Wenn die Mutter und nicht der Arzt Medikamente verabreicht

Fernando de la Mora: Die Heilfürsorge ist in Paraguay kostenlos und das ist gut. Laut Gesetz gilt dies auch für die Medikamente. Wenn Eltern jedoch, wie gestern Nancy Casco (23) ihrer Tochter ohne Anraten des Arztes selber ein Schmerzmittel verabreicht, ist das sehr unverantwortlich. Ganz besonders wenn sich herausstellt, dass das Medikament zum Hemmen von Bauchschmerzen für Erwachsene ist, während der Patient ein Baby von sechs Monaten Alter ist. Das Baby starb nachdem es fast tot ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Mutter verabreichte Kitadol Forte und Entero Gas. Eine angeordnete Obduktion soll noch mehr Gewissheit bringen.

Die Mutter erklärte ihrem kleinen Mädchen helfen zu wollen als sie unter Bauchschmerzen litt. Kurz nach der Einnahme ging es ihr jedoch noch schlechter und die Eltern brachten sie ins Kinderkrankenhaus nach Fernando de la Mora, wo es nicht mehr reanimiert werden konnte.

„Wegen fehlender Bildung der Bevölkerung kommt es zu solch unverantwortlichem Verhalten. Die Menschen meinen zu wissen, was sie wann nehmen müssen. Das zieht sich durch alle sozialen Schichten, ist jedoch falsch. Im Falle des kleinen Babys ist es schrecklich so etwas zu hören. Selbst auf dem Hinweiszettel steht, dass dieses Medikament nicht für Babys und Kleinkinder ist“, sagte der Gesundheitsminister Dr. Antonio Barrios.

(Wochenblatt / Última Hora)

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10 Kommentare zu “Wenn die Mutter und nicht der Arzt Medikamente verabreicht

  1. Die Aerzte wissen doch oftmals auch nicht viel mehr als diese Mutter.Aus diesem Grunde suche ich, sollte es mal notwendig sein, welche mit Auslandsstudium.
    Bei mir nur 3 Haeuser weiter ist der Gesundheitsposten. Aerztin ja, aber Medikamente Fehlanzeige.Liegt irgendein Problemfall vor, dann muss eine Analyse gemacht werden. Kosten in einem privaten Labor ca. 100000 G., je nach Art auch noch teurer.
    Medikamente, die etwas bewirken sollen finden sich auch in dieser Preisklasse.
    Also fuer einfache Leute einfach unerschwinglich.
    Sollte dann auch noch ein Facharzt noetig sein, dann wird es erst richtig teuer. Schon alleine die Anfahrt im Bus, dann die langen Wartezeiten bei den zustaendigen Personen und dann wieder ein Labor usw.
    Die Versicherten vom IBS sind da auch nicht viel besser dran.

    1. Sie sind Ausländer und sind auch nicht freiwillig privat in Paraguay versichert.Es sein den es besteht ein Vesicherungsabkommen mit den betreffenden Land. (z.B in der EU.)
      Eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholung ist sehr zu empfehlem.Es gibt Länder in dieser Welt
      wo die Verwandschaft das Essen oder die Medizin ins Krankenhaus bringen muss. Wer keine Verwandten dort hat, hat wirklich sehr schlechte Karten.

    1. Ja das stimmt es ist kostenlos, wer sich aber einige Ärzte und derren Arbeit ansieht.Kommt zu den Schuss das viele Hausfrauen haben mit Kräutermedizin mehr bringen als der Studierte. Gute Ärzt gibt es wenige und die sind Teuer!

  2. Natürlich hat die Mutter die Schuld. Anstatt das Kind nachher ins Spital zu bringen, hätte sie es vorher tun müssen. Ich kann doch keinem Kleinkind als Laie irgendein Medikament verschreiben.

  3. selbst wer lesen kann stösst an seine grenzen
    da die Schrift auf allen Beipackzetteln viel zu klein ist. die mutter zu belasten ist sehr einfach. man muss immeralle umstände berücksichtigen.

  4. Es ist sehr traurig so etwas lesen zu müssen, mangelnde Schulbildung ist der Hauptgrund für solch ein Verhalten der Paraguayos.
    Viele können nicht einmal ein ordentliches spanisch sprechen, geschweige noch lesen und schreiben zu können.
    Für manche endet es in einer Katastrophe, leider.

    1. Nicht mangelnde Schulbildung, sondern mangelnder WILLEN zur Schulbildung. Lesen und Schreiben lernen kann ich auch im Schneidersitz unter dem Mangobaum auf einer altmodischen Schiefertafel, wen ich es den WILL. Sogar in Paraguay bei nur 3h Schule taeglich ist es moeglich Lesen und Schreiben zu lernen.

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