensitzen“, erzähle Hans Grüner.

Wie dem auch sei, zumindest auch auf diesem Fest zeigte sich, dass eher Kolonisten mit Paraguayern oder letztere nur untereinander saßen. Von den “neu Eingewanderten“ wagte kaum einer sich “unter das Volk“ zu mischen. Andersherum war das jedoch der Fall. Eher suchten Einheimische den Kontakt, scheiterten aber meistens durch die mangelhaften Sprachkenntnisse der Neuankömmlinge.

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14 Kommentare zu “Wenn Deutsche, Kolonisten und Paraguayer aufeinanderprallen

  1. Man wird hier herzhaft aufgenommen. Die Menschen sind sehr freundlich und zuvorkommen, vor allem wenn Sie mit Ihrem Akzent leicht als Inhaber von Plata identifizierbar sind. Als zweites will jeder, aber wirklich jeder, Sie zum Saufgelade, Asado und Idiotenmusik auf 120 dB einladen. Am besten gehen Sie sonntags hin, da verbrennen die meisten ihren Müll und ihr vor drei Wochen verstorbenes Haustier zwei Meter neben dem Grill nicht. Samstags sollten Sie unbedingt Schutzmaske mitnehmen.
    Na gut, der Idiot schreibt wieder einen Kommentar. Dann gehen Sie doch mal hin, lassen sich den ganzen Abend mit Handkontakt und vollbesoffen vollquatschen.
    Seien Sie nicht voreingenommen. Erklären Sie dem dipl. Handwerker, wie Sie Ihre Mauer, Ihr Haus haben möchten, dem Automechaniker was am Wagen kaputt ist, dass Sie nicht neben einer Diskothek noch einer Müllhalde leben möchten. Man wird Ihnen freundlich zu verstehen geben, das man versteht was Sie sagen.
    Helfen Sie wo Sie können. Und sei es nur, dass sie einem Armen einen Euro geben, damit er sich etwas zu Essen kaufen kann.
    Irgendwann werden Sie merken, Sie wollten eine Mauer erbaut aus Zement und nicht aus Sand die irgendwann anfängt Leben in Form von Ungeziefer zu entwickeln, bevor sie anfängt sich in ihre Makromoleküle zu zerlegen.
    Wenn Sie dann zum fünften Mal wegen dem gleichen Problem beim Mechaniker waren, dann können Sie sich fragen, ob Sie nichts besseres zu tun gehabt hätten.
    Wenn Sie bei schönstem Sommerabend hinter ihrer verschlossener Türe und verschlossenen Fenster den schönen Abend genießen möchten, weil der Paragauyer noch für Bier und Benzin sparen möchte, dann können Sie sich ja fragen, was der Idiot da im Wochenblatt-Forum geschrieben hat.
    Wenn Sie, für das was ein Paragauyer 8 Mil bezahlen muss, 10 Mil bezahlen, dann können Sie eben einfach zu gut rechnen.
    Wenn Sie dann an Ende sind, dann wird Ihnen weder Ihr netter Landsmann noch der nette Paragauy helfen können, sie haben auch nichts. Das heißt, ein Glas Wasser wird man Ihnen geben, aber Sie müssen es selbst abholen.
    Und „nadie te va perdonar esos dos mil“ (niemand wird die die 50 Cents [die du zu wenig dabei hast] verzeihen).
    Nein, es ist nicht alles schlecht in Paragauy.
    Aber denken Sie an meine Worte, wenn Sie erst seit kurzem hier leben: Das sind keine Menschen 3. Klasse, die sind uns Europäern in einigen Sachen weitaus überlegen. Nicht alle, aber einige. Und die Schlimmsten sind deine Landsleute. Denk Sie daran, Sie werden das schon noch selbst in Erfahrung bringen.
    Tipp: Seien Sie verschweigen, vergessen Sie sich ausfragen zu lassen bei Idiotenmusik, Gammelfleisch und Billigbier. Gehen Sie niemals zum Notar Ihres Landsmannes, auch wenn der Bad-Deutsch spricht, noch des Paragauys. Er arbeitet nicht für Sie. Sie haben das Recht die Angelegenheit bei dem Notar Ihres Vertrauens (hihi) bereinigen zu lassen. Doch auch das ist keine Garantie. Gehen Sie zu Livieres in Asuncion, der spricht Deutsch und ist ein Notar, was Sie unter Notar verstehen.
    Ja, aus rechtlichen und zeitlichen Gründen zähle ich jetzt nicht alles auf. Doch seinen Sie versichert, man kann mich bedrohen, tätlich angreifen, linken, bestehlen, als Idioten hinstellen. Aber man darf dann von mir nicht erwarten noch einen Funken Respekt oder auch nur einen Cent zu spenden.
    Wenn alles gut geht fliegt mein Flieger (einfach) noch dieses Jahr. Viel Spaß bei 300 Tagen Sonnenschein.

    1. Wer so viel an paraguayischen Handwerkern auszusetzen hat zeigt nur dass er selbst 2 linke Hände hat wie auch ein schlechtes Urteilsvermögen sich richtige Leute auszusuchen. Das billigste Angebot ist oft das teuerste.
      Auch in Deutschland sterben die guten alten Handwerker aus und haben Schwierigkeiten überhaupt Nachwuchs zu finden die Mindestkenntnisse für einen Lehrling haben.

      1. Mit ein wenig logischem überlegen wärst du jetzt selbst darauf gekommen, was von paragauyschen Handwerkern zu halten ist:
        Also, ist es logisch, dass jemand, der sich Handwerker X nennt, apena die paar Stunden Pflichtgrundschule geschafft hat und zwei Wochen Papa über die Schulter geschaut hat, etwas taugt?
        Das mit den zwei linken Händen könntest du dich aber täuschen. Obwohl ich keine Lehre als Handwerker absolviert habe, nicht einmal eine hiesige 14-tägige, mache ich seit Jahren alles selbst und siehe da, bin sogar fähig einen 4:1 Mörtel zu mischen und so viel Öl nachzufüllen, bis die Anzeige „max.“ erreicht ist, auch wenn dann noch was in der Flasche drin ist.
        Gebe dir Recht, es gibt sie wirklich, man sieht ja doch 1-2 Gebäude hierzulande, die nicht in Begriff sind, auseinanderzufallen. Diese 1-2 Handwerker zu finden, für das ist mir die Landesfläche einfach zu groß.

  2. Ach ja, noch ein kleiner Nachtrag:
    Um dem witzig und geistreichen Einzellers Einzeler zu antizipieren, damit er eine kleine Denksportaufgabe für die nächsten Wochen hat: „Nein, ich bin als Wald und nicht als Rufer verkleidet nach Paragauy ausgewandert.“

  3. Stimmt leider alles was der Vorkommentator schreibt. Man halte sich fern von den Menschen hier, denn sie sind dumm und missgünstig, aber echt alle! Man arbeite alles alleine, dann ist es recht gemacht, man vermeide Kontakte, denn sie führen nur zu Diebstählen..und man steite NIE vor Gericht, denn das bedeutet Untergang. Aber wenn man unter dem Radar fliegt ist es toll hier!

  4. Auf der ganzen Welt gibt es verschiedene Menschen. Wo ich mich nicht hingezogen fühle da bleibe ich doch weg. meiner Meinung haben sie ihr Zelt auf dem verkehrten Platz aufgeschlagen.

  5. Das gilt allerdings nicht für alle Regionen. Lebe hier seit 22 Jahren habe schon viel solches gehört, aber hier so etwas noch nicht erlebt!

  6. Wenn die Dame im Besitz der deutschen Staatsangehoerigkeit ist, kann sie ihren Indianer doch in die BRD importieren, wo ist das Problem. Wenn denn ein Staat in Einwanderungsfragen gewisse Regeln aufstellt und dieser hier nicht, dann kann man das ja nicht den Leuten die kamen anlasten, denn Sprachkenntnisse werden ja nicht verlangt, noch nicht mal bei einer Einbuergerung. Ausserdem koennte die Frau mal Studien bei Aldi und den darin rumlaufenden Wandelgardinen machen in Sachen Sprache.

  7. Deutschland kann nicht mit Paraguay verglichen werden könnte. Ein Deutscher der hier her kommt bezahlt sich seinen Aufenthalt selber, es geht ja gar nicht anders. Auf der anderen Seite kommen nach Deutschland seit Jahrzehnten Illegale, die dann geduldet werden und dafür noch Geld bekommen, mittlerweile durch vorausschauende Gesetzgebung etwa 200.000 plus pro Jahr und die werden als Fachkräfte bezeichnet. Wehe man (als von Geburt an Schuldiger Deutscher) sagt hier, die müssten doch vorher die Sprache lernen, eine Ausbildung haben oder sie müssen sich anpassen eventuell nur 2 Ehefrauen nicht 3.
    So gesehen müsste jedem Deutschen in Paraguay schon am Flughafen der rote Teppich ausgerollt werden oder zumindest ein Teddybär geschenkt werden, ich würde meinen die Cedula und eine Pension mit Krankenversicherung.
    Wie immer kann man im westlichen Bereich nicht sinnvoll über ein Thema sprechen, weil die wirkliche Ausgangslage aufgrund von political correctness nicht angesprochen werden darf. Hinter den Kulissen geht es ohnehin nur um knallharte globale Konzerninteressen und die Menschen sind in diesem Falle ausnahmsweise wirklich alle gleich, nämlich gleich egal. Deshalb ist es quasi für jeden aus der 3. Welt bereits einfacher nach Deutschland zu kommen, samt x köpfiger Familie als für den Deutschen selbst wenn der nur eine Wohnung wechseln will, die Bürokratie, die nur für die schon lange lebenden hier gilt, macht es möglich. Offensichtlich!!
    Erst wenn dieses Ungleichgewicht behoben wäre, könnte man sinnvoll über dieses Thema sprechen und dann hätte es sich erübrigt, weil dann Deutschland auch Deutschland wäre und quasi kein Deutscher auswandern würde schon gar nicht nach Paraguay. Wozu denn?

  8. Meine Person hält es mit der Deutschen Kultur weil ich in ihr geboren wurde und aufgewachsen bin. Doch bin ich so geartet das ich JEDEN Menschen mit Achtung und Respekt begegne ob Deutscher oder Paraguayer . Das ist in erster Linie mein Bestreben. Doch ich bin auch unerbittlich gegen Jedermann der mich Verletzt, Angreift oder Betrügt und da spielt die Nationalität keine Rolle. Wenn nun hier einer behauptet das meine Anderen Kommentare eine Andere Sprache sprechen ,sage ich nur richtig lesen. Ja ich hasse diese Nafris und Neger aber merke nur dann wenn sie sich so benehmen wie sie es in Europa tun.Zu meinen echten Freunden gehören trotzdem viele aus dieser Glaubensrichtung und Rasse ,Warum?? Weil sie sich mit Anstand und Respekt benehmen im Gastland und das sollte hier für alle DACHL auch gelten den wir sind hier die Gäste und so benimmt man sich.Wenn wir hier etwas Aufgebaut haben so Ehr uns das und wir erhalten Anerkennung und die haben die Deutschen hier Dank den Menschen aus Sudetia,Indepedencia,Hohenau und vielen Orten auf diesen Kontinent.Was Unruhe ins Land bringt sind Linke und Grüne Querulanten mit ihrer Ansicht von der Welt. So wie dieser Multifutzi (A—t)

  9. Nachtrag zu meinem Kommentar oben:
    Vielleicht ist Ihnen der Eindruck entstanden ich sei ein ganz besonders intoleranter Mensch, der mit Wörtern wie „Idiotenmusik“ in der tiefsten Schublade kramt?
    Dann muss ich mich bei Ihnen entschuldigen mich nicht richtig ausgedrückt zu haben!
    Von mir aus kann ein jeder tun und lassen was er will. Ich sehe aber nicht ein, warum ICH SEINE Idiotenmusik anhören muss, ICH SEINEN Gestank ertragen muss, ICH SEINE Kindergartenarbeiten ausbessern muss uvm.
    Musik ist Geschmackssache, ich brauche überhaupt keine. Und ICH brauche schon gar nicht SEINE Idiotenmusik.
    Leider konnte ich einfach keine Synonym finden für solch ein primitives Verhalten unterster Schublade wie man es hierzulande von diesen Meisterhandwerkern und -hühnerdieben erleben darf, auch wenn ich mich dafür schäme, mich auf das Niveau eines Einheimischen gehievt zu haben.

  10. Verstehe gar nicht wo das Problem ist. Als Kolonist bekommt man doch schon von den Inhabern seiner erstklassig deutschen Unterkunft zu fairen Preisen inkl. einlagigem Toilettenpapier und später vom Bewährung-, pardon, netten Einwanderungshelfer, alles was man braucht: Grundstück, Haus, Auto, PY-Pass, Frau und was sonst noch alles. Was braucht man sich da noch vom Einheimischen übers Ohr hauen zu lassen?

  11. Man kann von deutschen Rentnern oder allgemein Leuten fortgeschrittenen Alters jetzt nicht erwarten, dass sie noch die spanische Sprache (neu) erlernen.
    Sicher macht das einen befremdlichen Eindruck bei den Einheimischen, „Was wollen die hier, wenn sie nicht mal unsere Sprache sprechen?“
    Aber es ist kein Grund, diese Leute zu betrügen oder auszurauben.

  12. „Man kann von deutschen Rentnern oder allgemein Leuten fortgeschrittenen Alters jetzt nicht erwarten, dass sie noch die spanische Sprache (neu) erlernen.“
    Wieso nicht?
    Weil sie einfach alt sind? Dann sollen sie in Deutschland bleiben.

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