Wie raus aus der Verschuldung?

Asunción: Die Verschuldung trifft immer mehr Bürger im Land, vor allem wegen der vielen Ratenkäufe. Experten wollen nun finanzielle Tragödien vermeiden und geben Tipps.

Die Wirtschaftswissenschaftlerin Gloria Ayala ist Expertin für Schuldnerberatung und erklärte, dass man bestimmte Schritte einhalten müsse, um aus der Verschuldung herauszukommen. In diesem Zusammenhang wies sie darauf hin, dass es sehr wichtig sei, kleine Dinge richtig zu identifizieren, insbesondere, was mit Bedürfnis, Geschmack und Laune zu tun habe.

„Berechnen Sie ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, um Stabilität zu erreichen. Planen Sie, wie viel Schulden man machen kann, um sie auch abbezahlen zu können. Die Mentalität muss sein, sich nicht weiter zu verschulden und mehr als das auszugeben, was verdient wird“, sagte Ayala.

Mehr als tausend Beamte, wie Lehrer, Justizangestellte und weitere sind aufgrund ihrer hohen Schulden in ernsthafte finanzielle Probleme verwickelt. In dieser Hinsicht arbeiten die Behörden mit dem Privatsektor zusammen, um auch anderen Arbeitnehmern bei der Überwindung der Wirtschaftskrise zu helfen.

Wochenblatt / Paraguay.com

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21 Kommentare zu “Wie raus aus der Verschuldung?

  1. Das Schuldendrama und die damit verbundene Kriminalisierung breiter Bevölkerungsteile (weil “gezwungen” zu klauen um die Raten bezahlen zu können) war vorhersehbar. Soll sich keiner von den Verantwortlichen im Handel, den Banken und der Politik nun dumm stellen und so tun, als wäre das Problem vom Himmel gefallen. Es war und ist nicht nur empörend, sondern unverantwortlich von den Genannten, die Bevölkerung um des Profites willen in die Schuldenfallen zu treiben. Leider sind davon auch zahlreiche mennonitische Handelsunternehmen nicht ausgenommen, obwohl sie beständig von “christlichen Werten” daher reden und sogar Organisationen wie “christliche Unternehmen” gründeten und organisieren. Ich hatte vor 5 Jahren einen mennonitischen Unternehmer darauf angesprochen. Seine Antwort ist typisch: “Wenn die Leute Schulden machen, werden sie auch angespornt arbeiten zu wollen/müssen.” Einerseits richtig – nur, wo sollen die Arbeitsplätze so plötzlich her kommen? Die Logik ist bewußt falsch (um sich ein ruhiges Gewissen zu verschaffen), denn umgekehrt wäre es richtig.

    1. Das ist vielleicht ein Haufen gequirlte *****, was du da schreibst. Wenn einer ein Moto auf Raten kauft, muß er schon wissen, ob er das abstottern kann oder nicht. Das weiß der auch nur es ist ihm egal, zahlt er halt nicht weiter, wenn er nicht mehr will oder kann.

      1. Ich will mich nicht Ihrer primitiven Ausdrucksweise anpassen, aber dennoch antworten: Wie sollte man von einer überwiegend ungebildeten Volksmasse erwarten können, zu überblicken, auf was sie sich mit den angehäuften Schulden langfristig einlassen? Und weiter, der Handel und die Banken haben in den letzten Jahren in geradezu aufdringlicher Weise den Bürgern Ratenkäufe und Ratenkredite aufgedrängt. Es ist noch nicht so lange her, da wurde man mittels Handy täglich mehrfach angerufen um irgend welche Ratenkäufe/Kredite aufzuquatschen. Das verstehe ich als gewissen- und verantwortungsloses Handeln!

        1. Du kannst es glauben, Prediger. Sie wissen genau, wieviele Monate sie zahlen müssen und wieviel sie durch die Ratenzahlung draufzahlen. Sie spekulieren darauf, dass sie den Krempel behalten können, auch wenn sie aufhören, ihre Raten zu zahlen. Sie hoffen, dass der Verkäufer die Lust verliert, den säumigen Schuldner zu suchen und ihm ein paar Gs. abzuringen, die Ware ist ja nun auch nicht mehr so schön. Du schaffst dir gerne ein einfaches, schwarz weißes Täter- und Opferbild, wahrscheinlich um deine Synapsen nicht zu überfordern. Gesshwollene Ausdrucksweise hilft da auch nicht mehr.

          1. Simplicus-manni

            Kann ja auch sein, ich will das nicht bestreiten. Und dennoch ist das kein Grund so vulgär hier zu argumentieren. Haben Sie keine Erziehung genossen?

          2. Nein, sie wissen es einfach nicht. Und wenn ihnen der Verkäufer erzählt, dass bei einem Quotakauf keine Zinsen anfalle, dann glauben sie es halt.

      2. Selbstgebastelter Müllabfackelkamin

        Das ist in der Tat so, der Paragauy will das heute haben. Mit einem Einkommen zwischen null und dreihundert Euro monatlich – und da sind noch keine Streichhölzer um seinen Müll zu verbrennen mit einberechnet – kann man sich selbst ausrechnen wie lange es dauern würde das Motito in bar zu sparen. Ganz zu schweigen 100% mehr zu bezahlen, da der Paragauy trotz 7 bis 11 Uhr täglich Pflichtgrundschule wissen kann, was sparen ist. Es muss also auf Quota sein, ups, da muss man ja noch für Halsabdeckung bei Regen, Benzin und Glühbirne sparen, Harley-Badeschlappen hat man ja schon. Immerhin wird er die erste und zweite Rate zahlen. Dann ist das Motito schon rotito, weil höchst persönlich selbst arreglito. Ja, da sollte man tatsächlich für zwei Euro mal nen Liter Motorenöl reinkippen, doch woher soll man das wissen können. Das ist doch dem Bananenpfücker egal nachher in der Schufa eingetragen zu sein, es gibt bestimmt noch eine von Tausend Despensas im Umkreis fünf Wohnviertel, die ihm noch ein Streichholz auf Kredit geben, den er natürlich auch noch zurückbezahlen wird, wenn er kann, sonst schickt er halt seine Hija die Despensas abklappern, haben ja den halben Tag schulfrei um dies zu tun.

  2. Und die Zentralbank senkte vor einigen Wochen wiederum den Leitzins so dass Banken jetzt noch billiger Geld beziehen und das dann hoffentlich auch billiger weiterleiten an den Konsumkreditlern. Damit steigt die Schuldenfalle immer mehr und die Banken werden so subventioniert wenn die die Zinssenkung nicht weiterreichen an ihren Kunden. Dieses war ja gerade die Ursache fuer die Sub-Prime Krise 2007/2008 da die Haeuslebauer immer mehr die Preise anziehen konnten eben weil die US Notenbank den Leitzins staendig senkte und somit vollkommen Kreditunwuerdige ans schnelle und billige Geld kamen – wegen den Zinsen haetten sie es noch eventuell abstottern koennen ueber die Jahrzehnte aber auch nur WENN sie immer Arbeit haben und es mit der Wirtschaft gut laeuft. Aber eben das tat es nicht und die Falle lag ja gerade darin dass die Stammsumme des Kredites nicht zurueckgezahlt werden konnte eben weil die Dienstleistungen ihre Preise dermassen anzogen so dass eben alles bankrott ging. Ein aehnliches Phaenomen stellt sich ein im zentralen Chaco unter den Mennoniten wo Dienstleister und Unternehmer die Gueter und Dienstleistungen anbieten die Preise dermassen anziehen dass diese kaum noch zu bezahlen sind – viele Mennoniten beziehen Dienstleistungen schon nur von Lateinern weil diese oft fuer 33% des Preises arbeiten wie die Weissen bei mehr oder weniger gleicher Qualitaet. Leider auch in Paraguay eine erdrueckende wirtschaftliche Realitaet.
    Dem Ganzen entgehen wieder die Viehzuechter weil diese eben fast keine Dienstleistungen und Gueter fuer die Viehproduktion benoetigen (die Viehcher wachsen umsonst ran) und diesen Umstand haben die Dienstleister genutzt um gerade bei dem Sektor die Preise gehoerig zu verdreifachen – das Nachsehen haben daher kostenintensive Unternehmen wie eben der Milchsektor denn diese muessen mitziehen wollen sie bedient werden.
    Diese oekonomischen Verwerfungen werden vor allem von der weissen Gesellschaftsschicht verursacht wo eben Preise keinerlei Bezug mehr zu den Kosten haben. Wie z.B. die letzte Neuigkeit die in Kommentaren veroeffentlicht wurde wo die Preise der Milchprodukte in den Supermaerkten angezogen wurden (Asuncion und Umgebung), aber am ende der Hackordnung der mennonitische Milchbauer, so wie man hoert, davon nichts sieht weil dessen Preis nicht erhoeht wurde bei der letzten Mindestlohnerhoehung – die Differenz ziehen sich die Bonzen in der Milchfabrik wohl als Mehrloehne rein. Wie das enden wird das ist eigentlich nur eine Frage der Zeit und absehbar.
    Uebrigens mit der Unterzeichnung des EU-Mercosur Freihandelsabkommens duerfte wohl eine der Bedingungen der EU sein dass europaeische Firmen im Milchsektor fuss fassen muessen – so dass man neben der Milchfabrik von COOP Fernheim jetzt bald eine Fabrik von Danone und Nestle sehen duerfte. Denn jegliche Schranken muessten dann fallen und der mennonitische Bauer kann dann frei entscheiden wo er das Produkt hinverkauft. Auch das beinhaltet das Freihandelsabkommen dass aller Protektionismus in Paraguay wegfaellt. Damit muessten die Kooperativen auch die Landtitel rausruecken damit daenische und franzoesische Bauern das Land der Mennoniten erwerben koennen um im zentralen Chaco ihr Gemelk aufzustellen.
    Das alles beinhaltet das u.a.
    Das ist ein weitverbreiteter Irrtum dass man durch Schuldenmachen angespornt wird mehr zu arbeiten. Gerade der Raubbau und Abwaldung ist ja ein Resultat dessen. Die grossen Gewinner dessen sind die Geldverleihinstitute und verschiedene Reichlinge die sich in reich dotierten Komitees festgezurrt haben mit nagezogener Handbremse und die Edelkarre im ersten Gang. Schau dir mal das Kreditbuereau der Kooperativen an – Amigos und Freunde sitzen da mittlerweile in rauhen Mengen und machen sonst nichts als Terere zu trinken. Das Lateinerwesen nimmt immer mehr Einzug ins Kooperativssystem.
    Neueste Studien haben erwiesen dass die Leute nicht angespornt und motiviert werden durch mehr Geld und Boni, denn diese sehen sie nach der ersten Erhoehung als selbstverstaendlich an und werden aufmuepfig wenn es keine Boni oder Mehrgeld mehr gibt (denn das Geld wird sofort verplant und verpuffert) sondern stolz zu sein auf seine Leistung das ist auf Dauer der beste Ansporn und Leistungsmotivation. Die Leute muessen sehen dass sie was geleistet haben – also wiederum ein Appell ans Ego und ans “gefallene Fleisch”, pero bueno… que vamo’ hacer… estamo’ en Paraguay, nicht wahr?
    Frueher wollten die Mennoniten den anderen “das Fischen beibringen”, heute wollen sie dir nur noch “den Fisch fuer teuer verkaufen” – lehr dem Russen das Vieh selber anzubauen anstatt dass du es ihm verkaufst. Dieses ist verlorengegangen.

  3. Das Problem liegt bei der Bildung! Wohne mit einer Paraguayo zusammen, schon mehrere Jahre!
    Versuchte Ihr das Sparen, mit einem Bank/Cooperativa Konto aufzuzeigen! Sinnlos… Sie weiss nicht was Prozente sind!
    Sie kaufte von einem “Freund” ein gebrauchtes Druckluftgeraet, warum und aus welchem Grund weiss Sie nicht…. Sie bezahlte 3 000 000 gs. (Neupreis 1 300 000.-gs) Sie bezahlte mit einem KREDIT von der Bank….. Schlusspreis ca. 4 300 000gs
    Sie hatte auf dieser Bank, ein Konto mit einem Guthaben von 28 000 000.- gs!! und lebte ohne Schulden! (Dieser kriminelle Freund hat Sie dazu ueberredet und Ihr gesagt Sie soll mich nicht orientieren, denn SEIN Angebot sei das beste was es in Paraguay gibt! Solange die Menschen in Paraguay nicht intelligenter werden gibt es keine Besserung! Die Bankberater sind die gleichen Banditen den Sie leben davon ahnungslose Paraguayer zu verarschen!

    1. Bildung allein? in Deutschland waren 2017 6,9 mill. Leute Überschuldet mit 209 Milliarden Euro 2017 und 330,6 Milliarden 2018. Jedes Jahr steigt die Zahl derer weiter. Ungezügeltes konsumverhalten und hohe Mieten sind genannte Hauptursachen.

      1. LULU, denke mal nach, die Frau hatte Geld auf Ihrem Konto, warum muss ich/ sie auf Kredit kaufen? Lebst Du hier oder in einer geschlossenen Anstalt? Was in Deutschland passiert, ist irrelevant, wir leben hier OK, Dein Bildungsstandard hat sich scheinbar Deiner Familie angepasst, vorher 70% IQ, jetzt dank Pylern 75%. Frage an Dich, wenn ich das Geld habe und bar bezahlen kann und Prozente noch rausholen kann, warum Kredit? Dürfte wenig schwer sein für Dich die Frage zu beantworten. Aber Du schreibst ja sowieso nur Unterkommentare. Klar ist es die Bildung, nicht die ” Einbildung”, ich bin ein toller ” Hecht”, Du hast auch Recht, Europa, egal wo, lässt die Bildung nach und das Konsumverlangen wird immer größer.

      2. Abgesehen davon, siehe Einwanderungspolitik. In Deutschland will ich nicht Menschen oder Leute lesen, sondern wer es wirkich ist.
        Siehe Beispiel unten letzter Kommentar von Kuno: Auch da kann man schreiben es wird Menschen oder Kunden das Konto gesperrt um nicht sagen zu müssen, dass es Paraguayerinnen sind, die sich mit Mennoniten verheiratet haben. PC brauchen wir hier keine.

    2. Selbstgebastelter Müllabfackelkamin

      Mit ner Paragauyerin zusammen? Na, lieber du als ich. Soll aber ein ganz tolles Leben sein wie ich aus deinem heute mal zum üblichen Vollpfosten im Schneebrunz Kommentaren etwas üppig ausgefallenem Vollpfosten im Schneebrunz Kommentar entnehme. Da bleibt mir wohl nur noch dir viel Spaß zu wünschen.

  4. @Paul
    Es gibt wohl keinen der die Sache so auf den Punkt bringen koennte. Voll ins Schwarze getroffen.
    Ja, so ist der Lateiner “gewickelt”. Bei den Mennoniten kauft man um andere zu beeindrucken – sowas schafft ein hoeheres soziales Ansehen. Damit die Kooperative wenigstens irgendwann das Geld wieder sieht bei ueberschuldeten Mitgliedern, so bleibt nichts anderes uebrig als diese ins naechste Flugzeug nach Kanada zu setzen vrohergehendem Verkauf aller ihrer Habseligkeiten oder es bleibt nichts anderes uebrig als die “auf ewig” in der Kooperative irgendwo zu parken (anzustellen) damit sie so bis ans Ende der Tage die Kredite abstottern. Es haeufen sich auch da die Bankrotteure.
    Beim Lateiner ist es genauso wie @Paul das beschreibt. “Usado ma’ barato” (Gebraucht is billiger) meinen sie und merken nicht wie sie regelrecht abgezockt werden. DAS ist auch der Grund warum ich nur im aeussersten Notfall im lokalen Einzelhandel reinspazier und da was mitnehm sondern wenn nur irgend moeglich die meisten Utensilien beim “Kapitalistenpapst” Jeff Bezos (Amazon oder Ebay) kaufe – da “mas barato” und auch ganz “nuevo” meist mit “garantia” und “mejor calidad”.
    Wenn du Paul liiert mit der Suse bist, dann rechne damit dass dieser “amigo” beim “usado Verkauf” deine Suse “beglueckt” hat. Wenn ein paraguayer erst mal in solche Wallung geraet so ist der Bettkrieger nicht mehr weit.
    Es hilft “loco europeo” auch nichts, dem paraguayer noch was gutes raten wollen denn der gringo wolle ihm dann nur “joder” – also reinlegen und von der Sache abbringen damit er sich selber das “guenstige Gebrauchtteil” unter den Nagel reissen kann. Hab das selber nur zu oft erlebt – am ende ist man selber nur der Boese. Deswegen gibts ne Regel bei mir: nie dem paraguayr was verkaufen und noch weniger von dem was zu kaufen. Z.B. einer meiner Arbeiter, als ich in Paraguay war, war im Bus auf der Reise und traf auf der Haltestelle einen Trunkenbold der auch auf der Durchreise war der ihm seine teure Echtledertasche fuer 5000 Guaranies anbot denn er haette nichts mehr zum saufen. Der gab ihm den 5000nder und dieser zischte ab in die Despensa und holte sich da eine Flasche 3 Leones Schnaps. Waehrenddessen kam der Bus und mein Arbeiter schnappte sich die Tasche, entleerte den Inhalt auf den Boden und stieg ein waehrend der andere Trunkenbold wohl im Laden schon unter dem Tisch lag. Die Tasche war wenigstens 300 Tausend Gs wert, aus echt Leder und waere es ein Markenprodukt, haette bei amazon rund 500 US$ gekostet (Neuwert wenigstens 2.5 Millionen). Der Zustand der Tasche war so bei 95% Neu und das Leder war echt.
    Faengt der Lateiner einmal Feuer fuer ne Sache so ist er beim besten willen nicht davon abzubringen und man kann nur noch zusehen wie der lauf der Dinge voranschreitet wissend wie die Sache enden wird.
    Auch vielen paraguayerinnen die sich mit Mennoniten verheiratet haben, hat man mittlerweile das Konto gesperrt weil die eben das Geld sofort verbraten – trotzdem wird immer weiter Propaganda getrieben vo Kirche und Gesellschaft “wie schoen es doch ist mit nem paraguascho verheiratet zu sein”; wenns bei dir nicht klappt: selber schuld!
    Da ich selbst eher aus Prinzip nie Kredit nehme, so weiss ich nicht viel zu sagen darueber aber die Refinanzierung der Kredite um andere zu decken duerfte weit verbreitet sein.
    Da Sachen im Einzelhandel auf Raten verkauft werden so werden eingezogene Sachen schnell gereinigt und wieder als “neu” verkauft – der Einzelhaendler sieht die schon geleisteten Ratenzahlungen als “Rente” an und streicht die als Gewinn ein. Auch defekte Geraete werden gerne “weitergereicht” und “wiederverkauft” da es ja sowas wie Garantie nicht gibt. Deshalb: nie im Einzelhandel kaufen sondern nur beim “Kapitalistenpapst” Mister Bezos.

  5. Im Video des Artikels wird behauptet dass sich die Regierung langsam sorgen macht wegen der Verschuldung des oeffentlichen Arbeiters. 80% bis 90% aller oeffentlichen Angestellten seien “technisch gesehen bankrott” und 70% von diesen 90% seien schon in die Faenge von Kredithaien geraten denen sie anstandslos ihre Kreditkarte ueberliessen und durch Coima (Schmiergeld) aus dem Schuldensumpf versuchten rauszukommen.
    Man stelle sich das vor: 90% ALLER Staatsangestellte und davon sind 70% so verzweifelt dass sie sich allen moeglichen Kredithaien (diese Telefonkredite und anderer Kreditschlaeger und Mafioese Gestalten) ausgeliefert haben.
    Man versucht das Problem jetzt mit der Sub-Prime Option zu loesen. Dasselbe was in den USA 2007 geplatzt war und die Finanzkriese verursachte nur eben verursacht durch den US Bausektor. Man will die Schulden in Packete Buendeln (Primes) und der Privatsektor soll die aufkaufen so dass die Zinsen der Staatsangestellten gesenkt werden und diese etwas Luft bekommen. Wahrscheinlich wird dem Privatreichen der diese Sub-Prime Produkte erwirbt, die Zinsdifferenz als Belohnung angeboten. Das bedeutet dann dass die Schulden der Sub-Prime Schuldenpackete bei der Bank beglichen werden durch den Privataufkauf (bei der Boerse, wohl gemerkt), so dass die Banken nicht an diesen faulen Krediten, denn das sind sie die sich jetzt dann zu faulen Schuldscheinen (Sub-Prime) verwandeln, sitzenbleiben. Ich wittere einen riesigen Schuldenerlass biblischen Ausmaasses, denn wieso wuerde der Privatsektor diese faulen Papiere aufkaufen wenn nicht gegen Steuererlass oder sonstige Gefallen. Die Privatverschuldung der Staatsangestellten, die ja alle einer jeweiligen Partei angehoeren, wird wohl der Staat uebernehmen, d.h. die Schulden werden dem Staat aufgehalst (sozialisierung der faulen Kredite). Hier laeuft im kleinen ab was weltweit 2007/2008 ablief. Genau dasselbe nur mit ein paar anderen Variationen.
    Wenn Abdo fuer was gehen muesste dann fuer dieses – aber niemand wird aufmucken weil niemand dieses durchschaut.
    Goldman Sachs und Bear Stearn lassen gruessen!
    Das ist ein Horrorszenario sonder gleichen.

  6. Selbstgebastelter Müllabfackelkamin

    Gibt es vielleicht einen kleinen Unterschied zwischen verschuldeten DÖCHlern und verschuldeten Bueneducados. Ja.
    Einem verschuldeten DÖCHler wird sein letztes Streichholz gepfändet, kann er nicht zahlen. Mit 8 Stunden täglich besuchter Pflichtgrundschule sollte es ihm jedoch möglich sein die Schulden mittels Arbeiten wieder nei zu holen.
    Einem verschuldeten Paragauy sein letztes Streichholz zu pfänden würde sich nachteilig auf die Educacion seiner Kinder auswirken. Wurde die Obligation zur Kreditrückzahlung des Steichholzes nicht mittels Notar beglaubigt wird auch kein Beatmeter von hiesig Beatmetenhaus aktiv werden können. Mit 4 Stunden täglich besuchter Pflichtgrundschule wird es ihm jedoch möglich sein die Schulden mittels Linken eines Ausländers von jeweils 2 Mil vor der Pensionierung wieder nei zu holen. Aber für was soll das schon gut sein.

  7. Hohe Verschuldung von öffentlichen Bediensteten ist nichts neues, das gab es auch schon in den 80er Jahren. Damals existierte, zusammengebaut mit dem alten Gebäude der Post, eine “Cooperativa Militar” in welcher übrigens jeder, auch ein Nicht-Angehöriger der Armee, einkaufen konnte. Nur konnte der Soldat (vom Schütze “Arsch” bis zum Obersten und zum General) dort nur auf Kredit einkaufen, und seine Schulden stiegen dieshalb unaufhaltsam an. Ein Artikel, der im freien Handel für z.B. 10.000 Gs. zu haben war, kostete dort eben 16-18.000 Gs. Nur mit dem Unterschied, daß der Zivilist bar bezahlen mußte und der Wehrmachtsangehörige brauchte nur zu unterschreiben und bezahlte zunächst nichts, und rein theoretisch sollten dann langfristig Mini-Raten von seinem Sold abgezogen werden. Aber statt von den Schulden runterzukommen, stiegen die Schulden ständig noch weiter an. Für den Zivilisten lohnte es sich also in keiner Weise, dort zu kaufen, und der Wehrmachtsangehörige war eben der festen Meinung, für ihn lohne es sich, weil er ja nichts bezahlen müsse, und die langfristigen Ratenzahlungen seien fast nicht spürbar. Und die Intelligenzbestien in der Verwaltung dieser Cooperativa Militar, da sie von keinem Lieferanten mehr Ware bekamen, weil sie ja auch mit der Zeit nur noch sehr beschränkt zahlungsfähig waren, boten sich dann Supermärkten an, ihnen ihre “Ladenhüter” abzunehmen, und den Supermärkten dann ebenfalls in langfristigen Raten und mit hohem Zins ihre Rechnungen zu begleichen. Noch dümmer als die Verwalter der Coop. Militar waren dann natürlich noch die Eigentümer der Supermärkte, die der Coop. mit dem größten Vergnügen lastwagenweise Waren auf Kredit lieferten, gegen Rechnung und Unterschrift, und die Supermärkter hatten stets größten Respekt vor Militärs, und glaubten die Märchen, haben aber auch von der Coop. Militar keinen Cent bekommen, und plötzlich war dann die Coop Militar pleite, und die Supermärktler schauten in die Röhre. Selber schuld, denn auch diese schienen sich nicht mehr an das in der Schule gelernte erinnert zu haben.

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