Wie Viehzüchter das Internet beeinflussen können

Asunción: Wenn in etwas ferner gelegenen Teilen des Landes wieder mal das Internet ausfällt, kann das unter anderem an einem Fehlverhalten von Viehzüchtern liegen, wie ein Experte von Personal Internet erklärte.

Hugo Lombardo, Sprecher von Nucleo S.A., erklärte gegenüber Abc Color, “dass das Abbrennen von Weideflächen nicht nur die Natur schädigt, sondern auch überirdische Kabel die am Straßenrand verlaufen wie auch unterirdisch verlegte Glasfaserkabel für Internet”.

„Abgesehen davon, dass weiterhin nach jeder Havarie die Kabel repariert werden, kam es allein in diesem Jahr schon zu 16 solcher Vorfälle, in der Mehrzahl im zentralen Chaco. Im Vorjahr registrierte man 25 solcher Vorfälle“, sagte Lombardo weiter und fügte hinzu: „Dass dies jedoch nicht ein spezifisches Problem des Chacos sei, sondern aller Gebiete, wo es Viehzucht gibt und mit dem Abbrennen der Weideflächen neues Gras schneller wächst.

Um dies mit Zahlen etwas besser zu verdeutlichen, kommt des bei einem Brand der Weidefläche zu einer Zerstörung des Glasfaserkabels auf einer Länge von 2 bis 5 km. Dies wieder zu ersetzen kostet jedes Mal rund 10.000 US-Dollar. Zudem dauert der Tausch jedes Mal rund 12 Stunden. Lombardo bat in diesem Zusammenhang um ein wenig mehr Solidarität bei den Viehzüchtern, die sich bewusst sein sollten, dass durch ihr Fehlverhalten nicht nur tausende ohne Internet bleiben sondern auch hohe Kosten entstehen.

Wochenblatt / Abc Color

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2 Kommentare zu “Wie Viehzüchter das Internet beeinflussen können

  1. Amos Reichsfreiherr Ochs von Oxenleben

    Beim letzten grossen mehrtaegigen Internetausfall der Copaco Glasfaserleitung Asuncion – Chaco, wurde dieses als Grund angegeben. Ueber mehrere Tage fiel das Internet aus und man musste kilometerweit neue Glasfaserkabel legen (die etwa 70 cm unter der Erde eingegraben sind) weil in der Zone Pozo Colorado Viehzuechter ihre Weiden abbrannten.
    Klar, der Staat sollte mit brachialgewalt jetzt Schadensersatz fordern und das Land wegnehmen wo die Kabel verlaufen. Da problem ist nur die gierigen Ganaderos lassen ihre Rinder frei und lassen diese dann nur auf Staatsland am Rande der Autobahn weiden wo sie auf die Autobahn laufen und den Verkehr gefaehrden. Moralische Grundsaetze kennt diese Kaste der Privilegierten nicht. Zudem haelt das Feuer ja nicht am Zaun an sondern frisst sich bis zur Autobahn durch und erhitzt wiederum das Internetkabel. Gibts keine merkliche Geldstrafe und Expropiation, so machen die nur immer weiter wie bisher.
    Gebrannt und abgefackelt wird nicht “um das Gras wachsen zu lassen” sondern so wird billig Strauch und Unkraut bekaempft. Man spart sich so Pestizide und Arbeitskraefte da das Feuer alles vernichtet was da existiert. Allerdings ist die Meinung weit verbreitet die Asche liesse das Gras besser wachsen, was ich selber nicht bestaetigen kann als mir mal eine Weide durch Unglueck abbrannte (danach war es nie mehr so schoen wie vorher und in keinem Fall wuchs mehr Gras).
    Z.Z. hab ich gerade (niedrigst) 3.6 mbps Internetspeed wo ich aber 6 mbps bezahle (mit Schuesselsystem). Das Schuesselsystem funktioniert mit zunehmender Kaelte immer sehr schlecht und der Geschwindigkeitsverlust ist horrend hoch) – wenns warm wird so wie heute verbessern sich die Ping und Jitter Werte dann bedeutend (bei hohem Jitter kommen die Datenpackete nicht richtig an so dass Ton und/oder Bild sich verzerren). Das passiert bei Glasfaserkabeldirektanschluss nicht so dass man da auch mit wenig bezahlter Geschwindigkeit mehr tun kann als mit teuer bezahlten Internetplaenen per Schuesselsystem.

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