Wir schreiben das Jahr 2020: Mehr als 30 Tage ohne Strom

San Antonio: Wir schreiben das Jahr 2020: Rund 50 Familien sind seit 30 Tagen ohne Strom, Händler berichten von großen Verlusten, es gibt ältere Erwachsene in der Stadt mit gesundheitlichen Problemen.

Zwischen ständiger Nervosität und Impotenz leben Familien im Viertel Maria Auxiliadora in San Antonio. Sie gaben an, dass sie seit einem Monat keinen Strom mehr haben. Dies ist die Zeit, in der sie sich in völliger Dunkelheit befinden. Mehrere Elektrogeräte sind kaputt gegangen, ältere Menschen sind den hohen Temperaturen ausgesetzt und schaffen sich etwas Erleichterung, indem sie sich mit Fächern etwas Luft zufächern, weil ein Ventilator ohne Strom nicht funktioniert.

Sie weisen darauf hin, dass alle Reklamationen bei dem staatlichen Energiekonzern ANDE erfolglos waren und keinerlei Antwort erfolgt sei. Das Problem wäre ein Trafo, der durchgebrannt ist. „Es scheint, dass es hier erst eine tote Person geben muss, damit endlich etwas passiert“, sagte einer der Nachbarn.

„Mein Fernseher hat bereits gebrannt und bei denjenigen, die Geschäfte haben, sind bereits alle Waren verrottet“, sagte ein anderer Bewohner, der die Situation besonders satt hatte. Die Beamten der ANDE wurden am Mittwochnachmittag in der Gegend gesichtet, nachdem die Presse den Fall denunziert hatte und sie versprachen, den Transformator zu wechseln.

Wochenblatt / NPY

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

5 Kommentare zu “Wir schreiben das Jahr 2020: Mehr als 30 Tage ohne Strom

  1. können ja auch mit gas heizen die leute rrofl ich würde da mal mit einer camioneta insande büro sausen dann sinds sicher schnell am weg und tauschen den trafo. die schäden sofort alle einklagen mit einer samelklage und schnell passiert was. wenn die leute so dumm sind und 30 tage keine anzeige machen sinds selber schuld.

  2. 30 Tage ohne Strom ist schon eine Unverschämtheit.
    Daß die von Ande da ein sehr dickes Fell haben, wissen wir ja alle.
    Wenn man bei der Reklamationsabteilung überhaupt mal durchkommt, wird man nur ständig belogen. Ya en seguida. En un rato. Un poco más paciencia, en unos minutos.
    Daß gerade die Leitungen außerhalb der Städte für Ande unwichtig sind, erfahren alle, die auf dem Campo wohnen. Die ersten, die abgeschaltet werden, die letzten, die wieder ans Netz genommen werden.
    Aber es kommt auch immer noch hinzu, daß die Campoleute oftmals stunden- oder gar tagelang nicht reklamieren, es noch nicht einmal versuchen.
    Es ist mir schon oft passiert, daß ich – nach Stunden – dort durchkam und ich der erste war, der deswegen anrief.
    Warum und vor allem wie allerdings ein Fernseher brennen soll, wenn es keinen Strom hat, ist mir schleierhaft.
    Dort im Büro aufzutauchen und mal ordentlich Druck machen, das traut sich kaum einer.
    Und was soll eine Anzeige bringen?
    Die Justiz interessiert es genauso wenig wie Ande.

  3. 30 Tage heißt ja auch mehr oder weniger 30 Tage ohne Wasser. Tejujagua, das keiner etwas meldet auf dem Campo, liegt wohl an den Schwarzanschlüssen. Ich bin auch grundsätzlich der einzige, der versucht die Ande zu informieren, da ich 3 Phasen brauche und so ziemlich der einzige der einen Zähler hat. Frei nach dem Moto, der Aleman wird sich kümmern.

  4. @eggi
    da scheine ich in einer sehr gesetzestreuen Gegend zu wohnen.
    Die Nachbarn haben alle einen Zähler.
    Die meisten sind allerdings tagsüber auf Arbeit und abends ist der Strom meist wieder da.
    Und wenn nicht, dann gehen sie halt ins Bett wenns dunkel wird.
    Kein Strom?
    Igual nomás.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.