Wie bekämpft man die EPP?

Das paraguayische Militär hat auf kurze Zeit keine Mittel die selbsternannte Paraguayische Volksarmee (EPP) zu zerschlagen, so scheint es zumindest. Ihre Strategie war weitreichender und sicherer, bis sie bekannt wurde.

Auch wenn solche Informationen nicht auf die Titelseite der Tageszeitung gehören, wurde heute bekannt, dass das Militär wenigstens seit dem vergangenen Jahr mit jungen Soldaten versucht wird, die EPP zu infiltrieren. So interessant und erfolgversprechend dies auch klingen mag, kam aber auch ein anderes Detail an die Öffentlichkeit. Während angeblich drei Soldaten für die Infiltrierung im Norden abgestellt wurden waren weitere 14 damit beschäftigt bei Demonstrationen die Rädelsführer ausfindig zu machen und zu melden.

Obwohl alle 17 Personen im Norden spionieren und teilweise infiltrieren sollten, kam der Großteil auf Anordnung von General Luis Garcete bei Studentenprotesten, politischen Veranstaltungen, beim Generalstreik, der Messe in Caacupé sowie bei Bürgermeisterwahlen zum Einsatz. Demnach wurden vom Kommandeur der paraguayischen Streitkräfte die Schwerpunkt nach seinem Belieben ausgewählt bzw. Vorrang gegeben.

Nachdem die acht Soldaten in Arroyito ermordet wurden, fragt man sich weswegen Soldaten bei einer Messe in Caacupé oder dem Generalstreik anwesend sein müssen, wenn es doch woanders wichtigere Dinge zu tun gibt.

Wochenblatt / Abc Color

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8 Kommentare zu “Wie bekämpft man die EPP?

  1. Einerseits werden junge Soldaten zur Infiltration der EPP eingesetzt und andererseits werden eben die gleichen jungen Soldaten wieder von ihrem Auftrag entbunden, indem man sie für eher zweitrangige Aufgaben einsetzt. Es scheint kein starkes Bedürfnis von staatlicher Seite zu geben, der EPP endlich Herr zu werden. Terrorismusbekämpfung kann nicht die Aufgabe von unerfahrenen Jungsoldaten sein, sondern von erfahrenen Spezialkräften der Polizei. Gibt es die in PY nicht oder wie soll man das einordnen? Vor ungefähr einem Jahr war die Rede davon, daß der israelische Geheimdienst Mossad sich zur Ausbildung anbot. Daraus wurde wohl nichts. Jedenfalls tragen solche Ungereimtheiten nicht zur Beruhigung der Bevölkerung bei und sind nicht förderlich für die gewünschte Investitionsbereitschaft ausländischer Unternehmen.

  2. Man bekämpft sie am besten mit , sagen wir, fünfhundert gut ausgerüsteten Söldnern aus Südafrika, Israel oder Großbritannien. Binnen weniger Monate wäre dem Spuk ein Ende gesetzt.

  3. ich gebe hier meinen Vorrednern in allen Punkten Recht….es ist eine Unverschämtheit gegenüber den toten Soldaten, dass hier so gut wie nichts unternommen wird. Man möchte dies offensichtlich auch gar nicht….

    1. Es wird immer offensichtlicher, dass man von hoher Stelle die EPP nicht eliminieren moechte.
      Die Entfuehrungen und die Loesegelderpressung der beiden Mennoniten scheinen mir planlos vonstatten zu sein. Nachdem Loesegeld anhand eines Briefes gefordert wurde und die 2 Wochen „Frist“ abliefen, gab es danach keine Reaktion mehr. Man wartet bei der EPP wohl auf Anweisungen „von oben“. Und die oben ueberlegen sich, was man nun machen soll.

      Mir kann keiner erzaehlen, dass diese EPP in einem Terrorcamp ausgebildet wurden, das sind nur Handlanger maechtiger Personen, die Druck auf die dortigen Landbesitzter machen wollen.
      Demzufolge waeren diese Leute im Handumdrehen von erfahrenen Einsatzkraeften schon eliminiert worden….

  4. Problem mit den Söldner dürfte darin liegen das Menschenrechts Organisationen einen Aufstand machen würden,weil es ja keine regulären Banditen sind sondern Freiheitskämpfer.Diesen Punkt müssen wir erst beseitigen und das geht ganz einfach. Diese Menschenrecht Organisationen geben sich ja mit Protest zu erkennen und dann muss Strafanzeige erfolgen wegen Unterstützung einer Terroristen Vereinigung und Behinderung Der Justiz,Militär,Polizei.Schnell würde man heraus finden warum diese Linken Gruppen die EPP deckeln mit den Vorwürfen der Menschenrechtsverletzung durch Spezial Kräfte zur Eliminierung von Terroristen. Diese Linken Gruppen muss man genauso drangsalieren wie die es mit Aufrufen,Einsprüchen,Widersprüchen,Gerichtsentscheide Macht. Ob dann das richtige geschieht und Spezial Kräfte wirksam gegen die EPP vorgehen dürfen steht auf einen Anderen Blatt. Denke das hier bei weiterer Zunahme der Aktivitäten Seitens der EPP und der damit verbundenen Angst der Bürger sich wie in Kolumbien eine Contra Bewegung bilden wird. War in Kolumbien ein Großer Erfolg.

    1. @Asgard980, Sie waren doch bei der Armee, sogar im Irak, nicht war? Es gibt Berechtigungen um in einen Bewaffneten Konflikt einzugreifen oder ihn anzufangen. Ausschließlich Kombattanten sind laut Genfer Konversion und Haager Landkriegsordnung dazu berechtigt. Ihre Söldner gehören nicht dazu, das sind Mörder weil Nichtkombattanten und das ist das Problem.

      1. Im Eifer des Gefechts ist mir ein Fehler unterlaufen. Einen bewaffneten Konflikt anzufangen, wäre laut Genfer Konvention und Haager Landkriegsordnung ein Angriffskrieg und der ist verboten. Darum macht die US Army auch nur eine World defence Tour und auch die Bundeswehr hat Deutschland am Hindukusch nur verteidigt.
        @Asgard980, Sie haben Recht, soll man doch den Teufel mit dem Belzebub austreiben, machen eh alle was sie wollen. Die EU Armee soll auch in der Mache sein…fällt einem französischen Landser sicher leichter Leuten in Deutschland in den Hintern zu treten als daheim…. War nur eine Andacht…

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