Wenn fehlendes Unrechtsverständnis auf Ignoranz trifft

Asunción: Noch vor zwei Tagen nahm keiner der Gesetzgeber das Thema José María Ibáñez zu ernst. Man bezichtigte nur die Presse federführend zu sein. Doch das Volk zeigt auf seine Weise, was es von ihm hält.

Am gestrigen Tag gab es mehrere Sitzstreiks in öffentlichen Schulen, diverse Mitarbeiter staatlicher Krankenhäuser zeigten mit Plakaten was sie von Ibáñez halten und selbst 500 Mitglieder des prestigereichen Centenario Club wollen Ibáñez aus ihren Reihen verbannen. Zudem kommen Restaurantverbote für ihn wie auch für die, die ihm geholfen haben. Eine weitere Form des Protests war das Bewerfen seines Wohnhauses mit Toilettenpapierrollen am gestrigen Abend. Seltsam dabei waren nur die Uniformierten, die nachfragten, wer denn namentlich für die Aktion verantwortlich wäre.

Auch wenn der Protest keine Spitzenwerte annehmen wird, wie einst zur geplanten Abschaffung der internen Wahllisten, kristallisiert sich dennoch heraus, dass das Volk nicht so ignorant ist, wie es hingestellt wird.

Eine Quintessenz fehlt jedoch, da außer dem schon abgestimmten nichts mehr folgen wird, alle wieder ihren gewohnten Trott nachgehen während Ibáñez und Ehefrau für einen Monat ferne Länder bereisen und ihre Anonymität genießen.

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