“Wir werden einen zweifarbigen Kongress mit einer Mehrheit von Farbigen und Liberalen haben”, prophezeit “Beto” Ovelar

Asunción: Senator Silvio “Beto” Ovelar sagte voraus, dass der Kongress im nächsten Jahr “zweifarbig” sein wird, mit einer Mehrheit von Abgeordneten der ANR und der PLRA. Dies ist auf das System der offenen Wahllisten zurückzuführen, sagte er.

Nach den internen Wahlen vom 18. Dezember wurden die Listen der Kandidaten für die Abgeordneten und Senatoren der verschiedenen Parteien aufgestellt.

Auf der Colorado-Liste für den Senat stehen Altbekannte, die bereits seit mehreren Legislaturperioden im Amt sind. Unter ihnen der derzeitige Senator Silvio “Beto” Ovelar (ANR-HC), bekannt als “Trato Apu’a”, der die meisten Stimmen erhielt.

Die Kandidaten für die Gesetzgebungsorgane wurden nach dem Prinzip der Vorzugsstimmen oder “nicht gesperrter Listen” gewählt. Ovelar hat heute Morgen über die Ergebnisse der Anwendung dieses Systems bei den Wahlen nachgedacht, das er von Anfang an abgelehnt hat.

“Unsere Vermutungen haben sich bestätigt, als wir uns gegen dieses Wahlsystem ausgesprochen haben”, begann er und prahlte.

“Es wurde deutlich, dass der Wettbewerb intern ist, innerhalb der Bewegung selbst. Die Kosten sind extrem hoch. Heute hat die Struktur der Bewegungen Vorrang vor dem Individuum”, fuhr er fort.

Er betonte auch mehrfach, dass dieses neue System eine stärkere wirtschaftliche Finanzierung politischer Kampagnen erfordert.

An anderer Stelle bekräftigte “Trato Apu’a”, dass dieses System der Freigabe von Listen nicht das Ziel seiner Befürworter erfüllen wird, das mit der Schaffung eines pluralistischeren Kongresses in Bezug auf politische Parteien oder Bewegungen verbunden ist. Gleichzeitig sagte er voraus, dass beide Kammern mit einer Mehrheit der Colorados und der Liberalen besetzt sein werden.

“Wir werden einen Kongress mit zwei Farben haben, mit einer deutlichen Mehrheit der Colorados und der Liberalen, und die kleineren Parteien werden praktisch von den Ressourcen, von der Struktur verschluckt werden”, erklärte er.

Die Kandidaten werden sich bei den nächsten Parlamentswahlen am 23. April 2023 um einen Sitz im Kongress bewerben.

Wochenblatt / Abc Color

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3 Kommentare zu ““Wir werden einen zweifarbigen Kongress mit einer Mehrheit von Farbigen und Liberalen haben”, prophezeit “Beto” Ovelar

  1. Das beste für Paraguay wird sein, wenn sich die Colorados endlich ehrlich machen. Das heißt Spaltung der in sich tief verfeindeten Partei in einen überwiegend opportunistisch-korrupten Flügel und einen Flügel der für Aufrichtigkeit und Erneuerung und Verjüngung des Personals steht. Aber ein “weiter so” schadet nur dem Land und bringt es nicht wirklich weiter. Jedoch glaube ich, dazu wird es nicht kommen, weil alle irgendwie in diesem Sumpf gefangen sind und in ihrem Keller “Leichen” verborgen haben. Doch sieht es in der Opposition besser aus? Alles eine Frage der Gewohnheit und/oder der Kultur. Man muß sich einfach eine gewisse Distanz zu dieser politischen Kaste bewahren und am besten als “ewige Ausländer” raus halten, was jedoch nicht bedeuten muß, keine Meinung zu haben – eher wie ein Betrachter von außen.

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  2. Was will uns dieser Ovelar eigentlich mit seinem Gerede sagen? Ist ja genauso geistreich, wie wenn ich sage: Dieser Sommer wird warm!
    Das ist auch eines dieser Politiker, die kein Mensch in diesem Land braucht.

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  3. Im Paragauy gibt es sicherlich eine ganze Menge ehrliche Leute. Meist “einfache” Menschen, Arbeiter. Davon aber auch ne ganze Menge Halunken. Quer durch die Gesellschaft, sehr nette, gute, ehrliche und gut arbeitende Menschen. Aber auch genau das Gegenteil – Quer durch die Gesellschaft die größten Halunken und Verbrecher (im europäischen Maßstab), deren Arbeit in die Mülltonne treten und ein Feuerchen machen kannst. Im besten Fall. Sonst kannst dir noch ne Menge Plata ans Bein streichen. Wichtig: Das Problem ist, dass im Vorhinein nie wissen kannst, was bekommst und ein Rechtsweg sozusagen unmöglich ist, weil diese, die für minimales Recht und Ordnung zu sorgen hätten, sowieso in Mülltonne treten kannst. Und ein Feuerchen machen.
    Ergo: Wer eins und eins zusammenzählen kann, wenn die Beatmeten und Behördeten vom Beatmeten- und Behördetenhüüüüsli, faul, gar nicht, weil sie zu ungebildet sind, um zu wissen, falsch, willkürlich handeln, dann kann jeder tun was er will. Ganz so einfach ist dat natürlich nicht. Denn Willkür heißt natürlich auch, dass jeder aufpassen muss, was er tut: Schmuggler, Geldwäscher, Drogen- und Waffenschieber, denen geschieht überhaupt nichts, während ein kleiner Pomelodieb mal schnell im Gefängnis landet.
    Ein Land, wo es bei Rechtsfällen immer einzig um Plata geht, und wer die besseren Amigos kennt, ohne klare Richtlinien, da ist der Ausgang ungewiss.
    Je mächtiger hier jemand ist, desto Größergauner. Eben genau aus dem Grund, weil ihm nichts anhaben kannst – dieser hat mehr Plata und die “besseren” Amigos.
    Da kann man auch wieder eins und eins zusammenzählen: Egal wer hier an der Macht ist, korrupte Gauner sind se alle. Das ist nun mal eine Zweiklassengesellschaft, wo die einen dumm und unten gehalten werden, während die anderen möglichst viel abgreifen, damit sie ihren Family-Clan voranbringen.
    Man muss sich nicht fragen, warum, wenn einen Eingeborenen:*In kennen lernst, die ersten Fragen sind, ob Alemam seist, ob da Ingles gesprochen wird und wie groß dein Family-Clan ist, mit dem hergekommen bist (die Frage, ob eine Cedula/Papiere bekommen hast, fragen sie sich natürlich auch, aber die verkneifen sie sich). Okay, die letzte Frage nach dem Family-Clan, mit dem hergekommen bist, ist wichtig: Im Schadensfall kannst es mit kleinem Family-Clan gerne gegen dem großen Family-Clan der Gauner aufnehmen. Und der ist durch Inzucht wirklich groß.
    Demnach sollte man sich als Ausländer von zuvorkommender Freundlichkeit niemals blenden lassen, denn wenn es bei dir etwas grati zu holen gibt – und sei es nur ein paar Streichhölzl oder leere Billigpolarbierbücksen – dann wird sich dat auch geholt und von Klein- bis Großganove ist hierzulande Vorfahrenbedingt, sowie die Lebensumstände, ein Jeder. Und je mächtiger und angesehener, umso mehr. Hierzulande wird sich noch während Jahrzehnten nichts bewegen, was die Korruption und Platagier betrifft. Daraus resultiert, auch in Puncto Bildung, Infrastruktur, Institutionen nicht.
    Einfaches Beispiel:
    Egal welche Partei die Wahlen 2023 gewinnt: Dann werden einzig die Vetter und Amigos ausgetauscht. Welche sich und ihren Family-Clan gesund sanieren.
    Zählt man eins und eins zusammen: Es ist unmöglich im Paragauy gegen Korruption und Wasserköpfe im Staatsdienst anzukämpfen und für Recht und Ordnung zu kämpfen. Kämpfen kann man schon, aber da leben einige Millionen Menschen von der Korruption und als Wasserköpfe im Staatsdienst und was Recht und Ordnung ist, dat kennen die hier gar nicht. Es gibt viel zu wenig Arbeitsplätze, alle wollen einzig Plata mit möglichst Nixtun, sind oft unsäglich ungebildet, wat will man von durchschnittlichem IQ von 82 auch anderes erwarten. Alles tranqui, setzt dich ins Plastikstühlchen und wartest bis der Leim sich wieder gelöst hat. Wat will man als glücklicher Mensch mehr vom Leben.

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