“Wenn sich Russland und Chile erkälten, bekommen wir eine Lungenentzündung“

Asunción: Chile und Russland sind die Hauptabnehmer von paraguayischem Fleisch, daher habe alles, was in diesen Ländern passiert, direkte Auswirkungen auf den Export, so der Präsident der ländlichen Vereinigung von Paraguay, Luis Villasanti.

Der derzeitige soziale und politische Ausbruch im Andenland beunruhigt den Sektor, wie Villasanti eingestand, der sagte, dass es zwar bislang keine Konsequenzen oder Auswirkungen auf den Export von Fleisch gebe, es jedoch in Kürze zu einem Einbruch kommen könne.

Laut Villasanti gibt es ungefähr 60 offene Märkte für Fleischexporte, aber Paraguay konzentriere sich nur auf ungefähr 8 und von diesen seien es Chile und Russland, die 75% des paraguayischen Fleisches abnehmen, während die anderen Länder als kleine Nischen bestehen bleiben.

Er erklärte: „Wenn einer der Riesen, Chile oder Russland, eine kleine Erkältung hat, packt uns die Lungenentzündung. Ich glaube, dass der Erfolg des Fleischexports in der Vielfalt der Märkte liegen wird. Wir müssen neue erschließen, wie Uruguay, das über 150 offene verfügt, dann haben wir eine sehr große Reichweite“.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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10 Kommentare zu ““Wenn sich Russland und Chile erkälten, bekommen wir eine Lungenentzündung“

  1. Zitat: “Wir müssen neue erschließen, wie Uruguay, das über 150 offene verfügt, dann haben wir eine sehr große Reichweite“.”
    Das sagt eigentlich alles.
    Chile und Uruguay sind eigentlich nur Durchgangslaender, sogenannte Labellaender. Paraguay exportiert nach Chile wo die chilenen das paraguayische Fleisch dann umdeklarieren und mit dem Label “Made in Chile” (Chile top Quality for export only) versehen. Dann geht das Fleisch nach den USA und Europa wo die chilenen dann die Preisdifferenz einsacken – wie die chinesen als sie Chavez Oel aufkauften und es schwups den Amerikanern weiterverkauften, abzueglich Transport bis China und Raffinerieverluste, Kosten die sie Chavez abzogen.
    Auch Russland duerfte als “EU nahes Land”, das paraguayische Fleisch als osteuropaeisch deklarieren (Guetesiegel EU) und dann weiterschleusen nach Deutschland, Frankreich, UK, etc. – wo die Russkies dann wiederum die Preisdifferenz einsacken.
    Chile kann ja nie all das Transitfleisch selber aufessen mit rund 18 Millionen Staatsbuergern. Das Fleisch wird nur die Eigenmarke gegeben und dann weitergereicht an andere hoeher zahlende Laender.
    Natuerlich sind die Zentraleuropaeer noch so dumm und zahlen denen solch hohe Preise.
    Uruguay scheint ja einer der groessten Fleischproduzenten und -exporteur zu sein mit einer Bevoelkerung von miesen 3.4 Millionen und eines der winzigsten Laender der Welt – ein einziger Witz.
    Die Paraguayer haben nur angst um ihre Schleuserlaender als Schleuserhubs.
    Der DOeCh’l Konsument wird lang und breit getaeuscht ueber die wahre Herkunft des Fleisches. Deswegen schlachte ich selber – da weiss man was man hat (das weichste Kalbs- und Jungrindfleisch europaeischer Rasse).

  2. Da spricht der; Exportminister-Finanzminister-Agrarminister-Besserwisserminister-Rassenminister-Mennonitenminister, uns allen Paraguayern voll aus dem Herzen. Das sind alles Deppen im Vergleich Eurer Durchlaucht vonde Ozeberg van Nassau-Siegen. Immer ein wertvoller Beitrag. Vielen Dank und natürlich werden wir versuchen diese Wertvolle Info. in die Entscheider Stellen durchzureichen.

    1. Oh ja, stets zu diensten – de nada.
      Die Stasi erwartet ihren Rapport sicherlich schon wo man Kuno wegen “minderung des oeffentlichen Ansehens Paraguays im Ausland” drankriegen will.
      Da ist der ARP mit dem Satz doch ungewollt die Wahrheit ueber die Zunge geglitten…
      Einer der weltweit groessten Fleischlieferanten in den USA gehoert einem brasilianischen Stammunternehmen. Es kann auch sein dass Chile und Uruguay zu dieser Schleuserfiliale ihr Fleisch und aller Laender die zu ihnen verkaufen verhoekern, wo dann dieses mit der Etikette “Made in USA” versehen wird da es in USA verarbeitet wird.
      Und andere Varianten sind natuerlich auch moeglich…

  3. Das spricht doch nur für die geistige Beschränktheit der hiesigen “Elite”. Wie kann man nur so naiv sein, sich dermaßen in eine beinahe Abhängigkeit von zwei Großabnehmern paraguayischen Fleisches zu machen!

  4. Sie haben sich durch künstlichen Exportwahn abhängig gemacht. So geht internationaler Kapitalismus. Deutschland das selbe. Damit der Großunternehmer nicht eventuell ein bißchen weniger verdient, müssen dann alle anderen alternativlos so und so. Worin besteht jetzt genau der Unterschied zu Venezuela? ahh ja, da können internationale Kapitalisten nicht mitverdienen, weil nicht privatisiert. Das ist der einzige Unterschied oder doch nicht?

  5. Und jetzt fällt mir gerade noch auf: Russland ist ja sehr klein und übervölkert. Die könnten genau so x Kühe haben und sich selbst versorgen. Gerade die brauchen doch paraguay nicht. Ist das ein Freundschaftsentgegenkommen, damit die russischen Mindrhieten hier ienen Absatzmarkt haben? Das alles ist so dämlich, dass ich mir das nicht mal vorstellen kann.

    1. Das ist was Putin vor einiger Zeit der russischen Wirtschaft aufgetragen hatte: sorgt dafuer dass ihr selber Rinder zuechtet und euch selbstversorgt. Das kam ueber Radio ZP30 von Seiten der Fleischkammer. Deswegen kaufen die Russen wohl immer weniger weil sie selber ihre eigene Viehzucht aufbauen. Ist ja auch ne Schande: das groesste Land der Welt und kann noch nicht mal ihre eigene schrinkende Bevoelkerung von 144 Millionen (rasch alternd mit wenig Kindern) mit Fleisch versorgen.

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