Wilfrido Metzinger: Ein Jahr nach seinem Tod

Carlos Pfannl: Genau ein Jahr ist vergangen, als der Geschäftsführer der Kooperative Carlos Pfannl Wilfrido Metzinger bei einem Raubüberfall erschossen wurde.

Am 15. August 2018 drangen Unbekannte in das Haus von Geschäftsführer Wilfrido Metzinger Schebela (50) ein und zwangen ihn dazu, eine Kassiererin anzurufen, um einen Notfall vorzutäuschen. Metzinger bat eine Kassiererin zu ihm. Nur mit deren Hilfe konnte er den Safe öffnen.

Von da aus fuhren sie, zusammen mit zwei Räubern zur Kooperative und begaben sich in das Gebäude. Der Wachmann ließ sie passieren. Währenddessen waren weitere Kriminelle in Metzinger’s Haus und warteten dort ab.

Einmal das Geld aufgeladen, flohen die Kriminellen mit Metzinger am Steuer seines Fahrzeuges. Nahe der Kreuzung San Bonifacio treffen sie auf Polizisten, die vom Wachmann der Genossenschaft alarmiert wurden. Die Räuber griffen die Uniformierten mit Gewehrsalven an. Die Polizisten suchten Schutz und reagierten auf den Angriff. Im Zuge dessen wurde der Geschäftsführer von den Geiselnehmern erschossen.

Insgesamt sollen bei dem Raubüberfall 10 bis 15 Kriminelle beteiligt gewesen sein. 11 wurden verhaftet und der Staatsanwalt Ulises Giménez hat bei drei Tätern, Vidalino Jara, Víctor Ríos und Heriberto Roa, Anklage erhoben, wegen des Verdachts, an dem Überfall der Genossenschaft mitgewirkt zu haben.

Die anderen acht Verhafteten Wilson Xavier E. Bonfim Dos Santos, Juan Miguel Aguiar Aguilera, Paulo Henrique Francisco, Vinicius López, Rodrigo Ortiz, Minelly Andersson Da Silva, Wallasy Silva Soares und Derlis Armando Méndez werden wegen des Verdachts auf Mord, des schweren Raubes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung untersucht.

Heute Abend, um 18:00 Uhr, findet eine Eucharistiefeier in Gedenken an den Tod von Wilfrido Metzinger in der Kirche von Carlos Pfannl statt. Der Vorstand der Genossenschaft hat die Gedenkfeier organisiert und lädt alle recht herzlich ein.

Wochenblatt / Facebook / Ultima Hora

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5 Kommentare zu “Wilfrido Metzinger: Ein Jahr nach seinem Tod

  1. @Christian2005

    Ist doch in Paraguay ohnehin egal, ob der Fall aufgeklärt wurde.
    Wie im Fall von Denis Renner, der wurde auch aufgeklärt mit dem Ergebnis, dass die Mörder wieder frei herumlaufen. Sie konnten sich freikaufen, wie so oft gerade bei den Schwerstkriminellen hier!
    Kennen selbst persönlich einen Fall. Aus diesem Grund kommen ja auch gewisse Deutsche und Österreichef hierher abef das weiß ja auch jeder.

  2. Nach einigen Kommentatoren damals:
    “In Lebenszeit fand man ihn nie wenn man ihn brauchte denn er war staendig in trauter Kooperativsmanier “auf Sitz” – nur als er tot war fand man ihn; aber da brauchte man ihn nicht mehr.”
    Das nennt sich: aneinander vorbeigelebt.
    Fazit: als er lebte war er nie da – als er tot war war er da aber niemand wollte mehr einen Termin bei ihm.
    Typisch Komitees im Kooperativswesen.

    1. Sorry, aber das ist Schwachsinn, dass er nie da war. Ich war nicht oft dort und habe ihn trotzdem jedes Mal dort gesehen wenn ich da war und auch mit ihm gesprochen. Man sollte halt nicht um 24:00 Uhr hinfahren. Dann ist da nämlich keiner 🙂

    2. Blödsinn, der war immer da. Ich verstehe nicht, warum manche nur schlecht daherreden können. Die Räuber dachten damals, es gäbe da 10 Millionen Dollar zu holen, was sicher mit den Gerüchten zusammenhängt, die viele Gelangweilte und Verrückte verbreiten. Am Tag nach dem Mord hörte ich, es gehe beim Pfannl um einen Wert von 400 Millionen Euro und Gold und sowieso. Wenn man nachhakt, woher die Infos kommen, bleibt nichts übrig außer einer sich, von Mund zu Mund, ständig verändernden Geschichte, wo aus Guaranies vielleicht auch mal schnell Euro werden können. Später war dann offiziell von 400 Mio. Gs., die geklaut wurden, die Rede.

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