Wohnqualität in Paraguay am schlechtesten in Lateinamerika

Asunción: Laut eines kürzlich veröffentlichten Berichts der Interamerikanischen Entwicklungsbank (BID) sind 36% der Häuser des Landes unwürdig zum Bewohnen. Ein großer Teil der Häuser hat infrastrukturelle Probleme wegen fehlenden Wasser/Abwasser, Elektrik, Wänden und adäquaten Dächern.

Wände aus Folien und Karton, Dächer aus Asbest oder Metallplatten und Böden die nur aus Sand bestehen sind in vielen Teilen des Landes nach wie vor präsent. Ein fehlender Trinkwasseranschluss ist nach wie vor ein Problem weswegen Paraguays Einstufung so schlecht ist, erklärte César Bouillón, Chef der Wirtschaftsabteilung der Interamerikanischen Entwicklungsbank (BID).

Bei einem Interview mit der Tageszeitung La Nación informierte der Experte darüber, dass das qualitative Defizit der Häuser bei aktuell 36% liegt während der Rest Lateinamerikas bei 26% verweilt. Allerdings liegt Paraguay mit nur 3% Familien ohne Dach über dem Kopf 6% unter dem Durchschnitt der Region.

Das stellt klar, dass die Mehrheit als 97% der paraguayischen Familien ein Dach über dem Kopf haben allerdings viele in schlechtester Manier überleben. Strom, Wasser und gute Infrastruktur haben die wenigsten. Ein weiterer Grund weswegen viele keinen Grund sehen etwas in ihr neu gebautes Haus zu investieren ist ein fehlender Grundtitel, der auf lange Sicht ihre Investition schützt.

Bouillón hebt hervor, dass Grundstücke nahe der großen Städte nur noch mit Wasser/Abwasser und Strom angeboten werden dürften, damit sich zukünftig die Zahl bei Umfragen senkt. Weiterhin müsste weiter dafür gesorgt werden, dass Familien einen Zugang zu langfristigen Baukrediten bekommen können.

Die Problematik, die in dem Zusammenhang steht sind auch die erhöhten Baumaterialpreise, die jede Gesellschaftsschicht zu spüren bekommt. Innovative Baustoffe die gleichgut und günstiger sind werden entweder nicht gefördert oder außer Acht gelassen.

Die öffentliche Politik erkennt ebenso wenig die Notwendigkeiten der zukünftigen Hausbesitzer, um ihnen ein staatlich unterstütztes Menü anzubieten womit Häuser aus eigenen finanziellen Mitteln konstruiert werden können.

In Asunción haben 67% nicht die ausreichende Geldmenge um ein Haus zu kaufen oder zu konstruieren, sagt der Bericht aus. Damit besetzt Asunción zusammen mit Buenos Aires den vierten Platz was die Schwierigkeit deren Einwohner angeht ein eigenes Haus zu errichten oder zu kaufen.

Andererseits sieht man in Paraguay auch sehr viele luxuriöse Villen die im krassen Gegensatz zu der hohen Armut im Lande stehen.

(Wochenblatt / La Nación)

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5 Kommentare zu “Wohnqualität in Paraguay am schlechtesten in Lateinamerika

  1. Belchior Nuderer

    Antworten

    Nur, ein Maurer verdient 80.000 Guaranies pro Tag – zZ ca 15 Euro, PRO TAG!!! Er versucht es also mit arbeiten, da kann man ihn nichts anderes nachsagen. Den Rest schenke ich mir…

  2. Nun bei 22 Arbeitstagen liegt er gut im gesetzlichen Mindestlohnbereich mit 80.000 Gs pro Tag
    Außerdem haben die sogenannten Armen doch Zeit genug um was zu tun – z.B. Saubermachen oder auch bauen – Ich weiß von “ Armen die auf Antrag Steine und Zement gratis vom Gobierno bekommen haben plus Parzelle ! Wenn ich da vorbeifahre sehe ich immer nur die angelieferten Bausteine, Sand etc. aber keinen der arbeitet – die sitzen und warten unter den Mangos auf das nächste Geschenk.
    Also keine Aufregung – die meisten kennen und wollen es nicht ändern

  3. Ein hier oft verbreiteter Mix aus: In Armut geboren, in Armut aufgewachsen, kaum Bildung (auch hier ohne Moos nix los)…… also, wohin soll ein solcher Weg führen?
    Wer es weiß, kann ja mal helfen anstatt zu verurteilen oder zu lästern.
    Viele wachsen doch ohne jede Perspektive auf und resignieren, leider.

  4. Diese Hütte ist ja nun auch nicht wirklich typisch für ein paraguayisches Haus.
    Ebensowenig wie es die Prunkvilla ist.

    Die meisten Menschen hier wohnen in normalen Häusern, die weder besonders luxuriös sind, aber auch nicht so aussehen wie diese Hütte auf dem Bild.

    Das ist mal wieder so ein Bericht, der auf die Tränendrüsen drücken soll.

    Natürlich gibt es auch faule und unfähige Menschen, aber wo gibt es die nicht ?

    Ich kenne viele Paraguayer, die machen,was sie können.
    Sie fangen an zu bauen, dann stockt der Bau für einige Zeit, bis wieder genug Geld dafür da ist.
    Das hängt natürlich auch von der Arbeitslage ab.
    Wer sich als zuverlässig erwiesen hat, bekommt als Socio auch bei der Cooperative Kredit.
    Die Zinsen sind zwar deftig, aber bezahlbar.
    Und wer die Mitgliederzahlen der Cooperativen sieht,weiß, daß es funktioniert.
    Die Angebote werden angenommen.
    Die Raten pünktlich bezahlt.
    Also bitte keine Pauschalverurteilungen, von wegen, die wollen nicht.
    Es liegt meistens am nicht Können.

    Ohne Bildung keine Ausbildung, ohne Ausbildung kein Einkommen.

    Wenn ich sehe, wie oft die Schule ausfällt,dann wundert mich nichts mehr.
    Da gehen die Kinder morgens kurz vor 7 Uhr Richtung Schule und kommen eine halbe Stunde später wieder zurück.
    Die Lehrer sind nicht gekommen.
    Mal regnet es ein bißchen, dann ist es zu kalt, dann ist es zu heiß, dann war wohl das Bett zu bequem, und streiken muß man ja auch immer mal wieder ………….

    Mit der fehlenden Bildung fängt es an, mit der fehlenden Perspektive geht es weiter, und wo hört es auf ?

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