Wiederherstellung der Wasserqualität des Ypacaraí Sees bedarf 300 Millionen US-Dollar

San Bernardino: Um den Ypacaraí See wieder zu den sauberen Gewässern zählen zu dürfen, bedarf es einer Investition von bis zu 300 Millionen US-Dollar, erklärte die Beauftragte für Gewässer des Umweltsekretariats, Silvia Spinzi.

Das Thema, welches national für viel Aufmerksamkeit sorgte zu lösen, müssen weitaus mehr finanzielle Mittel investiert werden als bis jetzt angenommen. Für den Bereich rund um den See müssen Abwasserkanäle und eine Müllentsorgung geschaffen werden sowie eine Kampagne gestartet werden, um die Einwohner anzulernen wie mit dem Gewässer umzugehen ist. Ebenso ist es wichtig die Umweltsünder zu bestrafen, im Gegensatz zum jetzigen Verhalten.

Die Angestellte sagte zudem, dass es wichtig sei in allen Zonen des Ufers gleichmäßig zu arbeiten. Das Umweltsekretariat überwacht derzeit alle Zuflüsse zum See. Der Ablauf im Salado Bach soll ebenfalls gereinigt werden, um den Wasserpegel zu senken.

Sie erklärt auch, dass bei der Inspektion der Zuflüsse die meisten Unreinheiten im San Lorenzo und im Tayuazape Bach gefunden wurden. In der Umgebung dieser sind eine Reihe von industriellen Bertrieben angesiedelt die ihre Abwässer ungefiltert in den Ypacaraí See leiten.

„Die fehlende Verantwortung der städtischen Angestellten ist leider überall spürbar und trägt keinesfalls zur Besserung der Lage bei“, urteilte Spinzi.

Deswegen wird das Umweltsekretariat SEAM eng mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten um die Leute abzustrafen die innerhalb der Stadt ungestraft agieren.

(Wochenblatt / Abc)

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10 Kommentare zu “Wiederherstellung der Wasserqualität des Ypacaraí Sees bedarf 300 Millionen US-Dollar

  1. Man o man, dieser Artikel besteht ja voller Einsichten, Schuldzugeständnissen und in der Zukunft alles besser machen wollen. Kommt reichlich spät die Einsicht, welche für ein bis zwei Jahre Besserung bringen wird. Danach versandet doch wieder alles wie gehabt. Strategie, Planung und Kontrolle fehl am Platz. Würde das im Artikel ausgesagte langfristig auch eingehalten, dann wäre Worte nicht nur einfach leere.

  2. Ja, hier haben wir ein uraltes Problem mit
    der Wasserqualität.
    Denke mal, wenn viele Menschen davon umkommen wird man wohl den Worten Taten folgen lassen. Mit Demokratie ist dem nicht beizukommen oder doch?

  3. der Buergermeister hat viel getan fuer Sanber. Fuer den See kann er wenig tun, da die Verschmutzung vor allem aus anderen Gemeinden kommt, insbes. den Zufluessen im Nordwesten des Sees – diese Baeche kommen aus San Lorenzo und Luque, also aermeren, dicht besiedelten und von kleinen unkontrollierten Fabriken frequentierten Randzonen des 2 Mio Ballungsraumes Asuncion. Zudem soll eine Wurstfabrik in Altos Fleischabfaelle in den See einleiten, die gehoeren in den Knast.

    Die Verschmutzung hat folgende Ursachen:

    1. Einleitung von Dreck insbes. aus den Baechen im Nordwesten

    2. kaum Regen seit Monaten, aber ein hoher Seestand wegen der Blockade des Ausflusses (Rio Salado) durch Pflanzenreste, der See wird dadurch zum stehenden Gewaesser.

    3. Kaum Regen aber die gleiche Menge an Dreck — die Folge: es steigt die Konzentration des Drecks

    4. Die Cyano-Bakterien multiplizieren sich und toeten fast ALLE Froesche und Fische (ich wohne am See, es gab vorher irre viele Froesche). Die Froesche sind verschwunden, weil die Eier und Kaulquappen sich nicht entwickeln koennen.

    5. Frosche und Fische haben frueher die Insektenlarven gefressen, jetzt koennen sich die Muecken OHNE JEDEN natuerlichen Feind ungehindert vermehren. Ungehindert bedeutet Milliarden, unbegrenzt, wie in einer biblischen Plage, anders kann man den Zustand nicht beschreiben direkt am See.

    Die neue Regierung koennte ihre Kompetenz beweisen, wenn sie dieses alte Problem, das jetzt schlimmer ist als je zuvor, wirlich loest. Das erfordert Geld, Managementkompetenz und Ausdauer, eine Kombination aus Tugenden, die, diplomatisch Ausgedrueckt, hier ueberraschen wuerde. Nur in Zeiten nationaler Not, zb dem Chaco-Krieg, konnten es die Paraguayer dann ploetzlich doch. Vielleicht ist der sterbende See, der ja das einzige Touristengewaesser der Nation ist, zudem ein vielbesungenes Kulturgut darstellt, das einzige interessante Naherholungsgebiet des Ballungsraumes ist und an dessen Ufern die gesamte Elite ihre Immobilien hat, Ausloeser einer solchen Anstrengung. Seit Jahrzehnten gibt es das See-Problem und wird viel gelabert, aber anders als vorher ist der Zustand nun so schlimm, dass man es nicht mehr unter den Teppich kehren kann. Und die neue Regierung MUSS sich beweisen, um zu ueberleben. Darin liegt die Chance.

    Wer in Sanber von Euch hier engagiert sich fuer den See? Wuerde mich auch interessieren, bin noch nicht so lange hier.

  4. @ Julian Besser hätte man es nicht beschreiben können… Ich lebe auch in San Ber und mir liegt der See sehr am Herzen. Ich sage es jetzt glaube ich zum dritten Mal,die letzten Jahre konnte man noch „gut“ in dem See schwimmen. Klar, dreckig war er da auch, aber ich habe keine Probleme bekommen. Der jetzige Zustand ist allerdings verheerend. PS ich habe glaube ich zu jedem Artikel der den See betraf einen Kommentar geschrieben…Ist alles noch nicht allzulange her…

  5. Fakt ist, dass der See im jetzigen Zustand eine Kloake ist. Der See ist biologisch gesagt überdüngt und gekippt. Man hat immer nur geredet aber nie etwas getan. Es geht eben nicht die Abwässer verschiedener Anrainergemeinden im See zu entsorgen.

    In erster Linie versucht man die „Saison“ für Sanber zu retten. Geld ist keines da, also wird es eine paraguayische Lösung geben. Man wird die Stelle wo der Kanal zum Rio Paraguay beginnt vergrössern, damit ein Teil der Brühe ablaufen kann. Dann wird man auf ausgiebige Regenfälle hoffen damit sich der Rest des Kloakenwassers sich vermischt (wie bisher) und eine halbwegs brauchbare Wasserqualität zustande kommt.

    Das geht dann ein paar Monate bis zum nächsten Gau.

  6. Woher sollen denn die 300 Millionen $ kommen. Mit der Feststellung dieses enormen Geldbedarfes ist die Sache doch schon gestorben. Wird wohl etwas Flickschusterei
    zur Rettung des turistischen Sommers betrieben.

  7. Liebe Leute fangt im kleinen an… gerade heute sollten hier wieder mindestens 50 Gummireifen abgefackelt werden um dann halb glühend in den See geschmissen zu werden… Keine Sorge, gerade noch verhindert… wobei… wesentlich umweltfreundlicher ist die Alternative auch nicht gerade… Kämpft bitte bitte alle, dass gebrauchte Batterien nicht mehr einfach so im Müll landen und die überflüssigen Welpen im gleichen Müllsack dazu…. etc…. Ach ja und immer schön den Wasserzähler kontrollieren… Verluste durch marode Leitungen werden grundsätzlich auf die ehrlich zahlenden Kunden umgelegt… Das ich in die 3. Welt gezogen bin, war mir klar, aber es gibt einfach Dinge, die gehen so gar nicht!!!!!!

  8. Wie wäre es mit Orgongeneratoren (Orgonit) ? Dann wären es statt 300 Mio USD nur 1500-2000 US Dollar.
    Ein paar Monate Wartezeit und die Unterwasserflora/fauna beginnt eine rasche Regeneration.

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