Wie in guten alten Zeiten

Asunción: Während Senator Juan Darío Monges (ANR) den neuen Itaipú Direktor James Spalding unter Druck setzt damit dieser seine empfohlenen Personen in der zwei-staatlichen Körperschaft einsetzt und im Gegenzug dafür auf seinem Posten durch den Senat bestätigt wird geht sein Kollege Derlis Osorio (ANR) einen anderem Weg mit ähnlichem Ziel. Osorio schrieb den Präsidenten der staatlichen Stromversorgungsgesellschaft (Ande) an mit der Mitte seine wärmstens empfohlenen Personen bei ihm unterzubringen.

Während die Regierung d.h. der Präsident und seine Minister einen Weg gehen wollen ohne politische Gefallen das Land so voran zu bringen, dass die Kassen eines Tages voller und nicht immer nur noch leerer werden, zeigen die Senatoren ihre wahren Charakter und denken wie in den guten alten Zeiten nur an sich und ihre Familien.

Orsorio drückte seinen Wunsch folgendermaßen aus: „Die empfohlene Person auf die ich mich hier beziehe wird ihnen bei der Umsetzung ihrer zukünftigen Projekte stets ein Hilfe sein und die Ande an sich stärken“.

osorio (hoy)

Osorio war früher einmal Bürgermeister der Stadt Capiatá und Minsiter für Arbeit und Justiz. Bei der letzten Wahl ließ er sich als Senator auf die Liste von Javier Zacarías Irún setzen.

Im Fall der offenen Drohung durch Senator Monges gegenüber Itaipú Direktor James Spalding spielt der Volksvertreter die Verfassungskarte aus, in der klar und deutlich steht, dass laut Artikel 224 der Konstitution der Senat das die designierten Direktoren der zwei-staatlichen Körperschaften (Itaipú und Yacyretá) im Amt bestätigen muss. Ohne die Zustimmung müßte ein anderer seinen Platz einnehmen der den Forderungen diverser Volksvertreter und auch anderen Politikern nachkommt.

(Wochenblatt)

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7 Kommentare zu “Wie in guten alten Zeiten

  1. herr paessler ich meine juan dario monges war bei duarte
    frutos minister fuer arbeit und justiz und nicht derlis
    osorio.beide stammen aus dem zacarias irun-fluegel der
    colorado partei.monges gehoerte frueher dem argaña-fluegel an.da sowohl spalding als auch schmalko die
    zustimmung des parlaments benoetigen, werden sie gar nicht anders koennen, als etliche „empfohlene“ in ITAIPU
    als auch in YACYRETA zu ernennen.obwohl einige leser
    glauben CARTES sei allmaechtig, sehe ich dies nicht so.
    vielleicht etwas „gemaessigter“ als seine colorado-
    vorgaenger, aber letztlich wird er nicht darum herumkom-
    men, die colorado-basis bei der stellen vergebung zu
    beteiligen.wenn nicht bleibe ich bei meiner vorraussage.
    bei der naechsten internen wahl gruenden die „zu kurz
    gekommenen“ einen neuen „anti-cartes“ parteifluegel.

    1. Derlis Osorio war von Februar bis August 2008 Minister für Arbeit und Justiz unter Nicanor Duarte Frutos und Juan Darío Monges von 2003 bis 2006.

      1. da ich von juni 2008 bis november 2008 in deutschland war
        konnte ich mich an diesen osorio nicht erinnern. in seiner 5 monatigen amtszeit hat er ganz sicher wenig akzente gesetzt, dass man sich unbedingt an ihn erinnern
        muss. jedenfalls danke fuer ihre berichtigung.

  2. Da bin ich aber jetzt mit Deinem Kommentar überhaupt nicht einverstanden. Jeder paraguayische Politiker setzt Akzente damit er nicht so schnell in Vergessenheit gerät. Der Eine stiehlt wie ein Rabe, der Andere reist mit seinen Mätressen um die Welt oder baut sich mit seinem Einfluss ein kleines Imperium auf, wieder Andere sind in der Führungsriege der Drogenmafia und viele von Ihnen sind zu dumm, dass sie kaum ihren Namen schreiben können. Jedenfalls war es bisher so.

    Jeder setzt somit seine Akzente!

  3. H.C. wusste worauf er sich einlässt. Sein Schachzug, diesen Brief zu veröffentlichen, beweist das aufs Neue.
    Jetzt müssen sich die Senatoren nämlich gegenüber denjenigen rechtfertigen die nicht auf dieser Empfehlungsliste stehen. Und Versprechungen haben diese Herren während des Wahlkampfes sicherlich viele ausgesprochen. Ein Schelm, der schlechtes dabei denkt.
    Fuerza H.C.

    1. Diese Herren werden es nicht für nötig erachten, sich zu rechtfertigen. Dazu braucht es ein Gewissen und ein Unrechtsbewußtsein. Beides dürften diese Herrschaften nicht haben.

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