WhatsApp-Nachrichten kontrolliert: Frau wird im Gesicht schwer verletzt

Encarnación: Eine Frau erlitt schwere Verletzungen im Gesicht, als sie ihr Lebensgefährte tätlich angriff, nachdem sie seine WhatsApp-Nachrichten auf dem Smartphone kontrollieren wollte.

Der Vorfall ereignete sich letzte Woche im Distrikt Vacay, Departement Itapúa. Librada Bordón, eine 35-jährige Frau, ist das Opfer in dem Fall. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um ihren 41-jährigen Lebensgefährten namens Mariano Sosa.

Das Opfer berichtete, dass sie die WhatsApp-Nachrichten auf dem Smartphone ihres Mannes habe überprüfen wollen. Dies machte ihn wütend, er nahm Bordón ihr Handy ab und warf es ihr ins Gesicht, was der Frau eine schwere Gesichtsverletzung zufügte.

Das Opfer suchte Zuflucht im Haus ihrer Schwägerin, aber am Nachmittag bekam sie Schwindel und Kopfschmerzen und ihre Verwandte empfahl ihr, bei der zuständigen Polizeiwache Anzeige zu erstatten.

Beamte der 71. Polizeistation in Vacay gingen sofort zum Tatort, als sie von dem Vorfall erfuhren, halfen dem Opfer und brachten es zur medizinischen Versorgung in das örtliche Gesundheitszentrum.

Staatsanwalt Reinaldo Castillo erhielt einen Bericht, der die Festnahme des mutmaßlichen Täters anordnete.

Nach einer intensiven Fahndung gelang es Sosa noch am Abend des Tattages festzunehmen und er wurde der Staatsanwaltschaft überstellt. Er wird wegen familiärer Gewalt angeklagt.

Wochenblatt / Mas Encarnación

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4 Kommentare zu “WhatsApp-Nachrichten kontrolliert: Frau wird im Gesicht schwer verletzt

  1. Und die Frau wird nicht angeklagt?
    Gewalt ist nie gerechtfertigt, außer es handelt sich um Notwehr. Gewalt zu provozieren ist jedoch ebenfalls nicht in Ordnung. Von Freunden habe ich bereits mitbekommen, wie manche Frauen reagieren. Einem hat die Ex-Freundin drei Smartphones zertrümmert. Generell kenne ich nur wenige Paare hier, wo es noch nie zu häuslicher Gewalt kam. Entweder war Alkohol im Spiel oder einer von beiden hat es über Monate hinweg provoziert. Da kann ich nur den Kopf schütteln. Bei den Seifenopern im TV wundert mich so ein Verhalten aber auch nicht, und “la tóxica” ist gerade bei jungen Frauen ja auch noch in Mode.

  2. Eine einfache Geschichte, denke ich, häusliche Gewalt ist niemals eine Lösung, ist niemals zu verstehen, egal warum oder wieso. Meine Meinung, schon immer…..
    Aber das Telefon kontrollieren, von einem Menschen, von einem Partner, das geht ebenso gar nicht und niemals….
    Beides sind unverzeihliche Fehler…..

  3. In den Paraguayern, die meist sehr freundlich und zurückhaltend auftreten, schlummert ein zur Gewalt neigendes, hoch explosives Ungeheuer. Von Klein an nicht gelernt zu folgen, Disziplin und Beherrschung zu bewahren, niemals Werte vermittelt bekommen und schon gar nicht erlernt sachliche Diskussionen zu führen. Das sind dann die Ergebnisse: Egoisten und Aufschneider die sich einbilden “schon alles zu wissen”, sich selbst als die “Größten” empfinden, jegliche Kritik als Ehrabschneidung betrachten und dann wie aus heiterem Himmel heraus gewalttätig werden. Eine Verhaltenskultur, die für Europäer sehr schwer einzuschätzen ist. Darum kann ich nur raten, mit Paraguayern keine großen Diskussionen zu beginnen (geht meist dumm aus, wenn man das durch ziehen will) und keine gemeinsamen Geschäfte anzufangen. Muß nicht immer zutreffen, aber das Risiko erscheint mir nach meinen hiesigen Beobachtungen und Erfahrung einfach zu groß. Wie das in einer Mischbeziehung praktisch aussieht, kann und möchte ich nicht beurteilen – dazu fehlt mir die Erfahrung.

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