Yacyretá: Eine Vereinbarung in greifbarer Nähe

Asunción: Die Vereinbarung über Ausgleichszahlungen beim binationalen Wasserkraftwerk Yacyretá vom Nachbarland Argentinien rückt in greifbare Nähe. Am Montag, den 10. April, könnte dies der Fall sein. Schon lange schwelt hier ein Machtkampf.

Paraguayische Mitglieder aus dem Verhandlungsteam sind zuversichtlich. Eigentlich könnte das Abkommen noch diese Woche besiegelt werden, aber am Donnerstag gibt es einen Generalstreik in Argentinien. Deshalb gehen Experten davon aus, dass wohl erst am kommenden Montag eine Unterschrift der beiden Staatspräsidenten Mauricio Macri und Horacio Cartes erfolgt.

Juan Carlos López Moreira, Leiter des Verhandlungskabinetts, sagte schon vor geraumer Zeit, dass 99% der kritischen Punkte bei dem Vertrag über Yacyretá geklärt seien. Auch der paraguayische Direktor des binationalen Wasserkraftwerks, Ángel Recalde, bestätigte dies.

Laut inoffiziellen Quellen, die der Zeitung Ultima Hora vorliegen sollen, dürften die Ausgleichszahlungen und Schulden aus verschiedenen Sektoren, unter anderem bei der Energie, rund vier Milliarden US Dollar betragen. Zusätzlich zu dem Vertragsentwurf gibt es eine Absichtserklärung. Paraguay hatte durch den Bau des binationalen Wasserkraftwerks Yacyretá zu 80% an überfluteten Gebieten beigetragen. Die Entschädigung dafür liegt allein bei 712 Millionen USD. Heute liegt der Wert aber viel höher, sodass wohl rund eine Milliarde USD zu erwarten sind.

Ebenso wird in dem Vertrag festgehalten, dass Paraguay zwar frei über die Energie verfügen darf, aber keinen Strom an Drittländer verkaufen darf, aber weiterhin an Argentinien. Veranschlagt wurden 3.598 US Dollar pro GWh.

Quelle: Ultima Hora

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

8 Kommentare zu “Yacyretá: Eine Vereinbarung in greifbarer Nähe

    1. Wenn ich Artikel wie diese lese, kommt auch bei mir automatisch dieser Gedanke. Wenn frisches Geld verfügbar ist, goennt man sich (also die Regierenden) erstmal eine Lohnerhoehung und Diatenerhoehungen (Viaticos). Erst dann schaut man, in welch dringend benoetigten Sektoren (z.B. Bildung) die Gelder fliessen koennten.
      Zunaechst mal: Estudios de Factibilidad, Diseño de Proyecto, Borrador de Ley/Decreto/Resolucion und viel Blablabla. Da hat man dann schon eine Menge Kohle ausgegeben, ohne dass der Buerger sieht, das was „gemacht“ wurde.

      Wie unverantwortlich mit dem Geld umgegangen wird, sieht man ja wie z.b. die Honorable Camara de Diputados y Senadores um eine Finanzierung von Gummipatronen bei Yacyreta gebeten hat. Nichtmal fuer sowas ist Geld da – aber dreifaches Weihnachtsgeld – immer!

  1. Es wäre gut zuwissen, wofür die Regierung das Geld verwenden wird, eine öffentliche Absichtserklärung mit dazu gehörender Kontrolle ist dann aber vonnöten.

    1. In Deutschland funktionieren aber Strom, Wasserversorgung, Straßennetz, Krankenversicherung/versorgung, Bankwesen, Einkaufswesen usw. usf.

      1. Nur einige wenige knappe, unvollständige Ausführungen:
        Strom kostet in Paraguay 6-7 Cent aus Wasserkraft, in D ca. 26 Cent (Kohle, Atom…), dafür nehme ich 2-3 mal monatlich Stromausfall gerne in Kauf.
        Banken stehen in D schlechter als in Paraguay da, Deutsche Bank gilt als die gefährlichste systemrelevante Bank der Welt, andere sind mit staatlicher Hilfe (der Bürger hat bezahlt) gerettet worden und mussten zwangsfusionieren, die Krise noch lange nicht vorbei. Negativer Realzins=Enteignung der Sparer! Überweisungen etc funktionieren in Paraguay einwandfrei online oder über Filiale, noch nie Probleme. Ich sehe beim Bankwesen keine Probleme.
        Krankenversicherung überteuert, lange Wartezeiten für Arzttermin, wegen Flüchtlingen kurz vor Kollaps oder noch teurer. Hab ich nie gebraucht und nie bezahlt. Gibt es aber in Py auch und billiger als in D.
        Straßennetz: Die Maut kommt.
        Alles teurer in D als in Paraguay trotz Finanzierung über Sozialstaat und trotz absolut und prozentual höherer immenser Staatsverschuldung etc, vom Rundfunkbeitrag und anderen Zwangsgebühren erst gar nicht erst zu reden. Im sozialistischen Deutschland führt man ca. 70 % der Einnahmen an den Staat ab (inkl. Zwangsgebühren, Versicherungen etc), arbeitet also praktisch nur für den Sozialschmarotzerstaat. Sozialistische Staaten brauchen immer mehr und mehr Geld, bis dann irgendwann durch Überschuldung alles zusammenbricht. Das steht Westeuropa, Japan und USA in einigen Jahren bevor, Südamerika, Russland, China & SO-Asien werden relativ glimpflich davon kommen (kaum Verschuldung, siehe auch die Deagel -Vorhersage List of Countries Forecast 2025). Russland und China (trotz kommunistischer Parteiführung!) haben mittlerweile ein kapitalistischeres Wirtschaftsystem als die EU. China wird ab ca. 2030 das neue Finanzzentrum der Welt werden mit Gold gestützter (nicht Gold gedeckter) Währung. Das stärker kapitalistisch orientierte Paraguay hat die härteste Währung von Lateinamerika, regional das größte Wachstum und nur geringe Staatsverschuldung.
        In Paraguay max 10 % Lohnsteuer für die Gutverdienenden und max 10 % Mwst, die man nicht unbedingt immer bezahlen muss. Wenn man die Leute hier staatlich so wie in D abzocken würde (bzw, weniger Geld versickern), hätte man auch bessere Straßen etc, dies will man aber anscheinend nicht. Dafür mehr Freiheiten durch weniger Vorschriften.
        Korruption ist in Deutschland nur versteckter, vieles was in anderen Ländern als korrupt gilt, hat man einfach gesetzlich legitimiert. Auch die Praxis Familienangehörige in bestimmte Positionen zu bringen wie in Paraguay ist in Deutschland überall verbreitet, z. B. Amigo-Affäre in Bayern, wo in Ämtern CSU-Chefs Freunde, Familienangehörige und bes. ihre Frauen als Sekretärinnen eingestellt haben, die mittlerweile unkündbar sind. Auch in anderen Bundesländern verbreitet, nur in Bayern durch längjährige CSU-Vorherrschaft ausgeprägter.
        Politiker in D sind offen deutschfeindlich, schaden durch ihre Politik dem Volk, die zur kulturellen Zerstörung führt. Siehe z. B. : „Deutschfeindliche Zitate“ (von Politikern) bei „Metapedia“.
        Mit Ausführungen dieser Art über die Zustände in D ließe sich fortfahren, deutsche Gutmenschen leiden leider an Realitätsverrlust und sehen dies aufgrund langjähriger Gehirnwäsche nicht.
        Auf all das und vieles mehr verzichte gerne, bin froh in Paraguay (trotz der bekannten Probleme, die ja nicht geleugnet, sondern nur relativiert werden) leben zu dürfen und den ganzen Tag machen zu können was ich will. Die Leute sind hier lockerer drauf, mir geht es hier wunderbar und ich bin sicher viele andere der 15000 Auswanderer leben auch gerne hier. Die meisten haben sicher relativ wenig Probleme, Probleme haben wie in der Regel nur die, die sich dumm anstellen, sich nicht anpassen können, nicht begreifen wollen wie es in Paraguay läuft, ihre Vorstellungen darüber wie etwas zu sein hat von Deutschland mitgebracht haben. Betrogen werden kann man in jedem Land, wenn man nicht aufpasst und es zulässt.
        Wenn in D alles so toll ist, warum haben Sie dann bloß versucht (denn Sie sind ja gescheitert) nach Paraguay auszuwandern?

      2. Nun, Saarländer, deswegen nennt man Deutschland „entwickelt“ und Paraguay „unterentwickelt“. Aber es ging hier um Korruption. Korruption gibt es in jedem Land, auch in Deutschland (natürlich auf „entwickeltem“ Niveau).

Kommentar hinzufügen