Wenn die Tochter mit ihrem Freund durchbrennt

Ciudad del Este: Juana Elizabeth Santacruz, eine 19-Jährige, verschwand vor einer Woche aus dem Elternhaus. Sie simulierte eine Entführung, was nicht folgenlos bleiben sollte.

Am 2. Februar verließ Juana Santacruz ihr Elternhaus im Stadtteil Ciudad Nueva. Obwohl sie schon zwei Mal zuvor türmte, dachten ihre Eltern dass ihr etwas zugestoßen sei, da sie in Nachrichten an ihre Schwester schrieb, dass ein Unbekannter sie entführte und ihr kein Essen gibt. Dann schrieb sie noch, dass sie womöglich nächste Woche freigelassen werde. Dass alles soll sie gemacht haben, weil ihre Eltern ihren Freund nicht akzeptierten.

Als die Eltern ihre Nachrichten laßen, wendeten sie sich an die Polizei, die eine Suche veranlasste und umgehend in Presidente Franco fündig wurde. Im Haus des neuen Freundes Claudio González saß Juana Tereré trinkend mit ihren Schwiegereltern. Nur Claudio wußte etwas von der vermeintlichen Entführung. Seine Eltern waren darüber nicht in Kenntnis gesetzt worden.

Die Staatsanwältin Analía Rodríguez entschied Juana wie auch ihren Freund Claudio wegen Vortäuschung einer Straftat anzuklagen, was mit einem Bußgeld bzw. Haft bis zu drei Jahren geahndet werden kann.

Staatsanwältin Rodríguez hat in Alto Paraná damit ausreichend Erfahrung, denn alle zwei bis drei tage läuft ein Mädchen, meist im Alter ab 13, von zu Hause weg, um Unterschlupf bei ihren Lebensgefährten zu suchen.

Wochenblatt / Extra / Bild: Juana Elizabeth Santacruz

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