Wer einmal in die Falle tappt

Asunción: Besser man braucht keinen Kredit oder kauft etwas auf Raten. Wenn doch, kann man alles erwarten. Den Geldeintreibern ist jedes Mittel recht. Sehr beliebt sind Einschüchterung, Erniedrigung und Beleidigung.

Diese Woche wurde eine Audio-Nachricht publik, auf der eine Angestellte von Inverfin zu hören war. Die Mitarbeiterin, Carolina González, beschimpfte eine Frau, die eine Klimaanlage auf Raten kaufte und nicht genügend Geld hatte es zurückzuzahlen. “Sie sollten doch eine Bank überfallen“ oder “Was interessiert mich deine Ande Rechnung“ waren die Phrasen, die sich der Kunde anhören musste. Ihm wurde mit einer Anzeige gedroht, womit ihr Lohn komplett mit einem Embargo belegt wird. Die Kosten dafür, 3.800.000 Guaranies, müsse der Kunde tragen.

Um dem Thema keinen Aufwind zu geben, wurde die Mitarbeiterin entlassen. Nun aber eröffnet der Verbraucherschutz (Sedeco) eine Untersuchung gegen das Unternehmen, was von Mennoniten geführt wird.

“Hier wurden die Menschenrechte des Kunden verletzt, da er würdelos behandelt wurde. Dieses Recht ist verankert in der nationalen Verfassung. Auf keine Art und Weise kann dies eine effektive Methode sein Recht einzuklagen. Eine gute Behandlung ist eine Grundvoraussetzung“, so Juan Vicente Talavera, ein Sprecher des Verbraucherschutzes.

Obwohl die Telefonistin entlassen wurde, werden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen, wenn genügend Beweise gefunden werden. Dem Verbraucherschutz ist in Bezug auf die Frau die Hände gebunden, die können sie spezifisch nicht abstrafen.

Wochenblatt / Hoy

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2 Kommentare zu “Wer einmal in die Falle tappt

  1. Soll man denn etwa die Schuldner hier mit Samthandschuhen anfassen? Es ist mir bekannt, daß ein sehr hoher Prozentsatz der Ratenkäufer ihren Ratenzahlungen einfach nach einer gewissen Zeit nicht mehr nachkommen, nach dem Motto „die können mich mal alle“. Lohnpfändungen sind kaum möglich. Auch sonst ist bei den meisten Schuldnern nichts zu holen. Ein Fall, der sehr exemplarisch ist für das Verhalten der hiesigen Schuldner: Ein Familienvater kaufte sich auf Ratenkredit u.a. ein Motorrad. Wie das hier so üblich ist, wurde das Motorrad innerhalb eines Jahres total herunter geschustert. Dann stellte er seine Ratenzahlungen einfach ein. Mehrer Hausbesuche von Vertretern des Gläubigers waren vergebens, da der Gläubiger meist nicht da war. Eine Pfändung des Motorrades war also auch nicht möglich. Erst nach einem weiteren Jahr konnte der Gläubiger dennoch das Schrott-Motorrad abholen. Den Schuldner kümmerte das nicht. Er wird deshalb auch nicht wegen Betruges bestraft und kommt ungeschoren davon. Diese Möglichkeit besteht offensichtlich in PY nicht. Ja, was also soll man mit solchen Leuten tun? Aus meiner Sicht ist das gesamte Ratengeschäft ohnehin die Grundlage für eine steil wachsende Kriminalität, weil sich die Menschen immer mehr verschulden und nicht mehr wissen, wovon sie am Ende leben sollen. Da bleiben eben nur noch Diebstahl und Überfälle übrig.

  2. Daher einfache Lösung, man spare vorher und bezahle dann alles direkt, so machen das vernünftige Leute und bekommen die ware dann auch preiswerter? Das aber hab ich hier als erstes begriffen, Sparen können die Paraguayer NULL!
    Hey Patron, kauf mir den Kühlschrank ich blech ihn dann bei dir ab..traurig…

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