Wie ein Deutscher Paraguay vernetzte

Asunción: Wo heute High-Speed Internet gang und gäbe ist, war früher nichts, bis ein Deutscher kam und die Telegraphie zum ersten Kommunikationsmedium machte.

Mitte 1864 kam der deutsche Telegraphen-Pionier Robert Eberhard von Fischer-Treuenfeld nach Paraguay, weil ihn die paraguayische Regierung anheuerte ein Kommunikationssystem zu installieren.

Da schon viele Länder der Region über solch ein System verfügten, wollte auch Paraguay aufschließen. Von Fischer-Treunfeld, 1835 in Thorn, Ostpreußen, geboren, studierte in Deutschland und arbeitete danach in den USA und Kuba bevor er am 23. Mai 1864 nach Paraguay kam und direkt mit seiner Arbeit begann. Am 16. Oktober des gleichen Jahres funktionierte die Kommunikation schon und telegrafische Depeschen, wie damals noch Telegramme hießen, konnten versendet werden.

Nachdem dieses Projekt abgeschlossen war wendete er sich zur Papierherstellung mit zerkleinerten Bromelia Blätter hin, welche in Paraguay noch unbekannt war.

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Nachdem er nach Deutschland zurückkehrte veröffentlichte er 1904 ein Buch über die Probleme mit Demarkationslinien zwischen Paraguay und Bolivien sowie das weitaus bekanntere Buch „Paraguay in Wort und Bild – eine Studie über den Fortschritt des Landes“, welches 1906 erschien und noch bis heute angeboten wird. Ein Jahr darauf, 1907, starb er im Alter von 71 Jahren.

Wochenblatt / Abc Color

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5 Kommentare zu “Wie ein Deutscher Paraguay vernetzte

  1. Alle Achtung. Das Buch dürfte eine interessante Lektüre sein. Wie es in Paraguay im 19.Jahrhundert war aus Sicht eines Ostpreussen interessiert mich sehr!

  2. Ich habe mir das Buch “ Paraguay in Wort und Bild “ in Deutschland besorgt. Man muss unter Buecher “ Paraguay “ bei E-Bay oder den verschiedenen Antiquariaten suchen. Das Buch von 1906 wurde in zweiter Auflage gedruckt. Zu dieser Zeit war er Generalkonsul von Paraguay fuer das Koenigsreich Sachsen.

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