Wer am längeren Hebel sitzt

Asunción: Da Busunternehmer bisher auch Zuschüsse vom Staat bekamen für Busse, die entweder gar nicht mehr fuhren oder nicht im Einsatz waren, kommt es nach einer jetzigen Absage zum Streik. Ab Montag wollen die Busunternehmer zeigen, wer am längeren Hebel sitzt.

Diese Machtdemonstration hat folgenden Hintergrund. Die Busunternehmer bestehen darauf, bei ihren Fahrten immer 18 Prozent Gewinn zu machen, was durch den Wegbruch der Zahlungen für Busse, die nicht im Einsatz sind, nicht mehr gegeben ist. Zum Verhandeln sind sie nicht bereit.

Die Regierung hingegen, die niemals imstande war einen öffentlichen Nahverkehr selbst auf die Beine zu stellen und zu betreiben, merkt nun, wer versucht, seine Machtposition auszuspielen. Obwohl man schon mit Lizenzverlust für Strecken drohte, gaben die Unternehmer nicht nach. Es gibt eben keine Busunternehmen, die stellvertretend für diese die Strecken übernehmen können.

Aus diesem Grund sieht sich die Regierung gezwungen, eine Liste zu veröffentlichen, in den sich Personen mit Kleinbussen und Bussen einschreiben können, die während des Streiks die Strecken bedienen wollen – und dafür Geld bekommen. Beim Vizeministerium für Transport geht man davon aus, dass die Unternehmer, die auf tägliche Einnahmen angewiesen sind, in spätestens fünf Tagen einknicken und die Konditionen der Regierung akzeptieren. Dieser Zeitraum wird jedoch zur Geduldsprobe für die leidgeprüften Passagiere, auf deren Rücken der Preiskampf ausgetragen wird.

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3 Kommentare zu “Wer am längeren Hebel sitzt

  1. Was die Busunternehmen betreiben ist doch nichts anderes als Diebstahl von Steuergeldern. Und das wird von den korrupten Amigo-Politikern seit Jahren auch noch gestützt. Was für ein Wahnsinn läuft denn hier überhaupt ab? Auf eine derart dumme Idee kann man ja wohl nur hier in PY kommen – Subventionen bezahlen für Busse die überhaupt nicht im Einsatz sind. Das gleiche für Busse, eher Krachkisten, die beim nächsten Schlagloch auseinander fallen. Blicken die Politiker überhaupt noch durch, wer für was wieviel bekommt? Ist diesen Politiker überhaupt bewußt, wer das am Ende alles zu bezahlen hat? Ich fürchte NEIN, weil ihnen erstens alles egal zu sein scheint, zweitens weil es ihnen an Verantwortungsbewußtsein gegenüber den Bürgern fehlt. Hauptsache ihre Taschen füllen sich möglichst schnell ohne dafür eine entsprechende Leistung erbringen zu müssen. Somit ein absoluter Traumjob! Kein Wunder, wenn gerade bei den Colorados so viele Menschen Parteimitglieder sind, denn nur so hat man Aussicht auf einen sicheren Traumjob. Und die möglichen Oppositionspolitiker stehen auch schon Schlange nach diesen Pöstchen. Wie kann man jemals aus diesem Teufelskreislauf heraus kommen?

    1. Das dauert nicht lange und schon sind ganz viele neue private Anbieter auf den Linien. Das dauert maximal 6 Monate. Reiche Menschen und cooperativen die in das Bus Geschaeft wollen und gerne eine ganze Flotte neuer Busse kaufen gibt es sicherlich genug.

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